Playoffs zum Greifen nah

Es geht in die heiße Phase im Kampf um die letzten Playoff-Tickets der Eishockey-Regionalliga Südwest. Beste Karten hat der EHC Zweibrücken, dem am Wochenende allerdings ein schwerer Doppelspieltag bevorsteht.

Gleich zwei Möglichkeiten bieten sich dem EHC Zweibrücken an diesem Wochenende, den Einzug in die Playoffs klar zu machen. Heute Abend, 20 Uhr, treten die Hornets beim Tabellensechsten Stuttgart Rebels an, am Sonntag, 19 Uhr, ist der Schwenninger ERC in der Zweibrücker Ice-Arena zu Gast. Mit einem Punkt hätte das Team von Trainer Martin Deßloch das Ticket für die Aufstiegsrunde in der Tasche.

Auf Unentschieden werde man aber definitiv nicht spielen, betont der 40-Jährige. "Wir fahren nicht nach Stuttgart, um uns ins Penaltyschießen zu mogeln, um den einen Punkt mitzunehmen. Wir wollen das Spiel gewinnen." Zugleich warnt er aber auch vor den Gastgebern, für die der Playoff-Zug nach einer durchwachsenen Runde bereits abgefahren ist und jetzt völlig frei ausspielen können. "Für Stuttgart geht es um nichts mehr, der Druck liegt bei uns." Dabei geht Deßlochs Blick in der Tabelle sowohl nach vorne als auch nach hinten. Den momentanen dritten Platz möchten die Hornets unbedingt verteidigen. Die Chancen dafür stehen gut: Verfolger Bietigheim Steelers 1b hat aktuell drei Zähler Rückstand und schon ein Spiel mehr absolviert. Zudem müssen die Steelers am Wochenende gegen Spitzenreiter Eisbären Heilbronn ran. Denen würde Deßloch in der ersten Runde der Playoffs gerne aus dem Weg gehen. "Mein Wunschgegner ist Schwenningen. Die haben eine Spielweise, die uns eher entgegenkommt", sagt der Hornets-Coach. Heilbronn dagegen verfüge über gestandene Profis, die ein "Ergebnis halten können, wenn es eng wird". Bessere Karten räumt Deßloch seiner Mannschaft gegen das junge Schwenninger Team ein. "Die spielen schnell und dynamisch nach vorne, das liegt uns."

Die Generalprobe gegen Schwenningen steht bereits am Sonntagabend an. Mit einem Sieg gegen das einen Platz besser postierte Team von Trainer Kevin Apelt würde auch der Kampf um Platz zwei noch einmal spannend werden. Auf diesem würde Deßloch die Hauptrunde gerne beenden, um in einem entscheidenden dritten Playoff-Spiel Heimrecht zu haben. Dafür sind drei Punkte im direkten Duell Pflicht.

Abseits des Eises hat der EHC Zweibrücken unter der Woche Nägel mit Köpfen gemacht und vorzeitig mit fünf Spielern verlängert. Neben den beiden Verteidigern Frederic Hellmann und Tim Essig haben auch Topscorer Marc Lingenfelser, Maximilian Dörr und Benedikt Peters für die nächste Spielzeit unterschrieben. Mit Kontingentspieler Ryan McDonald habe es ebenfalls "gute Gespräche gegeben", bestätigt der sportliche Leiter des EHCZ, Hansgeorg Hähn. "Dass alle vorzeitig verlängert haben, zeigt, dass sie sich in Zweibrücken wohlfühlen. Für uns ist das ein absolut positives Zeichen", freut sich Deßloch, frühzeitig Planungssicherheit über die Saison hinaus zu haben.