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Noch lange nicht auf der sicheren Seite

Noch lange nicht auf der sicheren Seite

Nach zuletzt zwei Siegen muss der abstiegsbedrohte Fußball-Regionalligist FC Homburg auch in Ulm dringend punkten.

Mit dem 1:0-Heimsieg über den KSV Hessen Kassel, dem ersten Erfolg des FC Homburg in diesem Jahr in der Regionalliga Südwest, und dem 3:0-Pflichtsieg im Saarlandpokal-Viertelfinale am Mittwoch beim Saarlandligisten SC Friedrichsthal ist bei den Grün-Weißen erst einmal etwas Ruhe eingekehrt. Vor dem Samstagsspiel um 14 Uhr im Donaustadion beim Aufsteiger SSV Ulm warnt FCH-Trainer Jens Kiefer aber: Man habe erst 33 Zähler auf dem Konto und seine Mannschaft sei in Sachen Klassenverbleib noch lange nicht auf der sicheren Seite. "Wir müssen weiter von Spiel zu Spiel schauen und versuchen, möglichst überall zu punkten."

Auf eine Zählerzahl, die der FC Homburg bis zum Saisonende braucht, um die Liga zu halten, wollte sich der 42-jährige Fußballlehrer nicht festlegen. "So eine Prognose und Vorgabe kann man schlecht machen", meinte Kiefer. Mit Sicherheit, so der FCH-Coach, haben die jüngsten Erfolge gegen Kassel und auch in Friedrichsthal seinem Team Auftrieb gegeben. "Der Sieg gegen Kassel war am Ende schon etwas glücklich", gab der Trainer zu und dachte dabei an den vergebenen Handelfmeter der Hessen zurück. "Aber irgendwo haben wir uns dieses Glück auch verdient, weil wir in den vorangehenden Spielen in den entscheidenden Szenen unglücklich aussahen und dann diese Partien verloren haben." In der derzeitigen schwierigen Situation brauche man auch bisweilen Glück, um solche Spiele gewinnen zu können.

Für Jens Kiefer ist vor dem heutigen Spiel beim starken Aufsteiger klar: "Wenn wir als Tabellenelfter beim Ligasechsten antreten, ist Ulm, zumal im eigenen Donaustadion, der Favorit. Aber wir fahren dort hin, um möglichst drei Punkte zu holen." Von der bisher starken Saison des Aufsteigers zeigt sich Kiefer sehr angetan. "Mit Thomas Rathgeber und David Braig haben sie äußerst starke Stürmer", sagt Kiefer, der zudem auch von der starken Innenverteidiger des SSV Ulm beeindruckt ist. Mit welcher Vierer-Abwehrkette Kiefer seine Elf gegen Rathgeber (bisher elf Saisontore) und David Braig (neun Tore) antreten lässt, ist offen. Bester Torschütze beim FC Homburg ist übrigens Timo Cecen mit sieben Toren.

Wie schwer die Aufgabe für den FCH wird, zeigt auch die Heimbilanz des SSV Ulm mit acht Heimsiegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen. Zuletzt hat Ulm mit 2:0 gegen den Tabellenzweiten SV Elversberg im Donaustadion gewonnen.

Selbstvertrauen habe die Mannschaft mit den beiden jüngsten Erfolgen schon getankt, erklärt FCH-Mittelfeldspieler Björn Kluft, der Winterneuzugang der Grün-Weißen vom FC Erzgebirge Aue. Nach einer Knieverletzung sei er inzwischen so richtig fit und hofft, "dass wir unser Ding durchziehen, um gegen Ulm erfolgreich zu sein."

Nicht nur das anstehende Punktspiel, sondern auch das für den 5. April (Anstoß 18 Uhr) terminierte Halbfinalpokalspiel in Völklingen beim Saarrivalen 1. FC Saarbrücken stand im Blickpunkt bei der Spieltags-Pressekonferenz des FCH. Kluft: "Das ist schon ein interessantes Spiel mit Derbycharakter." Trainer Kiefer sagte: "Wir müssen die Auslosung halt so hinnehmen. Ich hätte natürlich lieber in Homburg gegen den FCS gespielt." Erst einmal gelte es aber, die davor anstehenden Punktspiele in Ulm und am nächsten Freitag im Waldstadion gegen den TuS Koblenz möglichst punktreich zu überstehen. Dann erst könne man an dieses Halbfinal-Saarlandpokalspiel denken.