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Merkur-Kommentar zur handball-Saarlandliga

Merkur-Kommentar : Fairer Wettbewerb sieht anders aus

Am 16. Mai bestreiten die Fußballer des 1. FC Kaiserslautern ihr letztes Saisonspiel gegen die zweite Mannschaft von Bayern München. Nicht auszuschließen, dass der FCK dann noch um den Aufstieg in die 2.Bundesliga kämpft.

Wie groß wäre wohl der Aufschrei, wenn die Roten Teufel in der alles entscheidenden Partie nicht den Spielern der Münchner Reserve – sondern Serge Gnabry, Robert Lewandowski und Joshua Kimmich gegenüberstehen?

Den Saarlandliga-Handballern vom TV Homburg ist – in deutlich kleinerem Maßstab – etwas ähnliches widerfahren. Die Niederlage gegen den Saarlandliga-Vorletzten HF Illtal II, der beim Spitzenreiter Homburg mit seiner Oberliga-Mannschaft antrat, sieht man beim TVH zwar nach außen hin gelassen. Ob das aber so bleibt, wenn die Zähler am Ende zum Aufstieg fehlen?

Dass bei Reserveteams mitunter große Talente oder gerade erst wiedergenesene Spieler der klassenhöheren „Ersten“ auf der Platte stehen, die beim Unterbau Spielpraxis sammeln sollen, ist nicht ungewöhnlich. Dass aber ein Team an einem Spieltag Punktelieferant ist – und am nächsten den Tabellenführer verprügelt, kann nicht im Sinne eines fairen Wettbewerbs sein.