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Saarlandliga: TV Niederwürzbach verliert Ostsaar-Derby, St. Ingbert

Handball-Saarlandliga : TVN kämpft bis zum Schluss, unterliegt aber dennoch

Handball-Saarlandliga: Im Ostsaar-Klassiker zog der TVN gegen den Erzrivalen SGH St. Ingbert den Kürzeren.

Ein heißes Handball-Duell haben sich der TV Niederwürzbach und die SGH St. Ingbert im Ostsaar-Klassiker geliefert. Der TVN zog allerdings mit 24:27 den Kürzeren und gerät nach der vierten Pleite in Serie allmählich in den Tabellenkeller.

Weit weg von dieser Region, allerdings auch nicht mehr alleine an der Spitze steht der TV Homburg nach dem 24:24 beim TV Merchweiler. Durch den Punktverlust musste das Team von Trainer Mirko Schwarz Platz eins an die HSV Merzig-Hilbringen abgeben. Deutlich unterlag der SV 64 Zweibrücken II am Samstag mit 19:27 bei der HSG TV Altenkessel/ATSV Saarbrücken.

TV Niederwürzbach - SGH St. Ingbert 24:27 (11:12) Der Klassiker unter den Derbys in der Handball-Saarlandliga hatte mit der sehr gut gefüllten Würzbachhalle ein passenden Rahmen. Aufseiten des TVN waren die Vorzeichen zu diesem Highlight allerdings alles andere als positiv. Zu den zahlreichen Verletzten im Kader gesellte sich beim Gastgeber der Ausfall von Youngster Nils Lauer. „Trotz aller Handicaps zeigte das Team aber, dass man immer mit ihm rechnen muss. Der Teamgeist ist auch in schwierigen Momenten top“, betonte Niederwürzbachs Handball-Abteilungsleiter Arno Gebhardt. Den Sieg mussten die bis zum Schluss kämpfenden Würzbacher aber den Rivalen überlassen.

Die erste Hälfte zeigte alles, was ein Derby ausmacht. Es wurde um jeden Ball mit hohem Einsatz gekämpft. Den besseren Start in der offenen Partie erwischte der Gastgeber, ging mit 3:1 in Führung. Nach dem 3:3 (6.) wechselte die Führung stets hin und her. Keiner Mannschaft gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Thomas Zellmer brachte zwar die SGH mit 8:6 (14.) nach vorne, aber der TVN glich zum 8:8 aus. Zur Pause lagen die Niederwürzbacher knapp mit 11:12 hinten. „Der enge Spielverlauf sorgte für eine hervorragende Derbystimmung in der Halle“, sagte Gebhardt.

Nach dem 13:13 zu Beginn des zweiten Abschnitts setzten sich die Gäste auf 18:14 (36.) doch etwas deutlicher ab. Doch der TVN kämpfte sich wieder heran und glich durch Yannick Leffer zum 20:20 (43.) aus. Diese Energieleistung hatte das Team viel Kraft gekostet. In der Abwehr offenbarten sich wieder Lücken und im Angriff lief es nicht mehr so erfolgreich. Die St. Ingberter nutzten ihre körperliche Überlegenheit und sicherten den 27:24-Derbysieg. Nach vier Niederlagen in Folge rutschen die Niederwürzbacher gefährlich nah an di Abstiegsplätze heran. „Aber das Team hat sich trotz aller Personalprobleme stark präsentiert. Die Hoffnung besteht nun darin, dass zum nächsten Heimspiel am 2. November gegen die HF Illtal II wieder einige der Spieler in den Kader zurückkehren“, sagt Arno Gebhardt.

TV Merchweiler - TV Homburg 24:24 (11:11) Homburgs Trainer Mirko Schwarz war nicht zufrieden: „Zum einen vergaben wir zu viele gute Möglichkeiten, zum anderen haben wir auch in der zweiten Halbzeit zu undiszipliniert gespielt.“ Nicht weniger als sieben Zeitstrafen – größten Teils wegen Meckerns – kassierten die Homburger in der zweiten Hälfte. David Szilagyi, dem mit nur drei Treffern am Sonntagabend nicht viel gelang, sah in der 46. Minute nach der dritten Zeitstrafe sogar Rot.

Nach dem 3:3 lief es für den TV Homburg bis zur elften Minute zunächst wunschgemäß. Mit 10:7 lag der TVH, der neben den Langzeitverletzten Lucas Majbik und Roman Kolepp auch auf Edvinas Vorobjovas (Rücken) verzichten musste, in Führung. Doch der TV Merchweiler meldete sich beim 10:10 wieder zurück. Zum Seitenwechsel stand es 11:11. Im zweiten Durchgang wechselte die Führung bis zum 18:18 (46.) ständig hin und her. Durch zwei Tore von Lukas Glück führte der TVH mit 21:19 (48.) und auch 2:40 Minuten vor dem Ende sahen die Gäste beim Stand von 24:22 wie der Sieger aus. „Mein Kompliment, dass wir immer wieder die Zeitstrafen ausgleichen konnten und zurück ins Spiel kamen“, sagte Schwarz. Letzten Endes fehlte seinem Team, aber die Cleverness. Die Homburger vergaben zwei Angriffe in den beiden Schlussminuten, während Merchweiler durch zwei Treffer von Philipp Meiser zum 24:24 noch einen Punkt rettete.

HSG ATSV Saarbrücken/TV Altenkessel - SV 64 Zweibrücken II 27:19 (14:8) In der Rastbachtalhalle hatten die Zweibrücker keine Chance. Nur die ersten zehn Minuten (4:3) verliefen offen. Dann setzte sich die Saarbrücker Spielgemeinschaft nach und nach über 8:4, 12:8 bis zum Seitenwechsel mit 14:8 immer weiter ab. Der SV 64 Zweibrücken II verlor auch in der zweiten Halbzeit immer mehr den Faden. Sowohl in der Abwehr als, auch im Angriff. 13 Minuten vor Schluss führte die HSG mit 23:15 schon uneinholbar. Diesen klaren Vorsprung hielt der Gastgeber bis zum Abpfiff. Mit 19:27 kassierte die zweite Mannschaft des SV 64 Zweibrücken eine auch in der Höhe verdiente Niederlage.