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LAZ Zweibrücken: Speerwerferin Christin Hussong gewinnt in Thum

Leichtathletik : Christin Hussong siegt auch ohne gutes Gefühl

Die Speerwerferin des LAZ Zweibrücken behauptet sich bei verregneten Thumer Werfertagen mit 61,15 Metern.

Mit ihrer Wurfserie ist Christin Hussong nicht zufrieden gewesen. Dennoch sicherte sich die Speerwerferin des LAZ Zweibrücken am Samstag recht souverän den Sieg bei den verregneten Thumer Werfertagen. Wenn der 26-Jährigen auch ihre bis dahin beste Weite von 60,42 Metern zu Platz eins gereicht hätte, legte sie im letzten Versuch noch eine kleine Schippe drauf. Mit 61,15 Metern behauptete sich die Europameisterin vor rund 300 Zuschauern gegen ihre Konkurrenz. Auf Platz zwei landete Christine Winkler (SC DHfK Leipzig) mit 59,01 Metern, Dritte wurde die erst 18-jährige Lea Wipper (SC DHfK Leipzig), die ihre Bestleistung um 53 Zentimeter auf 57,03 Meter verbesserte.

Christin Hussong, die weiß, „dass noch mehr geht“, als ihre bisherige Saisonbestleistung von 64,10 Metern war trotz des Sieges auch in Thum nicht vollkommen zufrieden. Sie haderte im Nachhinein mit ihrer Technik. In der Corona-Zeit, in der noch keine Meetings stattfanden, hatte die LAZ-Athletin gemeinsam mit Vater und Trainer Udo Hussong an technischen Umstellungen gefeilt. In diesem ungewöhnlichen Wettkampf-Sommer sei es für Christin Hussong wichtig, das „zu festigen und Sicherheit reinzubringen“ – immer mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio 2021. Daher zeigte sie sich in Thum mit ihrer Siegesweite letztendlich auch versöhnlich. „Der ging schon in die richtige Richtung. Aber es gab heute keinen Wurf, der sich richtig gut angefühlt hat und locker über die Schulter ging“, sagt die Herschbergerin, die dennoch einfach froh ist, in diesem Jahr überhaupt Meetings bestreiten zu können.

„Geplant ist es nun, bis Anfang September noch ein paar Wettkämpfe zu bestreiten“, erklärt die deutsche Meisterin. Zunächst am kommenden Samstag beim Speerwurf-Meeting in Offenburg. Am 8. September ist dann noch ein Start im italienschen Roverto angedacht. „Im Kopf habe ich diese Termine“, aber man müsse immer damit rechnen, dass sich in diesen Zeiten noch etwas ändert. „Daher schaue ich immer von Woche zu Woche“, erklärt Christin Hussong, die ihrem Körper danach erst mal etwas Ruhe gönnen möchte. Bevor sie Mitte Oktober dann wieder in die Vorbereitung auf die neue, die Olympia-Saison starten will.