Fußball-Landesliga Packendes Saisonfinale für die SG Rieschweiler

Rieschweiler/Zweibrücken · Fußball-Landesliga: SGR kann den Klassenverbleib am letzten Spieltag mit einem Sieg in Hüffelsheim aus eigener Kraft klarmachen. TSC Zweibrücken will mit einem Heimsieg gegen Simmertal das Fernduell um Platz drei für sich entscheiden.

 Dennis Hirt (links) wird im Rahmen der Partie des TSC Zweibrücken gegen den VfL Simmertal am Sonntag beim TSC verabschiedet. Kevin Gundt (in Blau) und seine SG Rieschweiler müssen in Hüffelsheim siegen – sonst ist die SGR im Hinblick auf den Klassenverbleib abhängig von den Ergebnissen auf den anderen Plätzen.

Dennis Hirt (links) wird im Rahmen der Partie des TSC Zweibrücken gegen den VfL Simmertal am Sonntag beim TSC verabschiedet. Kevin Gundt (in Blau) und seine SG Rieschweiler müssen in Hüffelsheim siegen – sonst ist die SGR im Hinblick auf den Klassenverbleib abhängig von den Ergebnissen auf den anderen Plätzen.

Foto: Thomas Hutzler

Dieses Ergebnis sahen die Landesliga-Fußballer der SG Rieschweiler gerne: Am Mittwochabend gewann der SC Hauenstein sein Nachholspiel gegen die SG Hüffelsheim mit 4:1. Damit hat Hauenstein am letzten Spieltag an diesem Wochenende weiter die Chance, mit Spitzenreiter TuS Steinbach nach Punkten gleichzuziehen und ein Entscheidungsspiel um den Titel (und damit den direkten Aufstieg) zu erzwingen. Das wiederum bedeutet, dass Ligaprimus Steinbach am Sonntag um 15 Uhr bei der SG Eppenbrunn immer noch Vollgas geben muss. Und Eppenbrunn wiederum ist eine der beiden Mannschaften, die Rieschweiler am letzten Spieltag noch überholen können. Fällt die SGR tatsächlich noch um zwei Ränge nach unten, stünde sie auf einem möglichen Abstiegsplatz.

All diese Überlegungen sind Makulatur, wenn die SGR an diesem Sonntag um 15 Uhr, ihr Spiel in Hüffelsheim gewinnt. Damit wäre sie in jedem Fall gerettet. Rieschweiler liegt in der Tabelle mit 40 Punkten auf Rang elf, einen Punkt vor Eppenbrunn und zwei Zähler vor der SG VfR Kirn/SC Kirn-Sulzbach. Kirn belegt als Viertletzter den ersten möglichen Abstiegsplatz. Und Rieschweilers Trainer Björn Hüther geht davon aus, dass tatsächlich vier Teams den Gang nach unten antreten müssen.

Dass Rieschweiler mit 40 Punkten in einer Liga mit nur 16 Teams vor dem Saisonfinale noch um den Klassenverbleib bangen muss, hatte Hüther unlängst als „Wahnsinn“ bezeichnet. Sogar der Neunte FV Ramstein (41 Punkte) ist rechnerisch noch nicht durch.

„Wir haben aber alles selbst in der Hand, auch wenn uns eine schwere Aufgabe bevorsteht“, sagt Hüther vor der Partie beim Fünften Hüffelsheim. „In den letzten Spielen haben wir auswärts immer gut ausgesehen, daran wollen wir am Sonntag anknüpfen.“ Dass mit Hüffelsheim – der Niederlage gegen Hauenstein zum Trotz – eine anspruchsvolle Aufgabe auf die SGR wartet, verdeutlicht ein Blick in die Statistik. Hüffelsheim beendete die Hinrunde auf Rang zwölf. In der Rückrundentabelle ist die SG Dritter.

„Wir haben jetzt 13 Saisonsiege. Es wäre schon extrem bitter, trotzdem absteigen zu müssen. Wir glauben aber fest daran, dass wir es packen. Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir es unbedingt wollen“, sagt Hüther. Bei der SGR kehrt Tim Weis nach abgesessener Sperre in den Kader zurück. Auch Lars Einfalt und Nils Lippick sind wieder dabei.

Der TSC Zweibrücken (50 Punkte) will im Fernduell mit der SG Meisenheim-Desloch-Lauschied (49 Zähler) beim Saisonfinale Rang drei verteidigen. Und das scheint machbar. Dafür muss der TSC am Sonntag um 15 Uhr „nur“ sein Heimspiel gegen das abgestiegene Schlusslicht VfL Simmertal gewinnen. Meisenheim muss indes gegen den Tabellenzweiten Hauensteiner ran.

Am Sonntag werden beim TSC aber auch die Spieler verabschiedet, die in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Zu ihnen gehört Spielertrainer Dennis Hirt, den es in gleicher Funktion zum SC Stambach zieht. „Ich will natürlich in meinem letzten Spiel noch einmal einen Sieg feiern und mit der Mannschaft Rang drei sichern. Wir sollten aber Simmertal keinesfalls unterschätzen“, sagt Hirt. Trotz einer hartnäckigen Fersenverletzung in den letzten Wochen wird der 31-Jährige in seinem Abschiedsspiel von Beginn an auf dem Platz stehen. „Eine Stoßwellentherapie hat mir ungemein weitergeholfen. Vorher konnte ich zeitweise noch nicht einmal mehr richtig laufen“, erzählt Hirt. Er spielt seit 2018 für den TSC und hatte in der laufenden Saison nach drei Jahren als Spieler und einer nachfolgenden Funktion als Co-Trainer zusammen mit Özal Acar das Amt des gleichberechtigten Trainers angetreten. „Das sind alles ganz feine Kerle hier – sowohl sportlich als auch menschlich. Ich hätte beim TSC gerne als Trainer weitergemacht. Aber eine Tür geht zu, die andere geht auf. Es wird für mich noch einmal eine hochemotionale Sache werden. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagt Hirt.

Im Anschluss an das Spiel wird am Wattweiler Berg noch zusammen gefeiert. Daher passe es ganz gut, dass er in der kommenden Woche Urlaub habe, sagt Hirt mit einem Augenzwinkern.

Auch Trainer Özal Acar hofft auf einen Sieg zum Abschluss. Und der Gegner soll dem TSC die Abschlussparty keinesfalls verderben. „Die Simmertaler haben es bis zum Schluss gut gemacht und die Saison trotz der aussichtslosen Situation am Ende durchgezogen“, warnt Acar. Die TSC-Spieler, die den Verein verlassen, sollen am Sonntag gebührend verabschiedet werden. Ein kleines Hindernis: Mehrere der Akteure haben Karten für das DFB-Pokalfinale zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Bayer Leverkusen in Berlin. „Wir hoffen, dass es sie es alle rechtzeitig zurück nach Zweibrücken packen“, sagt Acar.

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