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AH-Turnier: Mit großer Moral zum Finalsieg

AH-Turnier : Mit großer Moral zum Finalsieg

Hallenfußball: Ü50 der SG Hornbach bezwingt den SV Großsteinhausen.

„So sehen Sieger aus“, singen die Fußballer der SG Hornbach in der Westpfalzhalle. Kurz zuvor hatten sie das Finale des Ü50-Turniers der Schiedsrichtervereinigung PS-ZW mit 2:0 gegen den SV Großsteinhausen für sich entschieden und durften damit den Wanderpokal entgegennehmen.

Spielerisch waren die Kicker aus der Klosterstadt zwar nicht die stärksten Vertreter im Teilnehmerfeld, dafür haben sie aber mit Moral und kämpferischer Leistung den Titel gesichert. „Wir haben am Ende verdient gewonnen, da wir eigentlich aus jedem Spiel dezimiert herausgingen, weil sich irgendeiner verletzt hat – und trotzdem haben wir immer dagegengehalten“, sagte Mannschaftsbetreuer Karl-Heinz Hofer. Mit Martin Ramminger musste Hornbach einen Spieler „nachnominieren“. Ab dem Halbfinale gegen die SG Schwarzbachtal streifte sich sogar Feldspieler Ralf Schwirzi das Torwarttrikot über. Der etatmäßige Keeper Wolfgang Hunsicker verletzte sich, konnte aber zumindest noch im Feld mitspielen. „Unsere offensive Ausrichtung aus der Vorrunde mussten wir über den Haufen werfen. Wir haben von da an mit drei Mann verteidigt und mit einem vorne auf schnelle Tore gelauert“, erklärte Hofer die Taktikumstellung.

Genau damit kamen sowohl die Auswahl aus dem Schwarzbachtal (Gegner im Halbfinale) als auch die Großsteinhausener im Finale nicht wirklich zurecht. „Wir haben trotz unserer Erfahrung aus insgesamt 326 Jahren auf dem Feld keine wirklichen Mittel gegen die Abwehr gefunden und wenn doch, dann hat der Torwart irgendein Körperteil an den Ball bekommen“, zeigte sich Gerd Weis von der SGS, die 2015 das Turnier letztmals gewann, ratlos. Egal, ob mit Fernschüssen wie von Gerd Schell oder Klein-Klein-Zusammenspiel vor dem Tor, der Ball ging einfach nicht über die Linie für die drückenden Schwarzbachtaler. Dafür klingelte es in der fünften Minute in ihrem Tor. Rainer Schlachter erzielte mit einem flachen Schuss das 1:0 für die SG. Drei Minuten vor dem Ende konnte Schell aus kurzer Distanz den Ball doch noch im Gehäuse unterbringen. Doch nur 60 Sekunden später war es wiederum Rainer Schlachter mit dem entscheidenden Treffer zum 2:1. Und damit dem Einzug der Hornbacher ins Endspiel. Trotzdem war Gerd Weis mit dem Turnierverlauf zufrieden. Auch wenn das 7:1-Schützenfest im Spiel um Platz drei gegen die SG Bechhofen/Lambsborn ein Muster ohne Wert gewesen sei. Hubert Stuppy begann in der zweiten Minute mit dem munteren Torreigen. Sein strammer Schuss ging aus neun Metern genau in den Torwinkel. Bechhofens Torwart Ted Vickroy stand von da an öfters im Mittelpunkt des Geschehens als ihm lieb war. Seine Abwehrspieler ließen ihn immer wieder alleine. „Bis zum Spiel um Platz drei war es eigentlich ganz ordentlich“, resümierte Bechhofens Spielführer Werner Henkes. „Das Neunmeterschießen im Halbfinale gegen Großsteinhausen verlief etwas unglücklich und im kleinen Finale war die Luft raus.“

Mit zwei gehaltenen Neunmetern im Halbfinale und einer ansonsten soliden Leistung führte Torwart Ralf Vollmar den SV Großsteinhausen verdient ins Endspiel. Da war er allerdings sowohl gegen Ralf Schlachters Schnellschuss aus spitzem Winkel nach 90 Sekunden ebenso machtlos, wie bei Kurt Gerlingers Entscheidungstor 30 Sekunden vor der Schlusssirene. „Mit dem Turnier bin ich sehr zufrieden, es hat wie jedes Jahr sehr viel Spaß gemacht. Das wichtigste war, dass sich keiner verletzt hat“, sagte Vollmar. Der Spaß am Leder habe im Vordergrund gestanden Dennoch sei es im Finale unglücklich gewesen, dass der SVG in Rückstand geraten war und es versäumt hat, seine Chancen zu nutzen, um das Finale zu gewinnen.