Raus aus der Abstiegszone

Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken bezwingen die HSG Hunsrück zuhause mit 31:26 souverän

Die Hoffnung ist zurück. Nachdem die Handballfrauen des SV 64 Zweibrücken in den vergangenen Wochen nicht unbedingt vom Glück verfolgt waren, haben sie das enorm wichtige Heimspiel gegen die HSG Hunsrück deutlich mit 31:26 (16:12) gewonnen. Und da auch die Konkurrenz einmal für die SV-Frauen gespielt hat, ist es der Mannschaft von Trainer Rüdiger Lydorf gelungen, die Abstiegsränge der RPS-Oberliga zu verlassen.

Der Spielverlauf selbst belegte, dass die Zweibrückerinnen den Ernst ihrer Lage erkannt hatten. Nach kurzer Anfangsnervosität und einem 1:3-Rückstand (4.) bekam der SV das Spiel zusehends in den Griff. Ina Sohns per Siebenmeter sowie Levke Worm trafen zum 3:3, dem die Gastgeberinnen noch drei weitere Treffer zum zunächst beruhigenden 6:3 folgen ließen (12.). Die Grundlage für diesen insgesamt sehr positiven Start legten die Gastgeberinnen mit einer starken und aggressiven 3:2:1-Formation hin, hinter der auch Jana Specht im SV-Tor eine gute Leistung ablieferte. Vor der Pause war die Lydorf-Truppe dann abgeklärt genug, um die Führung gegen die schnelle und bewegliche Hunsrücker Mannschaft zu behaupten, sodass beim Stande von 16:12 die Seiten gewechselt wurden.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die SV-Frauen, die nach der unglücklichen 21:22-Niederlage bei VTV Mundenheim am vergangenen Wochenende sogar auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht waren, durchaus spielbestimmend. Zwei Zeitstrafen, zunächst gegen Katharina Koch und kurz darauf gegen Carla Wiegand, sorgten dann aber erneut für eine gewisse Zweibrücker Verunsicherung. Was auch daran lag, dass die Gäste zunächst auf 19:20 verkürzten und in Überzahl durch Meike Frank sogar ausglichen.

Wer jetzt allerdings befürchtete, dass die SV-Frauen - wie in den vergangenen Wochen so häufig - einbrechen würden, der sah sich getäuscht. Vielmehr kämpften sich die Gastgeberinnen ins Spiel zurück. Anne Wild sorgte auf der Spielmacherposition für gehörigen Druck. Sie hatte im zweiten Durchgang als vierfache Torschützin großen Anteil daran, dass ihre Mannschaft die Oberhand behielt. "Wichtig war, dass wir hier tatsächlich nicht wieder in Rückstand geraten sind", sah auch Rüdiger Lydorf hier die entscheidende Phase des Spiels. Nachdem die Gäste in der 46. Spielminute beim 22:22 letztmalig ausgeglichen hatten, gelang es den SV-Frauen jetzt nochmals, entscheidend wegzuziehen. Der Zwischenspurt zum 27:23 (52.) sorgte zumindest beim Zweibrücker Trainerteam auf der Auswechselbank wieder für etwas entspanntere Gesichtszüge. Am Ende gelang den Zweibrückerinnen mit dem 31:26 doch ein recht souveräner Sieg.

"Heute haben wir uns endlich einmal selbst für unsere Leistung belohnt", war Rüdiger Lydorf nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Nachdem in den letzten Wochen auch immer wieder zahlreiche Siebenmeterchancen ungenutzt geblieben waren, zeigte Ina Sohns hier am Wochenende keine Nerven, verwandelte alle sieben Strafwürfe sicher und war schließlich mit acht Treffern auch erfolgreichste Zweibrücker Torschützin.

Weiter geht es für die SV64-Handballerinnen nun am kommenden Samstag mit dem Derby in Marpingen. Derzeit haben die Marpinger Frauen gerade einmal zwei Punkte mehr als die SVlerinnen, sind also ebenfalls alles andere als gesichert. Das noch wichtigere Spiel aus Zweibrücker Sicht steigt dann aber am Sonntag, 12. Februar, wenn mit dem TV Moselweiß der momentan auf dem vorletzten Tabellenplatz liegende direkte Kontrahent im Kampf gegen den Abstieg in der Ignaz-Roth-Halle auflaufen wird.