Löwen treffen auf Dinosaurier

Für die Drittliga-Männer der SV64 Zweibrücken steht am Samstag das nächste Heimspiel auf dem Programm: Es geht gegen die SG Köndringen/Teningen. Reisen müssen dagegen die A-Jugend (nach Konstanz) und die Frauen (nach Sobernheim).

Auf den "Dinosaurier der 3. Liga" treffen die Zweibrücker Löwen am Samstagabend. Denn die SG Köndringen/Teningen gehört bereits insgesamt 31 Jahre lang der 3. Handball-Liga der Männer an, die früher Regionalliga hieß. Seit 1981 ist diese Spielgemeinschaft durchgehend im Leistungshandball etabliert, wobei zwischenzeitlich auch eine Saison in der 2. Liga und zwei Spielzeiten in der Oberliga Baden-Württemberg absolviert wurden. Und diese Mannschaft ist nun am Samstagabend um 18 Uhr in der Westpfalzhalle bei der SV64 Zweibrücken zu Gast, die sich durch den Sieg am letzten Wochenende vom Tabellenende lösen und auf den zehnten Tabellenplatz vorarbeiten konnten.

"Star der SG Köndringen-Teningen ist unbestreitbar deren Trainer", stellte SV-Coach Stefan Bullacher im Vorfeld der Begegnung seinen Trainerkollegen Ole Andersen heraus. Dieser war in der Saison 1992/93 sogar einmal Trainer der dänischen Männer-Nationalmannschaft, hat zudem viele Jahre Erstligaerfahrung in Deutschland, Dänemark und der Schweiz gesammelt.

Bullacher lobte die Trainerarbeit allerdings auch in Bezug auf das Spielsystem der Truppe, "die einen super attraktiven Handball spielen". "Ole Andersen schafft es jedes Jahr, für seine Spielertypen das richtige Spielsystem zu finden", merkte Bullacher weiterhin an.

Dabei seien die Spielsysteme des langjährigen Drittligisten und der Zweibrücker Löwen, die gerade ihre dritte Drittligasaison bestreiten, gar nicht so weit voneinander entfernt. Denn auch die 64er bevorzugen ein offensiveres Abwehrsystem, agieren in der Regel in einer 3:2:1-Formation und spielen im Angriff viele Kreuzbewegungen. "Allerdings ist uns die SG im individuellen Bereich doch deutlich überlegen", sieht Bullacher die Gäste am Samstagabend durchaus in der Favoritenrolle.

Und dennoch traut der Zweibrücker Trainer seiner Mannschaft zu, in einem Spiel, in dem es optimal läuft, gegen die SG Köndringen-Teningen zu gewinnen. "Wir freuen uns jedenfalls auf dieses Spiel und hoffen wieder auf lautstarke Unterstützung unserer Fans".

Mit dem bisherigen Saisonverlauf in der JBLH kann die männliche A-Jugend der Zweibrücker Löwen sehr zufrieden sein. Am Samstagabend gastieren sie nun um 17.30 Uhr bei der HSG Konstanz und wollen dort diesen tollen Saisonstart weiter ausbauen. "Unser Ziel ist es, uns in der Abwehr weiter zu stabilisieren und zu verbessern, und aus dieser Situation dann einfache Kontertore zu erzielen", sagte SV-Trainer Tony Hennersdorf.

Das dritte Auswärtsspiel hintereinander bestreitet die Frauenmannschaft des SV 64 Zweibrücken am Samstagabend um 19.30 Uhr beim Aufsteiger HSV Sobernheim in der Dr. Werner-Dümmler-Halle. Sie ist allerdings in der komfortablen Situation, bislang noch keinen Punktverlust beklagen zu müssen. In Sobernheim müssen die Zweibrückerinnen mit der Tatsache klar kommen, dass dort auch Harzverbot herrscht und dass ein Großteil der Mannschaft gesundheitlich angeschlagen ist. "Unsere Mannschaft fürs Wochenende steht somit noch nicht ganz", sagte Trainer Rüdiger Lydorf hierzu. Er bezeichnet Sobernheim als unangenehmen Gegner.