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Ohne Druck das Spiel noch gedreht

Ohne Druck das Spiel noch gedreht

Gleich im ersten Jahr nach dem Aufstieg haben sich die A-Junioren-Handballer des SV 64 Zweibrücken den Verbleib in der Jugend-Bundesliga gesichert. Kurz vor Schluss verwandelten die Jungs von Tony Hennersdorf einen Fünf-Tore-Rückstand in Schwetzingen nach beherztem Kampf noch in einen Sieg.

Spontan ist am Samstagabend beim SV 64 Zweibrücken gefeiert worden. Die A-Junioren haben frühzeitig den Klassenverbleib gesichert, so kann der Verein auch für die kommende Saison für die Jugend-Handball-Bundesliga planen. Ohne die beiden Jugendnationalspieler Jerome Müller und Björn Zintel sowie Torwart Yannic Klöckner sicherte das Team von Trainer Tony Hennersdorf die nötigen Punkte im Auswärtsspiel bei der HG Oftersheim /Schwetzingen . Nach großem Kampf siegten die SV-Jungs knapp mit 24:23 (12:12). Am vorletzten Spieltag belegen die Zweibrücker damit Rang fünf, sind von den dahinter liegenden Teams TSG Friesenheim, HG Saarlouis und Oftersheim /Schwetzingen nicht mehr einzuholen. Somit haben die 64er ihr zweites großes Saisonziel neben dem Klassenverbleib der Männer in der 3. Liga unter Dach und Fach.

Völlig ohne Druck konnte die Mannschaft von Hennersdorf in Schwetzingen antreten. Für die drei verletzten Stammspieler übernahmen auch fünf B-Jugendliche Verantwortung. Allen voran Tom Grieser, der mit zehn Toren erfolgreichster SV-Torschütze war. Allerdings konnten sich die 64er auch auf einen in Topform spielenden Benedikt Berz im SV-Tor verlassen, der mit seinen Paraden ein starker Rückhalt war. "In der ersten Hälfte war die Begegnung sehr ausgeglichen", stellte Hennersdorf heraus. Die HG Oftersheim-Schwetzingen versuchte, mit ihrer körperlich überlegenen 6:0-Abwehr die SV-Angriffe abzuwehren. "Trotzdem konnte sich meine Mannschaft - trotz ständig wechselnden Führungen - immer wieder Chancen erspielen, die wir allerdings einige Male nicht zu nutzen wussten."

Beim 12:12 wurden die Seiten gewechselt, wobei der Zweibrücker Robin Egelhof mit dem Halbzeitpfiff einen Freiwurf direkt zum Ausgleich verwandelte. Dass Mannschaftskapitän Nils Wöschler nach einigen Wochen verletzungsbedingten Aussetzens wieder mitwirken konnte, gab der Mannschaft die erhoffte Sicherheit. Allerdings konnte auch er den schwachen Start der 64er in die zweite Hälfte nicht verhindern. "Den haben wir komplett verschlafen und nach 40 Minuten mit 13:18 schon klar hinten gelegen", sagte Hennersdorf zum völlig verkorksten Beginn der zweiten 30 Minuten. Die spielentscheidende Phase begann Mitte der zweiten Hälfte. Die Junglöwen kämpften sich in die Partie zurück, hatten fünf Minuten vor Schluss beim 21:22 den Anschluss wieder hergestellt. Mit einer wahren Energieleistung bogen die 64er die spannende Partie noch um. Wöschler schloss den letzten Angriff der Zweibrücker erfolgreich ab und belohnte damit sich und seine Mannschaftskameraden mit einem knappen 23:24-Auswärtssieg. "Überragender Spieler bei uns war Tom Grieser mit zehn Buden", lobte Hennersdorf den B-Jugendlichen. "Erwähnenswert sind aber sicher auch die ersten Tore von Tim Schaller, der Mitte der zweiten Hälfte reinkam und zwei Treffer erzielte. Gespielt hat er dabei wie ein Großer", lobte Hennersdorf.

Zum Thema:

Auf einen Blick: SV 64: Berz und Lehr im Tor - Grieser 10/4, Wöschler 5/1, Egelhof 4, Schaller 2, Bach 2, Bayer 1, Dobrani, Wack, Sauer, Haupenthal, Tobias Alt, Kian Schwarzer. cg