Leichtathletik David Könsgen fliegt souverän zum Titel

Koblenz · Leichtathletik: Starter der Region mit guten Auftritten bei Süddeutschen der U23 und U16. Silber für Rothfuchs, Bronze für Beyerlein und Port.

LAZ-Speerwerferin Ines Beyerlein stellte bei den Süddeutschen der U23 eine neue Bestmarke auf.

LAZ-Speerwerferin Ines Beyerlein stellte bei den Süddeutschen der U23 eine neue Bestmarke auf.

Foto: Martin Wittenmeier

Immer höher hinaus geht es für David Könsgen in diesem Sommer. Der Nachwuchsstabhochspringer des LAZ Zweibrücken sicherte sich nicht nur ganz souverän den M14-Titel bei den Süddeutschen Meisterschaften in Koblenz, sondern stellte dabei mit 3,91 Metern erneut eine neue persönliche Bestmarke auf.

Erst Anfang Juni hatte der LAZ-Höhenflieger seine Bestleistung um 15 Zentimeter auf 3,65 Meter verbessert – und schon damit die Norm (3,60) für die U16-DM Ende Juli, ebenfalls im Koblenzer Stadion Oberwerth, geknackt. Beim Meeting in Leinfelden-Echterdingen packte Könsgen noch einmal 15 Zentimeter drauf, überflog 3,80 Meter. Am Sonntag nun war der LAZ-Athlet schon nach seiner überflogenen Einstiegshöhe von 3,30 Metern fast alleine im Wettbewerb der M15 unterwegs. Lediglich der zweitplatzierte Jakob Sand (TSV Ansbach, 3,30 m) versuchte sich noch drei Mal vergeblich an den 3,40. Diese Höhe meisterte Könsgen im zweiten Anlauf. Die folgenden 3,60 überquerte der Zweibrücker im ersten Versuch, für die 3,75 Meter brauchte er drei Durchgänge. Die anschließend aufgelegten 3,91 Meter war Könsgen im Wettkampf bislang noch nie gesprungen, in Koblenz überflog er diese neue Bestmarke im dritten Versuch. Die anschließende Höhe jenseits der magischen Vier-Meter-Marke (4,02 m) war noch zu hoch für den LAZ-Nachwuchsspringer.

Mit einem zufriedenen Lachen konnte auch Ines Beyerlein bei der Siegerehrung auf das weiße Podest steigen. Nach Gold bei den Pfalz- und Silber bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften erkämpfte die Speerwerferin des LAZ Zweibrücken bei den Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U23 am Samstag die Bronzemedaille. Und das mit neuer persönlicher Bestmarke. In ihrem vierten Versuch schleuderte die 21-jährige Studentin ihren 600-Gramm-Speer im Koblenzer Stadion Oberwerth auf 41,44 Meter – und packte damit 32 Zentimeter auf ihre bisherige Bestweite drauf, die sie Anfang Mai in Kaiserslautern aufgestellt hatte. Knapp hinter Laura Val (LG Augsburg, 41,88 m) und hauchdünn vor Katharina Mehle (LC Rehlingen, 41,41 m) sicherte sich Ines Beyerlein damit Rang drei. Hatte die LAZ-Athletin Edelmetall bei den Süddeutschen der Aktiven in der Vorwoche in Walldorf als Vierte noch knapp verpasst, schaffte die 21-Jährige dieses Mal wieder den Sprung aufs Treppchen.

Auf dem Bronzerang bei der U23 landete auch Hammerwerfer Timo Port. Der 18-Jährige, der in der Vorwoche bei den Aktiven-Süddeutschen erstmals im Wettkampf den 7,26 Kilogramm schweren Hammer schleuderte, reihte sich als Jüngster im Feld mit 58,23 Metern hinter Kai Hurych (KSV Fürth, 65,59 m) sowie Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim, 61,82 m) ein. Damit blieb der Biesinger, der bis zum Vorjahr für die VT Zweibrücken startete und nun für den SV Go! Saar 05 in den Ring geht, knapp unter seinen 59,70 aus der Vorwoche. Mit dem Sechs-Kilo-Hammer, mit dem Port in diesem Sommer bereits die Normweite für die U20-WM Ende August in Peru geknackt hat, liegt seine Bestmarke bei starken 69,05 Metern.

Die Homburgerin Emely Rothfuchs, die ebenfalls für den SV Go! Saar 05 startet, sicherte sich über die 100 Meter der U23 in neuer Bestzeit von 12,05 Sekunden Platz zwei. Damit unterbot sie nicht nur ein weiteres Mal die Norm für die U20-DM, sondern auch die für die nationalen Titelkämpfe der U23 (12,20 sec). Vor zwei Jahren war die 17-Jährige schon einmal schneller unterwegs. Die damaligen 12,02 waren aufgrund zu starken Rückenwindes (+2,1 m/sec) aber nicht bestenlistenfähig. Über die 200-Meter-Distanz landete Rothfuchs (PB: 24,78 sec) am Sonntag dann in einer Zeit von 25,50 Sekunden auf dem neunten Rang.

Weiterhin nicht richtig ins Fliegen kommt LAZ-Stabhochspringer Jakob Legner in diesem Sommer. Der 20-Jährige landete am Sonntag in der U23-Konkurrenz mit 4,35 Metern auf dem achten Rang. Den Titel sicherte sich mit 5,20 Metern Louis Pröbstle vom TSV Gräfelfing. In den zurückliegenden Wochen hatte Legner mit technischen Problemen zu kämpfen. Und so war für den Zweibrücker, der eine Bestmarke von 5,05 stehen hat, auch am Sonntag nach seiner Einstiegshöhe Schluss.

Beinahe im Gleichschritt ging es für die drei LAZ-Starterinnen durch den Stabhochsprung-Wettbewerb der U23. Während sich Dana Aehle vom TSV Gräfelfing mit 3,70 Metern zum Sieg vor Joy Kessler (LG Neckar-Enz, 3,60 m) schwang, blieb es für die Zweibrückerinnen Mareike Beyerlein, Leah Rosar und Elif Brill jeweils beim Überqueren der Einstiegshöhe von 3,00 Metern. Da alle drei diese Höhe im ersten Anlauf meisterten, teilten sie sich den Bronzeplatz.

Für 100-Meter-Sprinter Julian Chezch vom TV Homburg war bei der U23 am Samstag mit seiner Zeit von 11,51 Sekunden nach dem Vorlauf Schluss.

Mit einer neuen Bestzeit wartete TVH-Läufer Devin Heindl über die 800 Meter der M15 auf. Erst vor zwei Wochen hatte er die U16-DM-Norm über diese Strecke mit seiner Zeit von 2:05,83 Minuten geknackt. Am Sonntag unterbot Heindl diese um gut drei Sekunden auf 2:02,21 – und landete damit auf dem sechsten Rang. Im selben Klassement belegte der Oberauerbacher Ole Schöndorf vom TV Lemberg Platz neun. Auch er brachte in 2:07,38 Minuten eine neue Bestzeit auf die Bahn.

Timo Braun vom TV Homburg belegte über die 3000 Meter der M15 am Sonntag in einer Zeit von 10:21,68 Minuten Platz 17. Den Titel sicherte sich souverän Maximilian Rath von der LG Stadtwerke München in 8:59,02 Minuten.