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Neubauer hat sich beim FC Homburg zum besten Neuzugang entwickelt

Fußball-Regionalliga : Neubauer ist der Homburger Top-Neuzugang

Der 22-Jährige hat beim Regionalligisten alle Spiele über die volle Distanz bestritten. Diesen Dienstag testet der FCH gegen den FCK.

Schon sechs Wochen vor dem Restrundenstart präsentieren sich die Spieler des FC Homburg topmotiviert. Eine ganze Stunde vor Trainingsbeginn ist fast die gesamte Mannschaft in den Katakomben des Homburger Waldstadions im kompletten Trainingsdress und startbereit. „So muss das sein“, kommentiert Trainer Jürgen Luginger, der wenig später am Stadion eintrifft, den Eifer seiner Jungs mit gut gelauntem Lachen. In der Saarpfalz herrscht offensichtlich große Lust auf die verbleibenden 14 Partien in der Regionalliga Südwest.

Lust, unter Wettkampfbedingungen auf den Platz zurückzukehren, hat auch Maurice Neubauer. Allerdings ist die Stimmung bei ihm derzeit getrübt. Der Linksverteidiger, der vor der Saison vom Ligakonkurrenten FSV Mainz II nach Homburg gewechselt ist, hat sich vergangene Woche eine Wadenverhärtung zugezogen. Ob er in den ersten beiden Testspielen – am heutigen Dienstag beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern (14.30 Uhr, Fritz-Walter-Stadion) und am Mittwoch beim Verbandsligisten SV Morlautern (18.30 Uhr, Kunstrasenplatz Morlautern) – teilnehmen kann, ist fraglich.

Dass „Mo“ von vielen Beobachtern bislang als der beste Neuzugang der Homburger eingestuft wird, bezeichnet sein Trainer Luginger als „absolut verdient. Er hat sehr konstante Leistungen gebracht.“ Der 22-jährige Neubauer selbst ist „sehr zufrieden bis jetzt. Klar gibt es immer noch Potenzial nach oben, wirklich zufrieden ist man nie. Aber ich habe mich hier sehr gut zurecht gefunden.“ Vor allem die Flanken des Linksverteidigers, der oft mit langen Sprints über die Außenbahn die Homburger Offensive ankurbelt, suchen in der Liga ihresgleichen. Das war allerdings nicht immer so. „Flanken waren früher nicht meine Stärke, aber ich habe in den letzten Jahren viel daran gearbeitet ,und es wird immer besser“, erzählt Neubauer.

Beim FCH ist der junge Spieler erste Wahl, wenn es um Eckbälle und Freistöße von außen geht. Fünf Mal führten Vorlagen des Linksfußes zu Toren für den Tabellensechsten. Dass er defensiv noch den ein oder anderen Fehler drin hat, sieht sein Trainer als ganz normal an. „Sonst würde er nicht für uns in der Regionalliga spielen“, sagt Luginger über seinen hoch veranlagten Schützling. In den bisherigen 20 Spielen stand der gebürtige Recklinghausener immer über die volle Distanz auf dem Platz – eine eindrucksvolle Bestätigung, dass auf der linken Abwehrseite des FCH derzeit kein Weg an Neubauer vorbei führt.

Dass beim FCH der Blick mittelfristig Richtung 3. Liga geht, gefällt dem Neu-Homburger, entspricht das doch dem Weg, den er auch persönlich gehen möchte. „Ich will so hoch wie möglich spielen, vielleicht auch nicht nur Regionalliga“, sagt Neubauer, der im französischen Forbach lebt, über seine Zukunftspläne. „Ich habe mit Mainz ein Jahr lang in der 3. Liga gespielt, da hat man Blut geleckt. Es ist ein Traum, dort zu spielen.“ Direkte Vorbilder habe er zwar nicht, nennt aber Marcelo von Real Madrid und David Alaba von Bayern München als „Spieler, die auf meiner Position Weltklasse sind und an denen man sich orientieren kann“. Sicherlich nicht die schlechteste Wahl für einen Jungprofi mit ehrgeizigen Zielen.

Der FC Homburg ist auf dem Transfermarkt aktiv geworden und hat Ihab Darwiche verpflichtet. Der gebürtige Mühlheimer wechselt von den Offenbacher Kickers ins Saarland und erhält einen Vertrag bis 2020. „Er ist ein kompletter Spieler, der vielseitig einsetzbar ist“, sagt FCH-Trainer Jürgen Luginger. Neben der Position im rechten Mittelfeld kann Darwiche auch links oder als hängende Spitze auflaufen. In seinen 62 Einsätzen für die Kickers erzielte der 25-Jährige in den letzten beiden Spielzeiten zwölf Treffer.