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Motorsport: Erste Auflage des „Mythos Sportwagen“ auf Zweibrücker Flugplatz

Motorsport : Flugplatz verwandelt sich in Rennstrecke

„Mythos Sportwagen“ geht am 5. September in Zweibrücken in die erste Runde.

 Großen Rennsport, den hat der Zweibrücker Flugplatz vor über 20 Jahren erlebt. Von 1996 bis 1999 kämpften sogar die Piloten der Super-Tourenwagen-Meisterschaft (STW) hier um heiß begehrte Pokale – und lockten Zehntausende Zuschauer in die Pfalz. Daran anknüpfen – auch aufgrund der Corona-Auflagen in kleinerem Rahmen – möchte Wolfgang Fousek. Spektakuläre Sportwagen, dröhnende Motoren und tollen Rennsport – das alles verspricht der Veranstalter bei seiner ersten Auflage von „Mythos Sportwagen“ auf dem Flugplatz in Zweibrücken am Samstag, 5. September.

„Wir sind fleißig am vorbereiten, um den Zuschauern und Fahrern Racing vom Feinsten bieten zu können“, erklärt Fousek. Und in diesem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr ist dieses Planen und Vorbereiten aufgrund großer Unsicherheiten und besonderer Bestimmungen noch eine ganze Spur aufwendiger als gewöhnlich. Doch Fousek freut sich, dass „wir ein richtig gutes Fahrerfeld zusammen haben“. Und schnelle Autos.

Von neun bis 18.30 Uhr verwandelt sich das Areal am Zweibrücker Flugplatz somit in eine Rennstrecke mit offenem Fahrerlager. „60 spektakuläre Renn- und Sportwagen“ werden präsentiert und gefahren. Zu den Raritäten zählen unter anderem Ferrari Enzo, 458 Challenge und der neue F8 Tributo. Das Autohaus Reinhard ist mit den AMG Mercedes Modellen GT-R/S und aus der ADAC GT Masters mit den GT3/4 dabei. Die Marke „Porsche“ vertreten Oldtimer-Enthusiasten, das einheimische Team75 mit Rüdiger Bernhard und SSR Performance mit GT-Cup Boliden. Aus Saarbrücken wird LaLinea mit vier neuen Lotus Modellen vor Ort sein. Die amerikanische Nascar-Serie wird mit fünf Fahrzeugen V8-Sound und „Muscle-Car-Feeling“ vermitteln. Mit dem Audi S1 Quattro werde eine Ikone der wilden 80er Jahre gezeigt. Den Tourenwagen-Sport bilden drei originale BMW Z4 GT3 ab.

In vier Gruppen – Tourenwagen/STW, Oldtimer/Youngtimer, GT Fahrzeuge & Tuner und Formel-Fahrzeuge – werden den Zuschauern Rennen mit jeweils zehn Boliden á 25 Minuten Fahrzeit geboten. Um neun Uhr starten die Trainingsläufe, anschließend folgen Qualifying und Finals. Aufgrund der 10. Corona-Bekämpfungsverordnung ist in drei Abschnitten der Einlass von Zuschauergruppen mit je 350 Personen erlaubt (neun bis zwölf Uhr, zwölf bis 15 Uhr sowie 15 bis 18.30 Uhr). Der Veranstalter rät den Zuschauern, rechtzeitig vor Ort zu sein. „Hier ist es wichtig, dass sich alle an die Hygieneregeln halten“, betont Wolfgang Fousek, der sich bisher vor allem mit Events im süddeutschen Raum einen Namen gemacht hat. Über Umwege sei er nun auf Zweibrücken gekommen. „Ich wollte für das Racing eigentlich einen Flugplatz in München haben. Dort hat es in diesem Jahr aber noch nicht geklappt. Die hängen aber mit der Triwo (Eigentümerin des Flughafen-Geländes) zusammen und haben mir daher Zweibrücken vorgeschlagen.“ Nun ist er hier. „Und wenn es gut läuft“, soll Zweibrücken keine Eintagsfliege bleiben. „Dann will ich es nächstes Jahr wieder machen.“

Am 5. September steht nun aber zunächst die Premiere des „Mythos Sportwagen“ in Zweibrücken an. Neben den Rennläufen werden den Besuchern zudem Helikopter-Rundflüge und ein Renn-Taxi (Porsche GT3 RS) angeboten, das zur Mitfahrt auf dem Co-Pilotensitz einlädt. Für die weniger Wagemutigen steht ein Renn-Simulator bereit.

Das Hygienekonzept für die Veranstaltung am 5. September ist vor und auf dem Gelände sowie online unter www.mythos-sportwagen.de zu finden. Der Eintritt kostet 20 Euro, für Kinder unter zwölf Jahren ist der Besuch frei.
Bereits drei Wochen später steht auf dem Zweibrücker Flughafen-Areal das nächste Motorsport-Event an. Der Losheimer Eventmanager Wolfgang Heinz plant für den 26. und 27. September ein historisches Flugplatzrennen. Den Kern bilden Motorrad- und Automobil-Läufe, die als Gleichmäßigkeits- und Präsentationsläufe ausgetragen werden.