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Saarlandpokal-Viertelfinale zwischen dem FC Homburg und dem TuS Herrensohr

Fußball-Saarlandpokal : FCH-Fans müssen draußen bleiben

Drei der Viertelfinalspiele des Fußball-Saarlandpokals finden mit Zuschauern statt. Ausnahme ist die Partie des Regionalligisten FC Homburg in Herrensohr. Die FCH Fans würden auch bei einem möglichen Halbfinale oder Endspiel in die Röhre schauen. Michael Berndt ist nicht mehr FCH-Sportmanager.

Bitterere Nachricht für die Fans des FC Homburg. Während drei der vier Viertelfinalpartien des Saarlandpokals am Samstag mit einer eingeschränkten Zahl von Fußballanhängern stattfinden können, bleibt den FCH-Fans der Besuch der Partie um 15 Uhr beim Saarlandligisten TuS Herrensohr komplett verwehrt. Beim möglichen Halbfinale zwischen dem FC Homburg und dem 1. FC Saarbrücken am kommenden Dienstag, 18. August, ab 17.30 oder 18.30 Uhr (die genaue Anstoßzeit steht noch nicht fest) dürften ebenfalls keine Zuschauer ins Homburger Waldstadion kommen. Auch das Finale am Samstag, 22. August (15.45 Uhr) in Elversberg findet ohne Zuschauer statt.

Das ist für den FCH freilich noch Zukunftsmusik. Zunächst steht die Partie gegen Herrensohr an – auch wenn die Grün-Weißen als klarer Favorit in das Viertelfinale gehen. Doch FCH-Trainer Matthias Mink schlägt warnende Töne an. Es sei „problematisch, wenn jeder schon vom Halbfinale gegen den 1. FC Saarbrücken redet. Beide Teams müssen erst ihre Hausaufgaben machen“, sagt er. Und ergänzt: „Wir müssen und werden das Spiel gegen Herrensohr mit größter Konsequenz angehen.“ Gedanken, die Homburger könnten die Partie nur als weiteres Testspiel betrachten, erteilt er eine klare Absage: „Das ist ein Pokalspiel und keine Vorbereitungspartie“, betont der 53-jährige Fußballlehrer. Man werde mit der bestmöglichen Formation antreten und auch keinen Gang zurückschalten, wenn man in Führung geht.

In Sachen Neuzugänge für den noch schmalen Kader laufen die Vorbereitungen bei den Grün-Weißen derzeit weiter. Hoch im Kurs steht offenbar Innenverteidiger Ivan Sachanenko (ehemals 1. FC Saarbrücken und SC Freiburg II), der zuletzt als Testspieler mitwirkte. Auch der Spieler zeigt großes Interesse: „Ich würde gerne für den FC Homburg spielen“, sagt er. Vertragsverhandlungen mit Sachanenkos Berater gab es noch nicht. „Vielleicht aber am Wochenende“, verriet Mink am Mittwoch. „Ivan wohnt ja in der Nähe von Homburg, wird also auch nächste Woche wieder mit uns trainieren.“

Beim TuS Herrensohr, den der FC Homburg übrigens vor zwei Jahren im Saarlandpokal mit 7:1 bezwang, kann Mink auf alle Spieler seines Kaders zurückgreifen.

Laut der Corona-Richtlinien dürfen am Samstag nur 35 Personen in die Innenraumfläche. Dies bedeutet: Jeweils 15 Spieler pro Mannschaft, der Cheftrainer und das Schiedsrichtergespann. Derzeit steht man aber mit den Behörden in Verhandlungen, die zulässige Zahl von 35 auf 45 zu erhöhen. Denn im Falle von Verletzungen müsste sonst theoretisch der Trainer die Behandlung übernehmen. Nicht einmal die Auswechselbank dürfte bei den bisherigen Vorgaben komplett gefüllt werden.

Es scheint indes möglich, dass der eine oder andere Homburger Fan die Reise nach Herrensohr trotz geschlossener Stadiontore auf sich nehmen wird, um die Partie von außen durch einen Zaun zu verfolgen.

Im Falle eines möglichen Halbfinals gegen den 1. FC Saarbrücken wird aber auch das voraussichtlich nicht erlaubt sein. Nach Informationen vom Ordnungsamt, Polizeiortsbehörde und Sportamt würden die Zufahrtswege zum Waldstadion durch Ordnungsamt und Polizei gesperrt, sollte es zu diesem Halbfinale kommen. Damit will man Versammlungen und Auseinandersetzungen der Anhänger beider Mannschaften verhindern. Seitens des FC Homburg appelliert man bereits jetzt daran, nicht zum Waldstadion zu kommen, sondern die Partie – sofern sie stattfindet – online zu verfolgen. Der Saarländische Rundfunk überträgt die Halbfinalspiele live im Internet.

Michael Berndt bekleidet beim FC Homburg nicht mehr das Amt des Sportmanagers. Berndt und der FCH hätten sich auf die vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit verständigt, teilte der Verein gestern Abend in einer knappen Pressemitteilung mit. Die Gründe lägen in der „unterschiedlichen Auffassung über die strategische Ausrichtung des Vereins“.