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Mut von Trainer Mirko Schwarz wird belohnt

Mut von Trainer Mirko Schwarz wird belohnt

Die rund 400 Zuschauer in der Zweibrücker Westpfalzhalle jubelten mit ihrer VT Zweibrücken. Im Oberliga-Derby setzte sich der Handball-Oberligist sicher mit 26:22 durch.

Das Derby in der Westpfalzhalle halt gehalten, was es versprach. Den Oberliga-Handballern der VT Zweibrücken-Saarpfalz ist dabei die Revanche für die bittere 22:33-Hinspielniederlage gegen die HF Illtal geglückt. Mit 26:22 (13:9) setzte sich der Dritte gegen den Zweitplatzierten durch. Der Jubel wich nach der Schlusssirene der anfänglich deutlich spürbaren Anspannung.

Den besseren Start hatten jedoch die Gäste. Sie standen stark in der Abwehr und nahmen Steffen Kiefer und Martin Mokris erfolgreich aus dem Spiel. "Illtal war hoch motiviert und wollte einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg machen", erklärte der VTZ-Vorstandsvorsitzende Klaus Biehl. Zweibrücken geriet immer weiter in Rückstand. Beim Stand von 4:8 (12.) zückte VTZ-Trainer Mirko Schwarz die grüne Karte. "Das brachte die Wende", sagt Biehl, "unser Trainer war mutig und hat sehr früh im Tor gewechselt und die Abwehr taktisch umgestellt".

Statt Peter Pcola versuchte Jadran Pesic sein Glück zwischen den Pfosten - mit Erfolg. Pesic vereitelte gleich zwei Siebenmeter. Biehl: "Der Mut wurde belohnt." Ab diesem Zeitpunkt beherrschten die Hausherren die Partie. In der 23. Minute erzielte Kiefer den 8:8-Ausgleich. Illtal gelang ganze zehn Minuten lang kein Tor. Die Mannschaft von Trainer Steffen Ecker war völlig aus dem Konzept. In dem kampfbetonten Spiel gewannen die Gastgeber immer mehr die Oberhand. So drehten die Zweibrücker noch vor der Pause die Partie zum 13:9. "Matchwinner in dieser Partie sind für mich ganz klar Mirko Schwarz und Torhüter Jadran Pesic", sagt Biehl. Auch in der zweiten Hälfte dominierte die VTZ. In der 38. Minute war es erneut Steffen Kiefer, der für einen komfortablen Vorsprung sorgte - mit 23:15 lagen die Zweibrücker vorne. Illtal machte nicht mehr den Anschein, noch einmal ernsthaft angreifen zu können. Nach 60 Minuten bewahrheitete sich das - die Zweibrücker verließen das Feld als verdienter Sieger, die Illtaler traten die Heimreise mit hängenden Köpfen an. Schließlich hat die VTZ den Saarländern ein Bein im Kampf um die Meisterschaft gestellt. Spitzenreiter Haßloch hat sich mit einem Sieg gegen Friesenheim wieder auf zwei Zähler abgesetzt. Die Meisterschaft ist aber noch lange nicht entschieden.

Die drittplatzierten VTZler haben den Titelkampf für diese Runde abgehakt. Die Planungen für die kommende Runde laufen aber bereits auf Hochtouren. Ab dieser streift der Illtaler Sven Malte Hoffmann das Trikot für die Saarpfälzer über. "Wir sind stolz, ihn ab der nächsten Saison bei uns begrüßen zu dürfen", freut sich Klaus Biehl. Der 33-jährige Rechtsaußen schaffte schon früh den Sprung in die Judonationalmannschaft, bestritt zahlreiche Zweitliga-Spiele für den VfL Fredenbeck und die HG Saarlouis .

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Auf einen BlickVTZ-Torschützen: Steffen Kiefer 10/2, Philip Wiese 5, Raimonds Trifanovs 5, Max Ulbrich 3, Martin Mokris 2 sowie Tomas Mazar 1 Tor. kda