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Nachwuchs des FC Homburg trainiert wieder

Jugendfußball : Ein Pate für jedes grün-weiße Nachwuchsteam

Beim FC Homburg ist das Jugendtraining für die jüngsten Kids wieder angelaufen. Spieler der Regionalliga-Profis sollen bald helfen, den Nachwuchs zu begeistern.

(mh) Seit Mitte März erklingt auf dem Kunstrasenplatz vor dem Homburger Waldstadion wieder Kinderlachen. Denn das Jugendtraining des FC Homburg ist seit rund drei Wochen wieder angelaufen. Die älteren Kids und die Jugendlichen müssen sich aber noch in Geduld üben. Derzeit trainieren nur Nachwuchsspieler bis zum Alter von 14 Jahren. Doch egal welchen Alters – um Punkte wird in den nächsten Monaten noch niemand kämpfen. Die Spielzeit 2020/2021 im Jugendbereich wurde vom Saarländischen Fußballverband genau wie bei den Erwachsenen abgebrochen.

Acht Nachwuchsteams der Grün-Weißen von der U7 bis zur U14 treten aktuell gegen den Ball. FCH-Jugendleiter Kai Klein weiß: „Wichtig ist, dass die Kinder sich jetzt überhaupt wieder regelmäßig zum Fußball auf dem Platz treffen. Ein richtiges Training wie vor Corona ist aber leider immer noch nicht möglich.“ Beispielsweise müssen die Abstandsregeln noch immer eingehalten werden. „Immerhin sind aber Passübungen und Torschuss möglich. Beim Zweikampfverhalten oder dem Einstudieren von Laufwegen wird es schon schwieriger“, sagt Klein, der es dennoch begrüßt, dass die Mädels und Jungs wieder bis zu zwei Mal in der Woche in Gemeinschaft Sport treiben dürfen.

Allerdings schreiben die Einschränkungen mehr vor als nur den zu beachtenden Abstand. Geduscht werden muss noch zu Hause. Denn die Umkleidekabinen sind weiter geschlossen. Stolze Eltern, die ihren Kids beim Training zuschauen, sucht man vergebens. Zumindest dürfen sie nicht direkt am Spielfeldrand stehen. Pro Platzhälfte dürfen sich zudem nur maximal zehn junge Kicker und ein Trainer aufhalten. Immer wieder schaut außerdem das Ordnungsamt vorbei, berichtet Jugendleiter Klein. „Es kam schon vor, dass mehrfach während einer Einheit kontrolliert wurde, ob alles den Corona-Regeln entspricht“, ergänzt er.

Die Planungen für die kommende Saison seien „natürlich“ trotzdem schon angelaufen, sagt der Jugendleiter, der aber angesichts wieder steigender Infektionszahlen trotz der jüngsten Lockerungen für den Breitensport „erstmal abwarten muss, wie es jetzt weitergeht.“ Normalerweise werden zum jetzigen Zeitpunkt die Sichtungstrainings durchgeführt, in denen der Verein dem talentierten Nachwuchs die Chance gibt, sich zu zeigen. „Aber auch bei diesem Thema macht uns Corona im Moment einen Strich durch die Rechnung“, sagt Klein, der hofft, dass die für die Nachwuchsarbeit immens wichtigen Sichtungen noch in diesem Jahr wieder stattfinden können. Derzeit sind bei den Grün-Weißen rund 250 Nachwuchsspieler von den Minis bis zur U19 in 13 Mannschaften aktiv.

Klein wünscht sich, dass „bald auch die Spieler ab 14 Jahren wieder ins Training einsteigen dürfen“. Auch wenn er beim FCH-Nachwuchs Stand jetzt weder Abmeldungen noch Desinteresse feststellten konnte, sieht er den Jugendfußball nach der langen sportlichen Zwangspause „vor schweren Zeiten.“ Um diesen entgegenzuwirken, möchte der FC Homburg in der kommenden Saison Spieler aus dem Regionalligakader der Männer ins Jugendtraining einbinden. Bei Marco Hingerl ist das zum Beispiel schon jetzt der Fall. „Nach Möglichkeit soll künftig jedes Nachwuchsteam einen Paten aus der Profiabteilung bekommen. Das freut und motiviert die Kids. Einige Zusagen der Profis haben wir bereits“, schwärmt Kai Klein.