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Leichtathletik: Pfalzmeistersschaft beim LAZ Zweibrücken

Leichtathletik : Doppelter Dreifach-Triumph für LAZ-Stabhochspringer

Beim letzten Teil der gesplitteten Leichtathletik-Pfalzmeisterschaften beim LAZ Zweibrücken gewannen die jungen Athleten des Vereins am Samstag im Westpfalzstadion zahlreiche Titel. Insbesondere die Höhenflieger überragten. Doch nicht nur für die war die Wettkampfmöglichkeit in diesem ungewöhnlichen Jahr wichtig.

 Eigentlich hätte der zweite Wettkampfhöhepunkt beim LAZ Zweibrücken in diesem Jahr – neben dem Sky`s the Limit – die Ausrichtung der Süddeutschen Meisterschaften sein sollen. Das Wort eigentlich fällt in diesem von der Corona-Pandemie bestimmten Jahr sehr häufig. Und so wetteiferten die Athleten am Samstag im Westpfalzstadion statt um die süddeutschen Titel in einzelnen Disziplinen um die Pfalzmeisterschaft. Und das mit vielen guten Ergebnissen für die LAZ-Starter.

„Nee, ein Trostpflaster war die Pfalzmeisterschaft nicht“, sagt der LAZ-Vorsitzende Alexander Vieweg. „Die Süddeutsche wäre die erste richtig große Leichtathletik-Meisterschaft – neben unseren Meetings– bei uns hier in Zweibrücken gewesen.“ Rund 1000 Athleten hätten dabei an der Hofenfelsstraße um Bestzeiten, -weiten und -höhen gekämpft. „In diesen Zeiten war es aber richtig, diese Veranstaltung nicht zu machen.“ Genau so richtig – und vor allem den Nachwuchs und die ambitionierten Sportler hinter den Spitzenathleten wichtig – war aber die Durchführung etwa der Pfalzmeisterschaften. Die coronabedingte Teilung auf vier Wochenenden und somit auch in Disziplinengruppen „ist sehr gut angekommen“. Im Westpfalzstadion kämpften die Athleten um die Titel im Stabhochsprung, über die Hürden-Strecken (von 60 bis 400 Meter) sowie über die flachen 400- und 800-Meter-Distanzen. Es sei für die Athleten in diesem ungewöhnlichen Jahr sehr wichtig gewesen, überhaupt Wettkampfmöglichkeiten zu bekommen. „Das hat man am Wochenende allein bei den 800 Metern gesehen“, betont Vieweg. 94 Meldungen gab es hier in den verschiedenen Altersklassen. „Diese Athleten haben zu den letzten gehört, die wieder Wettkämpfe machen durften.“

Und bei der U18 gehört über diese Strecke auch eine LAZ-Athletin zu den Titelträgerinnen. Paula Götze war über die 800 Meter eine Klasse für sich. Sie kam zwar nicht ganz an ihre Bestzeit (2:19,78 Minuten) heran. In 2:22,53 Minuten war sie dennoch über zehn Sekunden schneller als ihre ärgste Konkurrentin. Marie Port von der VT Zweibrücken wurde Vierte (2:34,79 min).

Zudem bewiesen die jungen Starter des Leichtathletikzentrums einmal mehr, dass sie die Könige der Lüfte sind. In zwei Stabhochsprung-Wettbewerben standen am Samstg ausschließlich Athleten des gastgebenden Vereins auf dem Siegerpodest. Bei der männlichen U18 gewann Mirza Terzic mit für ihn starken 4,10 Metern. Diese Höhe übersprang zwar auch Vereinskamerad Julian Schunck, benötigte dafür aber mehr Versuche. Den Dreifach-Triumph der Zweibrücker komplettierte Jakob Legner, der genau vier Meter übersprang. Diese Höhe hatte Legner zuletzt bereits bei der Jugend-DM übersprungen – war damit aber nicht komplett zufrieden gewesen. Anfang des Jahres hatte Legner seine Bestmarke in der Halle auf 4,40 Meter hochgeschraubt. Auch beim Stabhochsprung-Wettbewerb der weiblichen U13 gingen die drei Podestplätze an das LAZ. Paula Legner (2,90 Meter) gewann vor Evelina Linzenberg (2,60m) und Livia Könsgen (2,55m).

Mit den Erfolgen bei der männlichen U18 und weiblichen U13 war die Zweibrücker Stabhochsprung-Party aber noch lange nicht vorbei. Milena Heintz gewann in der Altersklasse U20 der Frauen mit 3,50 Metern, bei den U20-Männern war Tristan Mayer (3,60 Meter) erfolgreich. Beide waren zwar in ihren Konkurrenzen die einzigen Teilnehmer im Feld. Doch insbesondere die Leistung von Heintz, die alle Höhen im ersten Anlauf nahm, war sehr stark. Anfang des Jahres war sie noch 2,80 Meter gesprungen. Auch der Wettbewerb der männlichen U13 und U14 blieb fest in der Hand der jungen LAZ-Athleten. Bei der U13 gewann Ben Silas Kribelbauer mit 3,10 Metern vor Vereinskamerad Lukas Hell (2,50 Meter). Bei der U14 siegte Colin Veit mit 2,90 Metern. Torben Grieser von der LG Bliestal wurde Dritter (2,10m). Bei der weiblichen U15 belegte Mareike Beyerlein Rang zwei (2,60m) hinter Salome Berlin vom LC Haßloch (3,20m).

Auch die Aktiven-Springer des LAZ landeten auf dem Treppchen. Bei den Frauen siegte Salome Schlemer mit 3,70 Metern und blieb damit nur zehn Zentimeter unter ihrer Höhe, die ihr Anfang des Jahres bei den Süddeutschen Meisterschaften in Sindelfingen noch Silber eingebracht hatte. Bei den Männern wurde Nico Fremgen mit 5,10 Metern Zweiter. Der Petersberger pirscht sich damit wieder an seine Bestleistung aus dem Vorjahr (5,20m) heran. Es gewann Lamin Krubally vom ASV Landau mit 5,40 Metern. Der große Favorit, Oleg Zernikel (Bestleistung: 5,60m), hatte seine Teilnahme abgesagt.

Doch nicht nur den Stabhochspringern des LAZ blieben die großen Erfolge vorbehalten. Auch im 100-Meter-Hürden-Lauf der weiblichen U20 gab es einen Zweibrücker Doppelerfolg. LAZ-Athletin Jana Faltermann siegte in 15,02 Sekunden vor Teamkollegin Sarah Gilles (16,29 sek). Carolin Aurich vom LAZ belegte in der gleichen Disziplin – aber bei den Aktiven – den Silberrang. Ihre Zeit von 18,03 Sekunden wurde noch von Lillli Ulrich von der TSG Neustadt unterboten (15,64 sek).

Bei den älteren 100-Meter-Hürdenläuferinnen (WU20) siegte mit Lena Weidler in 2:17,59 Minuten ebenfalls eine LAZ-Athletin. Auch Silber ging an die Gastgeber. Sarah Gilles kam in 2:19,09 Minuten ins Ziel.

LAZ-Läuferin Paula Götze sicherte sich über die 800 Meter der Altersklasse U18 ganz souverän den Pfalzmeistertitel. Foto: maw/Martin Wittenmeier

Ben Silas Kribelbauer, der über die 60 Meter Hürden (U13) in 10,19 Sekunden Bronze gewann und Max Götze, der über die 800 Meter (U13) in 2:43,55 Minuten Rang neun belegte, komplettierten die starken Ergebnisse der LAZ-Athleten.