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Lukas Glück macht beim beim Handball-Oberligisten TV Homburg weiter

Handball-Oberligist TV Homburg : Glück ist glücklich und doch frustriert

Lukas Glück hat seinen Vertrag beim Handball-Oberligisten TV Homburg für die kommende Saison verlängert. Er „ist der zentrale Teil der Mannschaft“, sagen Trainer Mirko Schwarz und Handball-Abteilungsleiter Jörg Ecker über den Leistungsträger.

Lukas Glück trägt seinen Gefühlszustand über die Vertragsverlängerung beim Handball-Oberligisten TV Homburg quasi im Namen. Denn Glück ist glücklich. „Es ist mir eine Herzenssache weiter beim TV Homburg zu spielen“, sagt der flexibel einsetzbare Spieler. Seit er damals als B-Junior vom HSV Waldmohr nach Homburg wechselte, trägt er das Trikot des TVH. Heute ist Glück Kapitän.

„Es war überhaupt keine Frage, dass ich den Verein verlasse.“ Im Gegenteil. Der 27-Jährige fühle sich hier, im Verein, in der Mannschaft, sehr wohl – und hat große Ziele: „Ich habe noch viel vor“, sagt er. Und meint damit den Sprung von der Oberliga in die dritte Handball-Bundesliga. „Wenn uns der Drittliga-Aufstieg gelingen würde, wäre das schon ein dickes Ding.“ Ein „dickes Ding“, das aber keineswegs unmöglich ist. Denn über Aufstiegsspiele, nach aktuellem Stand gegen die Sportfreunde Budenheim, kann der TVH den Sprung in Liga drei schaffen. „Doch selbst wenn wir es nicht packen, möchte ich auf jeden Fall meinen sportlichen Weg hier fortsetzen“, versichert Glück.

Sollte der TVH aufsteigen, wäre es der zweite Aufstieg in Folge. Denn erst letzte Saison stieg der Klub von der Saarlandliga in die zweigeteilte Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf. Zwar wurde die Saarlandliga-Spielzeit coronabedingt nicht beendet – dennoch wurde der TVH inoffizieller Meister. Der bislang größte Erfolg in Glücks Karriere. In der Oberliga bestritten die Homburger dann nicht ein einziges Spiel, bevor die Saison annulliert wurde. Nun winkt trotzdem der Durchmarsch in Liga drei.

Seit rund einem Jahr haben Glück und seine Teamkollegen kein Punktspiel mehr absolviert. Das bis heute letzte Spiel datiert von Ende Februar 2020 beim TV Niederwürzbach. Damals noch in der Saarlandliga. „Wir brennen darauf, nicht nur zu spielen, sondern überhaupt wieder regelmäßig in die Halle zu gehen, um zu trainieren.“

Aber auch Übungseinheiten sind seit Anfang November nicht mehr möglich. „Wir halten uns fit mit Plänen von Trainer Mirko Schwarz“, sagt Glück – der mit Millionen von Amateursportlern darauf wartet, wenigstens wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen zu dürfen. Denn „ohne mindestens vier bis sechs Wochen Vorbereitung haben die anstehenden Aufstiegsspiele zur dritten Bundesliga keinen Sinn. Diese Vorlaufzeit muss man uns geben“, hofft Glück: „Ich denke, dass unser vermutlicher Gegner Budenheim genauso denkt.“

Trotz der Ungewissheit, der Unsicherheit, die aufgrund des Corona-Virus im Amateursport vorherrscht, bleibt Glück optimistisch: „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit entsprechenden Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel vor jedem Training mit Corona-Schnelltests, bald wieder unserem Sport nachgehen dürfen“ sagt der Kapitän.

Dass es bald wieder losgeht, hofft auch Andreas Schneider, der ebenfalls in der kommenden Spielzeit für den TV Homburg auflaufen wird. Bislang hat der 21-jährige Linkshänder für den TVH noch kein Pflichtspiel bestritten. Schneider war 2020 vom Bezirksligisten HG Itzenplitz zum TVH gewechselt. Ein großer Sprung also. Oder?

„Klar ist der Sprung von der Bezirksliga möglicherweise sogar in die dritte Bundesliga sehr groß. Aber ich will mich weiterentwickeln, durchbeißen und meine Chance suchen“, zeigt sich Schneider motiviert und auch zuversichtlich, dass er die Qualität für den schnelleren, höher­klassigeren Handball mitbringt.

Für Mirko Schwarz, TVH-Trainer, ist das nicht unmöglich. „Einen Linkshänder mit einem Gardemaß von zwei Metern findet man im Saarland nicht an jeder Ecke“, hebt er die Besonderheit des nicht mehr ganz so neuen Neuzugangs hervor. Schwarz ist sich sicher: Der 21-Jährige wird sich hier durchsetzen.

 Mit Benedikt Berz, Andreas Schneider, Muhamed Durmishi und Richard Wilga (von links) hat Oberliga-Aufsteiger TV Homburg bisher vier neue Spieler verpflichtet. Ein weiterer hängt in der Warteschleife. Foto Markus Hagen
Mit Benedikt Berz, Andreas Schneider, Muhamed Durmishi und Richard Wilga (von links) hat Oberliga-Aufsteiger TV Homburg bisher vier neue Spieler verpflichtet. Ein weiterer hängt in der Warteschleife. Foto Markus Hagen Foto: Hagen/Markus Hagen

Und dabei sicherlich von einem motivierten und glücklichen Lukas Glück angeführt und gepusht.