Leichtathletik-Pfalzmeisterschaften Sina Mayer macht ersten Schritt zurück

Eisenberg/Haßloch · Die Sprinterin des LAZ Zweibrücken sichert sich in ihrem ersten Wettkampf des Jahres die Pfalzmeisterschaft, ist allerdings noch weit weg von ihren Topzeiten. Insgesamt gab es bei den Titelkämpfen elf Mal Gold für das LAZ.

 Nach Verletzung und Krankheit kämpft sich LAZ-Sprinterin Sina Mayer zurück auf die Bahn.

Nach Verletzung und Krankheit kämpft sich LAZ-Sprinterin Sina Mayer zurück auf die Bahn.

Foto: IMAGO/Beautiful Sports/IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/B.Hoffmann

Sina Mayer ist zurück auf der Bahn. Doch statt bei der vor der Saison angepeilten EM-Teilnahme in Rom startete die Sprinterin des LAZ Zweibrücken am Wochenende bei den Pfalzmeisterschaften in Eisenberg. Ein Bänderriss zum Ausklang des vergangenen Jahres und eine hartnäckige Infektion verhinderten, dass sich die 29-jährige WM-Teilnehmerin von 2023 für die derzeit laufenden Titelkämpfe in Italien qualifizieren konnte. Ihren Saisoneinstieg in Rehlingen und Leverkusen musste die aus Schönenberg-Kübelberg stammende Läuferin krankheitsbedingt verschieben, nachdem sie sich zuvor in Reha und Training so mühsam zurückgekämpft hatte. „Dieses Jahr ist wirklich herausfordernd für mich“, erklärte sie.

Im Eisenberger Waldstadion sicherte sich Mayer in 12,13 Sekunden nun zwar klar den Titel vor Christina Emser (LAC Pirmasens, 12,83 sek) und Gina Felden (TV Gimmeldingen, 13,04 sek), von ihrer Bestzeit (11,25) oder ihrer Vorjahres-Bestmarke von 11,36 Sekunden war die LAZ-Sprinterin, die mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel eigentlich auch auf einen Start bei den Olympischen Spielen in Paris hofft, dabei allerdings noch ein Stück weit entfernt.

Ihren Vorjahres-Titel verteidigt hat bei den Frauen LAZ-Speerwerferin Ines Beyerlein. Sie setzte sich am Samstag mit 39,09 Metern souverän vor Nadine Krämer (1. FC Kaiserslautern, 33,57 m) sowie Gina Felden (TV Gimmeldingen, 31,59 m) durch. Erst Anfang Mai hatte Beyerlein ihre Bestweite mit dem 600-Gramm-Speer in Kaiserslautern auf 41,12 Meter gesteigert, womit die 21-Jährige auch die Norm (40,00 m) für die süddeutschen Meisterschaften (Aktive und U18) am kommenden Wochenende im badischen Walldorf geknackt hatte.

Über die 800 Meter der Frauen sicherte sich die Wallhalberin Paula Götze, die für den TV Lemberg startet, in 2:26,25 Minuten Silber hinter Hannah Schmitz (1. FC Kaiserslautern, 2:25,05 min) und vor ihrer Vereinskameradin Aline Salzmann. Die Zweibrückerin kam nach 2:26,49 Minuten ins Ziel.

Nur einen einzigen gültigen Sprung benötigte Bea Schultheiß, um sich den Pfalzmeistertitel bei den Frauen zu sichern. Erst im dritten Versuch meisterte die LAZ-Stabhochspringerin, die im Freien eine Bestmarke von 3,70, in der Halle von 3,82 Metern stehen hat, ihre Einstiegshöhe von 3,40. Zu diesem Zeitpunkt war sie die einzige verbleibende Athletin im Feld. Die 3,50 riss Schultheiß im Anschluss drei Mal. Platz zwei ging mit 3,30 an Katharina Schuster vom LC Haßloch (3,30 m). Bronze sicherte sich die Zweibrückerin Salome Schlemer mit 3,20 vor LAZ-Kollegin Leah Rosar (3,10).

Die Bronzemedaille im Stabhochsprung-Wettbewerb der Männer ging in Eisenberg mit 4,20 Metern an LAZ-Höhenflieger Philipp Kranz. Er reihte sich hinter Pfalzmeister Dennis Schober (ASV Landau, 5,00 m) und Moe Patisson (ASV Landau, 4,50 m) ein. LAZ-Springer Jakob Legner musste sich mit Platz fünf begnügen. Der Vorjahressieger der U20 schaffte es lediglich im zweiten Anlauf über seine Einstiegshöhe von 4,00 Metern. In Bad Bergzabern war er Mitte Mai bereits über 4,70 geflogen. Im Vorjahr hatte er seine Bestmarke auf 5,05 Meter hochgeschraubt.

Auch bei der U20 sammelten die Höhenflieger des LAZ Zweibrücken bei den Titelkämpfen fleißig Edelmetall. Lars Ulrich setzte sich mit 4,90 Metern klar vor Noel Föllinger (ASV Landau, 4,00 m) durch. Bei der weiblichen U20 sicherte sich LAZ-Athletin Mareike Beyerlein den Sieg. Mit den 3,20 Metern blieb sie dabei lediglich drei Zentimeter unter ihrer Bestmarke. Ihre Teamkollegin Elif Brill landete mit 3,00 Metern hinter Salome Berlin (LC Haßloch, 3,10 m) auf dem Bronzerang.

