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Handball-Oberliga: Löwen nehmen ihre Favoritenrolle an 

Handball-Oberliga : Löwen nehmen ihre Favoritenrolle an 

Handball: Die Bundesliga-Reserve der TSG Friesenheim tritt am Samstag bei den SV64-Männern an. Die Oberliga-Damen wollen in Mundenheim ihre Tabellenführung verteidigen. Aufsteiger Günzburg fordert die A-Junioren heraus.

An diesem Samstag empfangen die Oberliga-Herren des SV 64 Zweibrücken die zweite Mannschaft der TSG Friesenheim. Anpfiff ist um 18 Uhr in der heimischen Ignaz-Roth-Halle. Dabei kann der Zweibrücker Trainer Axel Koch wieder auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Der in Saulheim krankheitsbedingt fehlende Mannschaftskapitän Tom Grieser war bereits am Dienstag beim 32:25-Heimsieg gegen Rhein-Nahe Bingen wieder im Einsatz. Gegen Friesenheim wird nun auch Max Sema wieder zur Verfügung stehen.

Die Bundesligareserve der Eulen Ludwigshafen ist mit 2:8-Punkten eher mäßig in die Saison gestartet. Die junge Mannschaft aus der Talentschmiede der TSG musste nach der letzten Saison den Abgang einiger Leistungsträger und ihres Trainers verkraften. Das neue Trainergespann Uli Spettmann und Andreas Reckenthäler baut auf eine extrem offensive und aggressive Deckung, die ihre Gegner schon im Spielaufbau unter Druck setzt. Im Angriff sticht vor allem der wurfgewaltige linke Rückraumspieler Moritz Happersberger aus einem ausgeglichenen Kollektiv heraus. Am letzten Spieltag verloren die Eulen gegen Drittligaabsteiger Mundenheim knapp mit 30:33 und überzeugten mit einer guten Leistung.

SV-Trainer Koch weiß um die Stärken der TSG und warnt vor Überheblichkeit: „Wir dürfen Friesenheim auf keinen Fall unterschätzen. Sie sind besser, als es ihr Tabellenplatz aussagt“. Koch sieht bei seiner Mannschaft vor allem noch Potential im Tempospiel und in der Kontinuität: „Wir sind in den letzten beiden Spielen immer super gestartet und haben dann leider etwas den Faden verloren. Da wollen wir auch über 60 Minuten stabiler werden“. Dabei setzt der Coach weiter auf die Qualitäten seiner beiden Youngster Marc-Robin Eisel und Kian Schwarzer aus der A-Jugend, die sich zuletzt in bestechender Form präsentierten. „Kian und Marc-Robin sind unglaublich wissbegierig, ehrgeizig und zielgerichtet. Die Jungs machen richtig Spaß“, lobt Koch seine beiden Ausnahmetalente in höchsten Tönen. „Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs sind wir in diesem Heimspiel gegen die TSG Friesenheim sicher in der Favoritenrolle“, merkte Koch weiter an.

Die Frauen des SV 64 Zweibrücken gastieren am Samstag bereits um 17.30 Uhr bei der VTV Mundenheim. Trainer Rüdiger Lydorf erwartet dort ein schweres Auswärtsspiel gegen die kampfstarke Mannschaft aus Ludwigshafen. Besonderes Augenmerk hat Lydorf in der Vorbereitung dieser Begegnung auf die beiden starken Rückraumspielerinnen Kristina Schmieder und Sabine Winkelmann gelegt. Mit einer konzentrierten Abwehrleistung und einer schnellen Spielfeldüberbrückung wollen die 64er ihre Tabellenführung verteidigen. Dass in Mundenheim Haftmittelverbot herrscht, ist für die Löwinnen ungewohnt und macht die Aufgabe für die Rosenstädter nicht einfacher. „Wir haben am Samstag unseren kompletten Kader zusammen und nehmen die Favoritenrolle an. Aber wir wissen, dass ein Sieg bei der VTV keine Selbstverständlichkeit ist“, äußert sich Lydorf optimistisch, aber auch mit viel Respekt vor dem Gegner.

Die A-Junioren des SV 64 Zweibrücken empfangen am Sonntag in der Bundesliga den Nachwuchs des VfL Günzburg. Der VfL ist zwar mit vier Niederlagen in die Saison gestartet, hat aber in allen Spielen leistungsmäßig überzeugt. Der Trainer der 64er, Björn Stoll, warnt vor allem vor der unkonventionellen Abwehr und den gefährlichen Rückraumspielern der Bayern. Personell muss der Coach auf die verletzten Yannick Mangold und Tim Schaller sowie den erkrankten Nico Müller und den verhinderten Giona Dobrani verzichten. Anpfiff ist um 14 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle.