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Quantität und Qualität gestiegen

Quantität und Qualität gestiegen

Der frühe Start in die Vorbereitung macht sich beim TSC Zweibrücken bezahlt: In den bisherigen Testspielen hat der Landesligist überzeugt. Besonders die Offensive um Neuzugang Dennis Gerlinger bereitet Trainer Sanel Nuhic Freude.

Die Fußball-Landesliga West startet am letzten Juli-Wochenende in die neue Saison - dementsprechend hart arbeiten die Vereine daran, rechtzeitig zum Auftakt in Topform zu sein. Der TSC Zweibrücken scheint bereits gut drauf: Nach dem klaren 7:2 gegen den SC Blieskastel-Lautzkirchen, abgelaufene Runde immerhin Vizemeister der Landesliga Ost im Saarland, musste sich das Team von Trainer Sanel Nuhic am Sonntagnachmittag Eintracht Trier nur knapp mit 3:4 geschlagen geben (wir berichteten kurz). Gerade im ersten Durchgang stellten die Zweibrücker den Regionalligisten vor Probleme.

Der TSC begann beim Einweihungsspiel des neuen Rasenplatzes im "Edeka Ernst Park" spritziger und ging schnell durch Rene Müller mit 2:0 in Führung (18./25.). "In der Anfangsphase haben wir dilettantisch verteidigt", haderte SVE-Trainer Peter Rubeck, der bis 2014 noch in Zweibrücken beim SVN an der Seitenlinie stand. "Dazu hat der Gegner ein gutes Spiel gemacht. Wir bekamen mehr zu tun als erwartet." Erst kurz vor der Pause verkürzte Ex-SVN-Angreifer Patrick Lienhard auf 1:2. "Wir wollten uns gegen Trier teuer verkaufen. Es freut mich besonders, dass wir uns das Ergebnis nicht nur ermauert haben, sondern den Zuschauern ansehnlichen Fußball geboten haben", entdeckte Nuhic gute Ansätze. Den Ausgleich durch Muhamed Alawie (49.) konterte Neuzugang Dennis Gerlinger (58.), der im Sommer nach anhaltenden Schambeinproblemen aus Trier zurück in die Heimat gewechselt war. "Mit Dennis und den anderen Neuzugängen sind wir jetzt nicht nur breiter aufgestellt, sondern haben auch an Qualität zugelegt", erwartet der 39-Jährige, der mit den Zweibrückern seine sechste Saison in Angriff nimmt, einen noch intensiveren Kampf um die Stammplätze. Gegen Trier wechselte Nuhic im zweiten Durchgang munter durch, schenkte allen Spielern Einsatzzeit. Dadurch ging in der Schlussphase die taktische Ordnung etwas verloren. Den 3:4-Endstand stellten schließlich Alawie (63.) und Dominik Kinscher (75.) her. "Für die Zuschauer war das ein schönes Spiel, für mich als Trainer nicht", mahnte Rubeck. Er könne die Leistung seiner Elf allerdings einordnen.

"Unser jetziger Stand ist überraschend gut. Wir sind einen Schritt weiter als im Vorjahr", merkte dagegen ein zufriedener Nuhic nach dem Test gegen Trier an. Ein Grund: der frühere Trainingsauftakt. Bereits seit Mitte Juni bereitet der TSC sich auf seine zweite Spielzeit in der Landesliga vor. Eine Zitterpartie wie in der vergangenen Saison soll sich am Wattweiler Berg nicht wiederholen. Da stand der TSC lange auf einem Abstiegsplatz, hatte aus den ersten acht Spielen gerade einmal zwei Punkte geholt. Erst am drittletzten Spieltag gelang die Rettung. Seiner unerfahrenen Mannschaft habe da noch zu oft "die nötige Cleverness gefehlt", meint Nuhic rückblickend. "Bis auf das Spiel in Rüssingen (1:5; Anm. d. Red.) haben wir in fast jeder Partie sehr gut mitgespielt, aber zu wenig aus unseren Torchancen gemacht. Aber dieses Jahr war auch sehr lehrreich. Gerade unsere jungen Spieler werden davon profitieren."

Dennoch warnt Nuhic vor zu hohen Erwartungen. Ein Selbstläufer werde das zweite Jahr nicht. "In erster Linie geht es darum, wieder die Klasse zu halten. Wenn wir am Ende weiter oben landen würden, wären wir aber bestimmt auch nicht traurig."

Am kommenden Montag, 11. Juli, testet der TSC um 19 Uhr beim SV Battweiler. Zwei Tage später geht es für das Team von Trainer Sanel Nuhic bei der Zweibrücker Stadtmeisterschaft gegen den TuS Wattweiler. Anstoß auf dem Gelände der TSG Mittelbach-Hengstbach ist um 19 Uhr. Weitere Testspiele: Samstag, 16. Juli, um 15 Uhr gegen den FC Knopp; Samstag, 23. Juli, 15 Uhr, beim SV Ixheim.

Zum Thema:

Auf einen Blick Zugänge: Dennis Gerlinger (Eintracht Trier ), Marco Gerlinger (FK Pirmasens II), Sebastian Schmitt (MTV Pirmasens), Cüneyt Eren (SV Gonsenheim), Eric Lira Muntowski (SVN Zweibrücken ), Janik Gerlinger, Patrick Buchheit (eigene Jugend). Abgänge: Denis Sikora (SV Herschberg), Tim Tropper (Palatia Contwig). maw