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Neue Eishockey-Euphorie ausgelöst

Neue Eishockey-Euphorie ausgelöst

Über 1000 Zuschauer in der Zweibrücker Peter-Cunningham-Arena, Vizemeisterschaft der Regionalliga – der Eishockey-Club Zweibrücken beendete eine erfolgreiche Saison. „Hornets“-Trainer Richard Drewniak hebt aber nicht ab.

Zahlreiche Gäste diskutierten gestern Abend mit den Hornets beim Merkur-Sportstammtisch über ihre Erfolge und Zukunftsperspektiven des Vereins. Foto: Gerrit Dauelsberg Foto: Gerrit Dauelsberg

Die Hornets entfachten in diesem Winter eine neue Eishockey-Euphorie. Statt der rund 500 Zuschauer im Schnitt in der Saison 2013/14 verfolgten in dieser Spielzeit mehr als 1000 Zuschauer die Regionalligaspiele des Eishockey-Clubs Zweibrücken in der Eissport-Arena. "Ich hatte mir im Schnitt 700 Zuschauer erhofft", sagte der Trainer und Sponsorenbeauftragte Richard Drewniak gestern Abend beim Merkur-Sportstammtisch.

"Richard Drewniak war ein Glücksfall für uns", sagte der Vorsitzende Steffen Hafner. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch in seiner zweiten Funktion. Dabei sah es in der Saison 2013/14 düster aus. "Zum Glück wurde in letzter Minute Richard überzeugt, Trainer zu machen", sagte der Hornets-Fan Andreas Träutlein. Wegen des späten Einstiegs des Trainers und dem verletzungsbedingten Ausfall von Torhüter Steven Teucke wurde erst am Ende "die Saison gerettet".

In der gerade zu Ende gegangenen Saison belegte den zweiten Platz in der Regionalliga. "Wenn man bei den Neuverpflichtungen ein glückliches Händchen hat, kommt eine so gute Saison zustande", sagte Drewniak. Dazu zählte der Trainer den Kanadier Ben Payne. Der nannte den Trainer, die sehr guten Spieler aus Mannheim und "die Chemie in der Mannschaft als Gründe des Erfolgs. Der 26-Jährige hätte gerne auf den Titel des Top-Scorers zugunsten der Meisterschaft verzichtet.

Auch wenn Payne gerne in Zweibrücken war, möchte er in der kommenden Saison doch lieber als Profi auf Torejagd gehen. Das geht dann nicht in Zweibrücken - auch wenn Drewniak im vergangenen Sommer erfolgreich auf Sponsorensuche war. "Wir haben viele Leute gefunden, die bereit sind, unseren Weg mitzugehen." Das Geld reicht zumindest, dass die Spieler die Ausrüstung gestellt bekommen und die Fahrten bezahlt werden können.

"Wir hatten in der Saison ein richtiges gutes Team auf dem Eis und außerhalb", sagte Torhüter Steven Teucke. "Ihr habt euch von einer Hobbytruppe zu einer professionellen Mannschaft entwickelt", stellte der Fan und Vorsitzende des Förderkreises, Wolfgang Benki, fest.

Eine Professionalisierung gibt es in der kommenden Saison in der Jugendarbeit . So kündigte Drewniak an, dass ein Jugendkoordinator kommen soll, der Lehrpläne erstellen und die Jugendtrainer fortbilden wird. "Aber das muss finanziert werden", sagte Drewniak. Die Euphorie habe sich auch im Erfolg der Laufschule gezeigt. Drewniak: "Nach 70 Anmeldungen gab es einen Aufnahmestopp."