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Mit gutem Offensivspiel in die Spitze

Mit gutem Offensivspiel in die Spitze

Sage und schreibe 20 Tore bekamen die Zuschauer in der Zweibrücker Ice-Arena am Sonntag in der Partie zwischen den Hornets und Schwenningen zu sehen. Beim 18:2 ließen die Gastgeber den Fire Wings nicht den Hauch einer Chance.

Wiedergutmachung haben die Hornets betrieben. Nach der Niederlage in Heilbronn hat der Eishockey-Regionalligist am Sonntagabend vor heimischem Publikum ein Torfestival gefeiert. Mit 18:2 (7:0/7:0/4:2) schoss das Team von Trainer Martin Deßloch die Schwenninger Fire Wings aus der Ice-Arena und bleibt damit in der Spitzengruppe. Nach kuriosem Verlauf "hält sich der sportliche Wert dieser Partie aber in Grenzen", sagte der Hornets-Coach nur vorsichtig optimistisch.

Denn die mit zwei Torhütern angereisten Schwenninger mussten beim Besuch in Zweibrücken alle beide verletzt vom Eis nehmen. Den neuen, bisher starken Goalie Miro Hämynen bereits beim Warmmachen, seinen Ersatz Matthias Kloiber traf es nach dem ersten Drittel. So streifte sich Stürmer Mike Soccio das Torwarttrikot über und bekam einiges um die Ohren. "Dass bei Schwenningen beide Torhüter ausfallen, konnte man nicht vorausahnen. Wir haben aus den Umständen das Beste gemacht, den Puck gut laufen lassen und Tore erzielt", erklärte Deßloch, der aber ebenfalls umstellen musste. Mannschaftsführer André Nunold und Marc Lingenfelser fehlten krankheitsbedingt.

Doch auch mit veränderten Sturmreihen zeigten die Gastgeber bereits im ersten Durchgang großen Zug zum Tor. Benedikt Peters eröffnete den Reigen nach vier Minuten. Tim Essig gelang ein Doppelschlag, zunächst schlenzte er den Puck ins gegnerische Gehäuse (6.), nur zwei Minuten später traf er von der blauen Linie zum 3:0. Die Gäste kamen kaum in die Angriffszone. Felix Stokowski erhöhte (10.), beim Treffer zum 5:0 wurde Tom Tracy mustergültig von Ralf Wolf bedient (14.). Der US-Amerikaner traf auch zum 6:0, bevor Maximilian Dörr den Schlusspunkt im ersten Abschnitt setzte (20.).

Obwohl die Hornets einen Gang runterschalteten, musste nun auch Soccio zwischen den Pfosten einiges einstecken. Erneut trafen die Gastgeber bis zur Drittelpause sieben Mal. Neben Tracy, Stokowski (2) und Peters trugen sich nun auch Ryan McDonald, Stephen Brüstle und Michael Neumann in die Torschützenliste ein. Kurz vor Ende der zweiten 20 Minuten hatten die Fire Wings per Penalty die Chance zum Ausgleich, doch Marcel Thome schoss am Tor, in dem mittlerweile erstmals in der Saison Niklas Hirtz stand, vorbei. So ging es mit dem klaren 14:0 in den letzten Abschnitt. Souverän spielten die Gastgeber die nun dahinplätschernde Partie vor 714 Zuschauern runter. Peters (46.) und McDonald (50.) erhöhten, bevor Stefan Schäfer das erste Tor für Schwenningen zum 1:16 erzielte. Schäfer setzte zudem nach zwei weiteren Treffern der Hornissen durch Dörr und Peters mit seinem zweiten Tor den Schlusspunkt der für sein Team deprimierenden Begegnung.

"Besonders positiv für uns war, dass wir heute endlich mal unser Offensivspiel von Anfang bis Ende durchgezogen haben. Wir haben im Vorfeld die Reihen ein bisschen umgestellt, das hat sich bewährt", resümierte Martin Deßloch, der mit einem Lachen anfügt: "Nächste Woche (gegen Bietigheim, Anm. d. Red.) wird's wohl etwas schwieriger."