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Neues Selbstvertrauen vor Pokal-Viertelfinale

Neues Selbstvertrauen vor Pokal-Viertelfinale

Nach dem ersten Sieg des Jahres in der Fußball-Regionalliga will der FC Homburg heute auch das Halbfinale im Saarlandpokal erreichen.

Während die Runde in der Fußball-Regionalliga eine zum Vergessen ist, hat der FC Homburg im Saarlandpokal große Ziele. Der Titelverteidiger will auch in diesem Jahr wieder ins Finale. Auf dem Weg dort hin muss heute Abend im Viertelfinale ein Sieg bei Saarlandliga-Spitzenreiter SC Friedrichsthal her.

Nach dem schwachen Start ins Jahr gehen die Grün-Weißen durch den 1:0-Sieg zuletzt gegen den HSV Hessen Kassel mit weniger Last auf den Schultern in das Pokalspiel. "Der Sieg war enorm wichtig, auch für unser Selbstvertrauen", sagte Manuel Fischer, Siegtorschütze gegen Kassel. Selbstvertrauen, das die Grün-Weißen im Abstiegskampf für die nächsten Wochen brauchen. Doch bevor es aber am Samstag beim SSV Ulm wieder um Ligapunkte geht, gilt es für den Tabellenelften der Regionalliga Südwest, sich erst einmal das Halbfinal-Ticket im Pokal zu sichern. "Im Pokal haben wir große Ambitionen, wir wollen wieder ins Finale, um dann die Chance zu haben, wieder im DFB-Pokal zu spielen." Drei Mal in Folge lautete zuletzt das Finale des Saarlandpokals FC Homburg gegen die SV Elversberg. "Es steht außer Frage, dass wir uns in Friedrichsthal sicher behaupten und gewinnen sollten", meint der 27-jährige Stürmer. Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft heute Abend in Friedrichsthal durchsetzt, sei eigentlich egal. "Allein das Weiterkommen zählt", hofft Fischer aber, dass die Partie relativ schnell zugunsten der Homburger entschieden ist. Denn dann könnten die Grün-Weißen Kräfte sparen für das schwere Auswärtsspiel am Samstag.

Ähnlich sieht das Fischers Trainer Jens Kiefer. Er hat durchaus Respekt vor dem Spitzenreiter der Saarlandliga. "Ich habe den SC Friedrichsthal schon zweimal in dieser Saison live gesehen", sagt der FCH-Coach und betont, dass die Gastgeber schon einige gute Spieler wie Julian Weiersbach und Alexander Ernst in ihren Reihen haben "Großartige Experimente innerhalb der Startformation wird es daher nicht geben", kündigt er an.

Höchstens drei Änderungen seien mit Blick auf die Regionalliga-Begegnung in Ulm denkbar. Manuel Fischer könnte von diesen Änderungen in der Startformation heute Abend profitieren und von Beginn an dabei sein. Gegen Kassel saß er am Freitag bis zur 60. Minute auf der Bank. "Klar ist es für mich ein Ziel, von Beginn an dabei zu sein. Aber ich muss mich auch in Geduld üben, nachdem ich viele Monate verletzt war." Fischer hatte sich im Januar des vergangenen Jahres im Trainingslager seines letzten Vereins, Stuttgarter Kickers, einen Kreuzbandriss zugezogen. Zu dieser Saison wechselte er zum FC Homburg, wo er in der Schlussphase der Vorrunde zu sporadischen Einsätzen kam.

Und ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein erzielte Fischer dann am 3. Dezember beim 3:0-Sieg des FCH seinen ersten Regionalligatreffer für die Grün-Weißen. Am Freitag folgte gegen den KSV Hessen Kassel Tor Nummer zwei. Fischer: "Wichtig ist es, dass wir hinten ohne Gegentor bleiben, vorne machen wir fast immer einen rein."

Über seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag macht sich Fischer zurzeit noch keine Gedanken: "Bis zum Saisonende ist noch viel Zeit. Erst gilt es für uns, den Klassenerhalt zu schaffen - und ins Pokalfinale einzuziehen." Nach langer Verletzungspause sei er nun so richtig fit, um für den FC Homburg weiter auf Torejagd gehen zu können. Letzten Endes kann sich Fischer auch mit Toren für die Verlängerung seines Vertrages beim FCH empfehlen.