Neue Bestzeiten anvisiert

Für die Wsf-Schwimmer Marlene Hüther und Till Pallmann geht es ab heute bei der Kurzbahn-DM um Finalteilnahmen und möglicherweise sogar Medaillen. Jean-Marc Emser, Moritz Bartels und Nick Werner wollen sich gut präsentieren.

Gleich fünf Schwimmer der Wsf Zweibrücken gehen bei den heute startenden deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin an den Start. Beste Endlauf- und Medaillenchancen insbesondere in den Staffeln haben dabei Marlene Hüther und US-Student Till Pallmann.

Sechs Einzelstrecken stehen daneben auf dem Programm von Hüther. Gleich zum Auftakt geht die 18-Jährige erstmals bei der DM über 200-Meter-Schmetterling ins Wasser. Es folgen im Verlauf des heutigen Morgens die 100-Meter-Brust. Insbesondere hier hat die Dietrichingerin realistische Endlaufchancen. Am zweiten Tag stehen die 200-Meter-Freistil im Mittelpunkt. Es folgen die 200 Lagen, die 400 Freistil und die 100 Schmetterling. Endlaufchancen dürfte sie auch über diese Strecken haben. Ob sie im Kampf um die Medaillen ein Wort mitsprechen kann, ist ungewiss. Denn ihr neuer Landestrainer Hannes Vitense legt den Fockus eindeutig auf die Langbahnsaison, sodass keine spezifische Vorbereitung für die Titelkämpfe auf der Kurzbahn stattfand. "Marlene selbst motiviert sich dazu, bestmöglich zu schwimmen. Sie setzt sich sicher auch zum Ziel, bestimmte Norm- und Bestzeiten zu knacken", sagte Vitense. Wichtig für ihn sei auch zu sehen, ob sich Hüther nochmal vielseitig aufstellen kann. Auf diese Vielseitigkeit hätten sie hingearbeitet. "Wenn Marlene es schafft, in Berlin zudem die Wende-Unterwasserbewegung zu verbessern, dann bin ich persönlich zufrieden." Mit dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaften in Leipzig habe man herausgefunden, "dass wir im Start- und Wendebereich einiges an Zeit verlieren. Da wollen wir deutliche Fortschritte sehen."

Neben dem Kampf um die Titel dient der Wettkampf auch als Quali für die Kurzbahn-WM im kanadischen Windsor in drei Wochen. Doch hat der DSV die Normen so hoch angesetzt, dass kaum ein deutscher Schwimmer diese brechen wird. Jedoch kann es Ausnahmen für Angehörige des DSV-Perspektivteams geben.

Belohnung für Nick Werner

Zu einem Kurztrip nach Deutschland ist bereits Till Pallmann aus Illinois angereist. Er möchte wie im Vorjahr, als er groß auftrumpfen konnte, über die 100 und 200 Freistil angreifen. Insbesondere über die 200 Freistil dürfte der Zweibrücker Finalchancen haben. Schon im Vorlauf trifft er auf den Saarbrücker Olympiateilnehmer Christoph Fildebrandt. Wie Hüther wird auch Pallmann sicher in einigen Staffeln der SSG Saar/Max Ritter zum Einsatz kommen.

Gleich viermal an den Start wird auch Wsf-Schwimmer Jean-Marc Emser gehen. Er hat sich zuletzt stark über die Lagendistanzen präsentiert. In Berlin wird er die 100- und 400-Meter-Distanz absolvieren, zudem über die 100 Brust und 50 Rücken. Der mehrfache deutsche Freiwasser-Jahrgangsmeister Moritz Bartels nimmt sich die 800- und 1500-Meter-Freistil vor. In den ausschließlich als offene Wettbewerbe ausgeschriebenen Titelkämpfen sollte sein Ziel sein, unter die besten 20 vorzuschwimmen. Belohnt für seine gute Leistungen und die C-Kader Berufung wird der jüngste Zweibrücker Nick Werner (Jg. 2001) darf in Berlin erstmals an den Titelkämpfen teilnehmen und wird über die 800 Freistil versuchen, seine Bestzeit zu steigern.