Nachbarschaftstreffen im Derby

Derbys haben immer einen besonderen Charakter. Wenn am Sonntag der FC Limbach und Spitzenreiter FC Homburg II in der Verbandsliga-Partie aufeinandertreffen, geht es im Nachbarschaftsduell der beiden Trainer, die in der gleichen Straße wohnen, für den FCH zudem um die Herbstmeisterschaft.

Spannung pur an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost. Vor dem letzten Hinrunden-Spieltag geht es für die mit 28 Zählern punktgleichen FC Homburg II und den SV Merchweiler um die Herbstmeisterschaft. Während die aufgrund des besseren Torverhältnisses führenden Homburger am Sonntag ab 14.30 Uhr beim FC Palatia Limbach ran müssen, ist der Zweite beim Ligaelften SV Furpach gefordert.

FCH-Trainer Andreas Sorg erwartet in Limbach ein interessantes Derby, bei dem er die bisher überragende Auswärtsbilanz ausbauen will. Mit 19 Punkten in sieben Partien auf fremdem Platz haben die Grün-Weißen bisher nichts anbrennen lassen. "Wir wollen selbstverständlich auch in Limbach siegen", gibt Sorg die Marschroute vor. Verzichten muss er auf Jonas Fischbach (Bänderriss im Fuß) und Norbert Neumann, der sich im Aufbautraining befindet. Arman Amiri konnte wegen eines Infektes in dieser Woche nicht trainieren. Sorg geht davon aus, dass einige Spieler aus dem Regionalligakader mit Constantin Leinhos, Tom Schmitt und Tobias Zöllner auch in Limbach zur Verfügung stehen. "Limbach ist in der Offensive stark. Daher müssen wir hinten gut stehen", betont Sorg. Entgegen käme seiner Mannschaft, dass am Sonntag erstmals auf dem neuen Limbacher Kunstrasen gespielt wird. Eine besondere Partie wird es für die beiden Trainer Andreas Sorg und Limbachs Alexander Ogorodnik aber nur nicht aufgrund des Derby-Charakters. Beide wohnen in der gleichen Straße. "Wir kennen uns sehr gut, tauschen uns oft über die Geschehnisse in der Liga aus", erzählt Sorg. Am Sonntag während der 90 Minuten ruhe die Freundschaft. Diesen 90 Minuten sieht Ogorodnik gelassen entgegen. "Wir freuen uns gleich doppelt: Zum einen über den neuen Kunstrasen, zum anderen über das interessante Spiel gegen den Spitzenreiter." Limbach habe durchaus die Chance, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. Gegen den damaligen Spitzenreiter SG Thalexweiler sei dies beim 2:2 ganz gut gelungen. "Ich rechne mit einem vollkommen offenen Spiel." Vor dem FCH bräuchte sein Team keine Angst zu haben. "Klar ist er Favorit, aber wir können nur positiv überraschen", sieht Ogorodnik die Gäste unter größerem Druck. Schließlich gehe es für Homburg darum, Platz eins zu halten. Limbach liege nach dem 1:0-Auswärtssieg zuletzt in Hangard im Soll. "Wir können locker und befreit in dieses Nachbarschaftstreffen gehen."

Ganz so locker kann die SG Ballweiler-Wecklingen/Wolfersheim am Sonntag nicht das Heimspiel gegen den Tabellenvierzehnten TuS Rentrisch antreten. "Alles andere als ein Sieg wäre eine große Enttäuschung für uns. Die drei Punkte wären wichtig, um nicht ganz den Anschluss an die Spitzenplätze zu verlieren", betont SG-Spielertrainer Marco Meyer. Seine Elf liegt schon sechs Punkte hinter dem Dritten SG Thalexweiler. Mit dem kalkulierten Sieg könnte die Meyer-Elf bis auf drei Punkte an Platz drei heranrücken. Verzichten muss die SG auf Kevin Kinz (krank), Patrick Götz (Bänderriss ), Christian Schmitt (Leisten-Operation) und Cyril Hamann (Bänderverletzung).

Erst um 16.15 Uhr beginnt am Sonntag die Partie zwischen dem Tabellensechsten Bliesmengen/Bolchen und dem punktgleichen VfL Primstal II. "Das wird eine offene Partie, die wir gewinnen wollen", sagt SVB-Coach Patrick Bähr. In Rentrisch habe sein Team zuletzt zwei Punkte verschenkt. "Nach einer 2:0-Pausenführung darf nichts mehr anbrennen", fordert Bähr mehr Konstanz über 90 Minuten. Personell sieht es gegen Primstal allerdings nicht so gut aus. Rouven Brocker (Muskelfaserriss) fällt genau so aus, wie voraussichtlich auch Marc Becker.