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Lektionen für den perfekten Turnierauftritt

Lektionen für den perfekten Turnierauftritt

„Gut reiten muss für dich so wenig anstrengend sein wie möglich, und gleichzeitig soll dein Pferd dabei möglichst viel lernen!“ Diese Prämisse von Dressurreiter, -Ausbilder und Turnierrichter Mario Schreiber begeisterte bei dem Lehrgang des RFV Pirmasens-Winzeln jeden Teilnehmer.

Sein Dressurkurs mit - ausfallbedingt - knapp 20 Teilnehmern bot eine bunte Mischung ambitionierter Freizeitreiter, Springreiter, Buschreiter bis hin zu erfolgreichen Dressur-Cracks. Ob seiner oft lockeren und dennoch ins Herz der Aussage treffenden Sprüche ist Mario Schreiber in der Szene äußerst beliebt. "Ich hole jeden ab, wo er und sein Pferd stehen, in der Basis-Arbeit oder beim Feilen an bestimmten Lektionen für einen perfekten Turnierauftritt", betont der bis in die schwere Klasse siegreiche Dressurreiter . "Mario ist einfach klasse, wir arbeiten mit ihm als Turnierrichter schon länger zusammen", erklärt Maximilian Müller als zweiter Vereinsvorsitzender, warum gerade Schreiber in Winzeln unterrichtet. Reiten, Pferde ausbilden, Reiter lehren, Turniere richten und dies alles bis hin zur S-Klasse prädestiniert Mario Schreiber für jeden Fall.

Die 22-jährige Nina Schunck vom RV Grenzland-Kröppen hat als Jurastudentin wenig Zeit für ihren Wallach Surprise. Trotzdem will das Paar im Sommer Dressurprüfungen auf Trensen- wie Kandarenzäumung Klasse L nicht nur bestreiten, sondern möglichst auch gewinnen. Da kommt so ein Lehrgang in der Nähe und an einem Klausuren freien Wochenende gerade recht.

Zu den Mario-Schreiber-Fans gehört auch Birgit Hohlweg vom Freudenbergerhof in Zweibrücken. Die Vorsitzende der IGV und amtierende Saarlandmeisterin Vielseitigkeit hat ihr selbst gezogenes Erfolgspferd Hopeful Hannes gesattelt. "Das sieht richtig gut aus, mit dem kannst du durchaus reine Dressurprüfungen reiten", bestätigt Schreiber das Talent des 15-jährigen Buschpferdes. Mit Versammlungen und Kurz-Kehrt-Wendungen setzt sich der großrahmige Rappe willig auf die Hinterhand. Auch in ihrer Einstellung, das Pferd nicht zu überfordern und ihm nach solchen hoch konzentrieren Anstrengungen eine Entspannungspause am langen Zügel zu gönnen, ergänzen sich die Sportpädagogin und der Dressurausbilder perfekt.

"Wenn's einfach wäre, könnte es jeder", ist einer von Schreibers Lieblingssätzen. Dieser gilt auch für die Zweibrücker Schönheitschirurgin Eva Lang. Die Wiedereinsteigerin hat mit ihrem 17-jährigen lettischen Warmblut Orson deutlich höhere Ambitionen. Sie erklärt: "Er ist mein Lehrpferd - bis S ausgebildet und das will ich mir auch erarbeiten, als Ausgleich zur Klinik." In diesem Jahr plant sie gleich mehrere Turnierstarts in der mittelschweren Klasse.