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Oberliga-Absteiger VTZ-Saarpfalz will Erfolg im letzten Saisonspiel

VTZ Saarpfalz : Ein (vorerst) letztes Mal Drittligaluft für die VTZ

3. Liga-Handball: Die bereits abgestiegene VTZ Saarpfalz will sich am Samstag beim VfL Pfullingen mit einem Erfolg aus der Spielklasse verabschieden.

Die Handballer der VTZ Saarpfalz reisen am letzten Spieltag der Saison nach Pfullingen, wo sie ein – vorerst – letztes Mal in der 3. Liga Süd auflaufen werden. Am Samstag um 19 Uhr will sich die VTZ mit einem Erfolgserlebnis aus der Klasse verabschieden.

Vor der Saison, die die Mannschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz abschließen wird, war man sich der Schwere der Mission bei den Zweibrückern bewusst. Mit einem der kleinsten Etats der Liga war klar, dass für den angestrebten Klassenerhalt eine perfekte Saison nötig sein wird.

Und der Start in die Runde verlief durchaus vielversprechend. Die VTZ trotzte den deutlich höher eingeschätzten Mannschaften aus Pforzheim, Haßloch und Oppenweiler Unentschieden ab und ließ sich auch von der einen oder anderen bösen Klatsche nicht entmutigen. Gegen das Spitzenteam von der TBS Heilbronn-Horkheim verließen die Saarpfälzer sogar als Sieger das Feld.

Was zu oft fehlte, war die Kaltschnäuzigkeit. Bestes Beispiel: In der Hinrunde gegen die HG Saarlouis lag die VTZ fast 60 Minuten in Führung – verlor die Partie aber praktisch mit dem Schlusspfiff.

Trainer Danijel Grgic ließ zuletzt durchblicken, dass seine Mannschaft es zu oft nicht geschafft habe, sich genug gegen den Abstieg zu stemmen. Und tatsächlich blieben gerade im Saisonendspurt die Punkte aus. Die VTZ wartet seit nunmehr neun Spielen auf einen Sieg. Und dennoch: Grgics Analyse dürfte angesichts der schweren Ausgangslage auch der Enttäuschung geschuldet sein, das Unmögliche nich möglich gemacht zu haben.

Umso erfreulicher ist es aber, dass beim letzten Heimspiel, das zwar ebenfalls verloren ging, ein schöner Abschluss vor dem eigenen Publikum zelebriert werden konnte. Verdiente Spieler, allen voran Kapitän und Urgestein Philip Wiese, wurden emotional verabschiedet. Genauso wie Kreisläufer Wladislaw Kurotschkin, den es in Richtung Heimatverein HG Saarlouis zieht. Kurotschkin entwickelte sich zu einem der besten saarländischen Kreisläufer und prägte die letzten drei Jahre der VTZ. Gemeinsam mit seinem Kapitän Wiese bildete er den Mittelblock in der Abwehr, dem Prunkstück der letzten Jahre im Zweibrücker Spiel. Auch im Angriff machte er große Fortschritte, die wohl in der Art nur die Wenigsten erwartet haben. Auf die Frage, was ihm als erstes einfällt, wenn er an die letzten drei Jahre bei den Zweibrückern zurückdenkt, antwortet Kurotschkin nur knapp „die Gemeinschaft und tiefe Freundschaften“.

Den überraschenden Pokalsieg sowie die Meisterschaft in der Oberliga-RPS bezeichnet er als schönsten Momente im VTZ-Trikot. „Das waren zwei richtig geile Momente, wo wir als Mannschaft noch enger zusammengewachsen sind.“

Am Samstag beim VfL Pfullingen wollen die Zweibrücker nochmals liefern und eine gute Leistung zeigen. Im Hinspiel dominierten die Pfullinger die Partie und gewannen am Ende hochverdient mit 38:32. Wollen die Rosenstädter nicht erneut den Kürzeren ziehen, muss es ihnen gelingen den zweitbesten Angriff der Liga in den Griff zu kriegen. Lediglich der Tabellenzweite, die Reserve der Rhein-Neckar Löwen, kann im Saisonverlauf mehr erzielte Tore aufweisen als der VfL.