Lokalmatadore räumen ab

Mit der Reduzierung der Rennen hat das Reitturnier in Thaleischweiler-Fröschen nicht an Qualität verloren. Vor allem die Starter der Gastgeber überzeugten am Wochenende.

Die Umstrukturierung des traditionellen Reitturniers in Thaleischweiler-Fröschen ist bei allen Beteiligten gut angekommen. Zum ersten Mal hatte der Verein sein Angebot an Prüfungen auf die Hälfte, nämlich 15 Wettbewerbe, reduziert und damit einen reinen Dressur-Samstag und einen Spring-Sonntag eingerichtet. "Damit haben auch die Dressurreiter mehr Aufmerksamkeit erhalten", erklärt der Turnierleiter und Vereinsvorsitzende, Dirk Schunck. Bislang hatten die Viereck-Tänzer neben den Springreitern ihre Pferde vorbereitet, was für die oft sensiblen, vierbeinigen Sportler zu Unruhe geführt habe. Auch für den Verein waren die Aufgaben wie Parcours- und Schreibdienst einfacher zu stemmen. Dennoch hatte es mit über 500 ähnlich viele Starts gegeben wie im vergangenen Jahr.

Sehen lassen konnte sich auch die Erfolgsskala der Gastgeber. Die 14-jährige Louisa Dauenhauer, Deutsche Vizemeisterin im Mannschaftsvierkampf, sicherte sich zum zweiten Mal in Folge auf ihrer Ponystute Moscana den Sieg im PSJ-Cup. Mit der Wertnote 7,7 gewann sie das Stilspringen der Einstiegsklasse und wurde auf ihrem Nachwuchspferd Rodinho mit einer 7,3 noch einmal Dritte. "Es war sehr anspruchsvoll gebaut, von der Linienführung her, aber auch von der Höhe", fand die Siegerin. 85 Zentimeter seien für "Mosi", wie sie die wendige Ponystute liebevoll nennt, eine Herausforderung, mehr als die aus der Kurve heraus anzureitenden Hindernisse. Monique Stauch vom RFV Bundenbacherhöhe kam mit Lancelot auf Rang sieben.

Auch die goldene Schleife im A**-Springen blieb in Thaleischweiler-Fröschen : Vanessa Oberer siegte mit Condor deutlich vor der Zweitplatzierten, Anke Schmitt vom RFV Zweibrücken mit Merle, die in verschiedenen Prüfungen regelmäßig in die Schleifenränge ritt.

In dem spannenden L-Springen mit Stechen zum krönenden Abschluss musste sich Maike Kau vom RFV Bundenbacherhöhe nur Steffen Schmalenberger von der RSG Barbarossa Kaiserslautern geschlagen geben, der als Einziger der vier qualifizierten Reiter ohne Abwurf blieb. Kau hätte Schmalenberger zwar um mehr als drei Zehntelsekunden unterboten, doch ihre Stute Qualite nahm eine Stange mit. Die L-Dressur auf Trense gewann Marlen Friedewald vom RFV Pirmasens-Winzeln mit Bella-Comtess und der Wertnote 7,1 gegen die starke Konkurrenz mit hoher Leistungsdichte vor Sina Bohl vom RFV Thaleischweiler-Fröschen mit ihrem Erfolgspony Vino Tinto auf Rang Fünf (6,8). Carla Roth vom RFV Zweibrücken freute sich, dass sie bei ihrem ersten Dressurreiterwettbewerb auf Pony Prince mit Rang zwölf noch eine Schleife eroberte. Am nächsten Wochenende treffen sich die meisten Reiter beim traditionsreichen Turnier des RFV Bundenbacherhöhe auf dem Etzenbacher Kopf wieder.