Bei der männlichen und weiblichen U18 gingen ebenfalls gleich beide Stabhochsprung-Titel an Vertreter des LAZ Zweibrücken. Bei den Jungs behauptete sich Ben Silas Kribelbauer mit 4,30 Metern vor seinem Teamkameraden Lukas Hell (3,80) sowie dem Landauer Philip Kreusch (3,70 m).

Bei den Mädels, bei denen der Wettbewerb eine reine LAZ-Sache war, sicherte sich Livia Könsgen mit 3,60 Metern die Goldmedaille. In einem starken Wettkampf schraubte sie ihre persönliche Bestmarke um zehn Zentimeter nach oben. Ihre Einstiegshöhe von 3,00 Metern sowie die anschließenden 3,10 meisterte die LAZ-Athletin gleich im ersten Versuch. Nach zwei Anläufen über die 3,20 leistete sie sich über die 3,30, 3,40, 3,50 und die 3,60 Meter nur einen weiteren Fehlversuch (3,40 m). Die 3,70 Meter waren am Samstag noch etwas zu hoch für Könsgen, die sich dennoch souverän vor ihrer Vereinskollegin Paula Legner (3,00 m) durchsetzte. Das Podest komplett machte Ophelia Bryant, die 2,90 Meter meisterte. Die vierte LAZ-Starterin im Bunde, Lola Dirnberger, blieb ohne gültigen Versuch.

Über eine Bronzemedaille durfte sich LAZ-Starterin Ciara Hüther im Kugelstoß-Wettbewerb der U18 freuen. Sie katapultierte die Drei-Kilo-Kugel auf 10,23 Meter. LAZ-Kollegin Katharina Schmitz landete mit 9,38 auf Rang vier. Der Titel ging klar mit 13,06 Metern an Lea Braun vom LC Edenkoben. Hüther wurde zudem Fünfte mit dem 500-Gramm Speer. Sie schleuderte ihr Wurfgerät auf 26,69 Meter. Der Sieg ging mit 35,10 Meter an Annika Frey (TSG Neustadt).

Einen weiteren Stabhochsprung-Titel sicherte dem LAZ bei der M14 David Könsgen. Er stellte mit den 3,65 Metern eine neue persönliche Bestmarke auf. Er steigerte sich in einem starken Wettkampf um 15 Zentimeter. Sämtliche Höhen (2,95 m, 3,25 m, 3,35 und 3,65) nahm Könsgen dabei gleich im ersten Anlauf. Erst an den 3,75 scheiterte der LAZ-Athlet drei Mal. Pfalzmeisterin wurde bei der W13 – als einzige Starterin – die Zweibrückerin Ronja Faber (2,65 m). Und auch bei der W12 zeigte das LAZ seine Stabhochsprung-Dominanz. Leni Mourer setzte sich hier mit 1,95 Meter vor ihrer Vereinskameradin Helena Schmitz (1,65 m) durch. Marlie Albert blieb ohne gültigen Versuch. Im Weitsprung landeten Schmitz (3,68 m), Mourer (3,60 m) und Albert (3,49 m) auf den Plätzen 16, 20 und 26. Über die 75 Meter sprinteten die drei LAZ-Starterinnen Mourer (11,61 sek), Albert (12,08 sek) und Schmitz (12,33 sek) auf die Ränge 13, 21 und 24.

Bei der M13 sicherte sich Dorian Senst Silber über die 800 Meter (2:35,58 min), im Weitsprung wurde er mit 4,19 Metern zudem Vierter, einen winzigen Zentimeter blieb er dabei hinter Rang drei zurück.

Moritz Wingerter verpasste bei der M12 das Finale über die 75 Meter mit seiner Zeit von 11,15 Sekunden um eine Hundertstel, er wurde Neunter. Im Stabhochsprung sicherte er sich mit 1,85 Meter Rang zwei, im Weitsprung verpasste er als Vierter den Bronzeplatz um sieben Zentimeter.

 LAZ-Stabhochspringerin Livia Könsgen sicherte sich bei der U18 mit neuer Bestleistung die Pfalzmeisterschaft.

LAZ-Stabhochspringerin Livia Könsgen sicherte sich bei der U18 mit neuer Bestleistung die Pfalzmeisterschaft.

Foto: IMAGO/Beautiful Sports/IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/R. Schmitt

Die U20- und U16-Athleten – bis auf die Stabhochspringer – ermittelten ihre Pfalzmeister am Wochenende in Haßloch. Hier sicherte sich Linn Spiekermann vom LAZ Zweibrücken im Kugelstoß-Wettbewerb der W15 souverän mit 9,48 Metern vor Finja Schwarz (TV Bad Bergzabern, 8,87 m) und Sophie-Luisa Schneider (TV Bad Bergzabern, 8,82 m) den Sieg. Alle fünf gültigen Versuche von Spiekermann landeten jenseits der Neun-Meter-Marke und hätten damit zum Titel gereicht. Mit dem Speer schaffte die LAZ-Athletin ebenfalls den Sprung aufs Podest. Sie landete mit 22,93 Metern auf dem Bronzerang. Hier sicherte sich Finja Schwarz (27,95 m) den Sieg vor Sophie-Luise Schneider (26,37 m). Für die zweite LAZ-Starterin, Louisa Bachleitner, die die 100 Meter in Angriff nahm, war in Haßloch nach dem Vorlauf Schluss.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort