Noch hakt es beim Umbruch

Zweibrücken. Wenn am 24. September die Volleyballer des SV Blieskastel-Zweibrücken in die neue Verbandsligarunde starten, sitzt mit Alexander Hoffmann ein neuer Mann auf der Trainerbank. Der 28-jährige Sportstudent hat das Spielertraineramt von Harald Wolter übernommen. Im Gespräch mit Merkur -Redakteurin Svenja Hofer erzählt der Außenspieler von den Herausforderungen in der Vorbereitung und den Zielen für die neue Runde.

Herr Hoffmann, Sie haben zur neuen Saison das Spielertrainer-Amt beim SVK übernommen. Haben Sie in Ihre neue Rolle bereits reingefunden?

Alexander Hoffmann: Noch ist es schwierig. Man beginnt eigentlich bei Null. Ein Vorteil in der Vorbereitung war, dass Hubert Wolf, Vater unseres Spielers Niklas Wolf, angeboten hatte, in den Ferien, in denen die Hallen geschlossen waren, in der Allee Konditionstraining mit der Mannschaft zu machen. Das war gut, da ich selbst aufgrund meines Kreuzbandrisses noch nicht dabei sein konnte beim Konditionstraining.

Wie kam es eigentlich dazu, dass Sie die Trainerposition nach dem Weggang von Harald Wolter übernommen haben? Hatten Sie die Idee, auch einmal Trainer zu werden, schon länger?

Hoffmann: Das war eher spontan. Wir haben mit der Mannschaft überlegt, neuen Schwung reinbringen zu wollen. Da erschien uns ein Trainerwechsel sinnvoll. Es stellte sich die Frage, ob wir den Posten extern oder intern besetzen sollen. Wir haben uns dazu entschlossen, es intern zu probieren. Bei mir war der Vorteil, dass ich gerade die Abschlussarbeit meines Sportstudiums am Schreiben bin. Ich habe also die Möglichkeit, immer im Training zu sein. Bei der Traineraufgabe habe ich aber auch Unterstützung. Niklas etwa hilft als Physio beim Dehnprogramm und der Kräftigung. Wir versuchen, das gemeinsam zu machen.

Wie ist die Vorbereitung bislang verlaufen?

Hoffmann: Es läuft noch nicht rund. Wir haben das Problem, dass mit den Abgängen von Harald Wolter und Mathias Weber auch unser bisheriger Zuspieler nicht mehr da ist. Daher sind wir jetzt stark daran am arbeiten, einen anderen Spieler zum Steller umzufunktionieren. Deshalb gestaltet sich die Vorbereitung noch schwierig. Bislang haben wir erst an einem Turnier teilgenommen, weil es sonst auch schwierig ist, genügend Leute zusammenzubekommen. Bei dem Test ist es eigentlich ganz gut gelaufen, das Turnier war aber vom Niveau her nicht so stark.

Ist schon klar, wie groß Ihr Kader sein wird?

Hoffmann: Noch sind nicht alle im Training, noch habe ich nicht von allen eine Rückmeldung. Das Problem an dem guten Wetter ist, das viele da lieber noch zum Beachen gehen, als in der Halle zu schwitzen. Das wäre bei mir auch so (lacht). Aber ich habe eine Liste gemacht, wer da wäre und wir haben auch zwei Mannschaften mit ausreichend Namen gemeldet. Bis zum ersten Saisonspiel besteht immer noch die Möglichkeit, weitere Spieler nachzumelden. Ich muss abwarten, wie viele noch dazukommen.

Sie selbst fallen mit einem Kreuzbandriss noch aus. Wann wollen Sie wieder auflaufen?

Hoffmann: Ich habe die Hoffnung, dass ich in dieser Runde selbst noch einmal spielen kann, aber ich muss sehen, wie es klappt.

Wie sieht es beim SVK mit Nachwuchsspielern aus? Ist abzusehen, ob aus den eigenen Reihen oder von außen jemand für die Erste gewonnen werden kann?

Hoffmann: Aus der eigenen Jugend rücken Spieler in die Zweite nach, die im vergangenen Jahr als Meister der Bezirksklasse in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Während des Spielbetriebs zwischen zweiter und erster Mannschaft hin- und her zu wechseln, ist nicht so einfach möglich. Spieler der Ersten können nicht in der Zweiten spielen, umgekehrt geht es grundsätzlich schon. Aber nach zwei Einsätzen in der Ersten hätte derjenige sich dort festgespielt. Bei den Herren sind es mittlerweile zwei bis drei junge Spieler, die regelmäßig da sind. Einer von ihnen, Benjamin Schäfer, gibt richtig Gas, hat großen Ehrgeiz und das größte Potenzial der jungen Spieler.

Welches Ziel setzen Sie sich für die neue Verbandsliga-Saison?

Hoffmann: Das ist derzeit schwer zu sagen. Mit dem Trainerwechsel wollten wir eigentlich einen Umschwung einleiten und versuchen, oben mitzuspielen. Durch die neue Steller-Situation müssen wir aber erst abwarten, wie es läuft und wo wir stehen. Absteigen sollten wir aber ganz sicher nicht.

Wie stark schätzen Sie die Verbandsliga ein, wer sind die Favoriten?

Hoffmann: Ich denke, Quierschied ist der Favorit auf die Meisterschaft. Als Vorjahreszweiter haben sie ihr Aufstiegsspiel gegen Kaiserslautern zwar verloren, wenn sie aber in der Besetzung geblieben sind, werden sie die stärkste Mannschaft haben. Aber noch habe ich keine der Mannschaften gesehen.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die neue Verbandsliga-Saison beginnt am 24. September. Die Volleyballer des SVK Blieskastel-Zweibrücken sind zum Auftakt zu Gast bei der VSG Saarlouis II. Der erste Heimspieltag steht dann am 1. Oktober ab 15 Uhr an. In der Sporthalle des Hofenfels-Gymnasiums geht es dann gegen den TV Scheidt und den TV Klarenthal. Die weiteren SVK-Spiele: 29. Oktober beim TV Göttelborn; 12. November Derby beim TV Limbach ; 26. November, 15 Uhr, Heimspiele gegen den TV Saarwellingen II und den TV Wiesbach; 10. Dezember beim TV Quierscheid; 14. Januar: beim TV Klarenthal; 28. Januar, 15 Uhr, zuhause gegen den TV Göttelborn und das Derby gegen den TV Limbach ; 18. Februar beim TV Scheidt; 11. März, 15 Uhr, Heimspiele gegen die VSG Saarlouis II und Quierschied I; 25. März beim TV Wiesbach. ski