1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Pferdesport: Wosnitza neuer Präsident des Pfälzischen Rennvereins Zweibrücken

Pferdesport : Generationswechsel beim Zweibrücker Rennverein

Oberbürgermeister Marold Wosnitza ist neuer Präsident. Hans Otto Streuber, Walter Dury und Heinrich Schmahl gaben ihre Ämter auf.

Eine neue Ära ist beim Pfälzischen Rennverein Zweibrücken eingeläutet worden. Am Dienstagabend wählte die Mitgliederversammlung des Vereins den Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza in das Amt des Präsidenten. Der SPD-Politiker folgt auf Hans Otto Streuber, der von 1993 bis 1999 und von 2004 bis 2019 das Amt innehatte. Wosnitza knüpft damit an die Tradition an, dass der Oberbürgermeister auch dem Rennverein vorsteht.

Neben Hans-Otto Streuber gaben auch Vizepräsident Walter Dury sowie Geschäftsführer und Schatzmeister Heinrich Schmahl ihre Ämter auf. „Zusammen sind wir 228 Jahre alt“, sagte er ehemalige Oberbürgermeister, „das reicht dann“. Hans-Otto Streuber wurde von der Mitgliederversammlung im Sportheim des SVN Zweibrücken einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt, Walter Dury ist künftig Ehrenmitglied des Vereins. Heinrich Schmahl war bereits 2017 zum Ehrenmitglied ernannt worden.

Nachdem die Mitgliederversammlung über eine Satzungsänderung den Weg für die Wahl zweier Vize-Präsidenten und die Erweiterung des Vorstandes frei gemacht hatte, wurden Peter Kuntz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südwestpfalz, und Klaus Wilhelm, Präsident des Verbandes südwestdeutscher Rennvereine, als neue Vize-Präsidenten gewählt. Peter Kuntz ist künftig für die Finanzen zuständig, Klaus Wilhelm für den sportlichen Bereich. Als Geschäftsführer fungieren künftig Klaus Forster und Heike Schreiner, die als Beisitzer gewählt wurden. Neuer Schatzmeister ist Bernd Schmahl. Den Vorstand komplettieren Günter Schwab als Vorsitzender des Technischen Ausschusses sowie Andreas Danner, Thomas Gries und Erwin Peifer. Kassenprüfer sind Gerd Penner und Heinrich Schmahl. Der Vorstand ist für die Dauer von drei Jahren gewählt.

„Ich war überrascht, als man mich gefragt hat, obwohl ich nicht über Pferdesachverstand verfüge“, bemerkte Marold Wosnitza. Nach 15-jähriger Pause führt jetzt wieder ein Oberbürgermeister der Stadt den Rennverein. Der letzte OB im Präsidentenrang war Jürgen Lambert (1999 bis 2004). Hans-Otto Streuber dankte seinen Mitstreitern Walter Dury und Heinrich Schmahl. „15 Jahre im Triumvirat, das ist schon eine Ära“, sagte er und erinnerte daran, wie sich der Rennverein seit den 1990er Jahren entwickelt hat. Er nannte den Bau des Waagegebäudes und der Bewirtungshalle, die Wiedereinführung eines zweiten Renntages, die für den Wettbetrieb erforderlichen Veränderungen und die Erneuerung des Führrings als erfolgreiche Projekte. Trotz einiger Rückschläge habe es der Verein geschafft, sich ein finanzielles Polster aufzubauen. „Andere Rennvereine wären froh, in dieser Situation zu sein“, bemerkte der Ehrenpräsident. Dies sei auch ein Verdienst von Geschäftsführer und Schatzmeister Heinrich Schmahl gewesen. „Es ist Zeit für einen Wechsel“, betonte Hans-Otto Streuber und verwies auf die „Veränderung in der gesamten Rennsportszene“. Er ergänzte: „Das müssen jetzt die machen, die in dieser neuen Welt aufgewachsen sind.“ 2018 sei der Verein mit einem blauen Auge davongekommen. Trotz kleiner Starterfelder sei der Frühjahrsrenntag ein Erfolg gewesen. Der Sommerrenntag am Finaltag der Fußball-WM habe nicht die Besucher- und Umsatzhoffnungen erfüllt. Erfreulich sei, dass der Verein neue Sponsoren gewonnen habe, obwohl es immer schwieriger werde, Geldgeber für die Rennen zu gewinnen, erklärte Hans-Otto Streuber. Sehr zur Freude von Schatzmeister Heinrich Schmahl schloss der Verein das Jahr 2018 zwar mit einem kleinen Überschuss ab, doch das liege nur daran, dass bereits Sponsorengelder für das Jahr 2019 verbucht werden konnten.

Zwei Rennen hat der Verein auch in diesem Jahr auf der Zweibrücker Rennwiese geplant: Der Frühjahrsrenntag findet am Sonntag, 14. April statt, der Sommerrenntag wird bereits am 26. Mai gestartet.