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WM-Kolumne: Nicht schwarz sehen am Schwarzen Meer

WM-Kolumne : Nicht schwarz sehen am Schwarzen Meer

Nun sind unsere Jungs also in Sotschi gelandet, jener Perle am Schwarzen Meer, einer der beliebtesten Bade- und Kurorte Russlands am Fuße des Kaukasus. Um 1900 wurde Sotschi zu einem mondänen Bade- und Kurort der russischen Oberschicht. Josef Stalin ließ dort eine seiner Datschen errichten.

Sie dient bis heute als eine der Residenzen des russischen Präsidenten. Da fragt man sich doch: Ist dieser Ort des Müßiggangs wirklich geeignet, um sich auf das WM-Spiel gegen die Schweden am kommenden Samstag vorzubereiten? Hat man denn gar nichts aus dem Aufenthalt in dem Fünf-Sterne-Hotel in Südtirol gelernt? In dieser Zeit verlor Deutschland das Testspiel gegen Österreich 1:2 – wohlgemerkt: gegen Österreich!

Scheinbar unbeeindruckt startete Bundestrainer Joachim Löw nun gegenüber dem WM-Stadion in praller Sonne den Vorbereitungs-Endspurt auf das bereits entscheidende Gruppenspiel. Eine heiße Angelegenheit. Schon während des Trainings wurde der Rasen bei Temperaturen um 30 Grad immer wieder bewässert, wie man hört. Allerdings war das deutsche Team bereits beim Confed-Cup-Sieg im Vorjahr auf diesem Übungsplatz mit Blick auf einen großen Vergnügungspark in Sotschi zugange gewesen. Ein gutes Omen für ein mögliches WM-Vergnügen? Zumindest lässt die mittlerweile etwas verschwomme Sicht auf frühere Siege der deutschen National-Elf (ja, die gab es) hoffen. Aber vielleicht stirbt diese Hoffnung schon am nächsten Samstag.