Leichtathletik Hussong bleibt zum Auftakt unter 60-Meter-Marke

Offenburg/Zweibrücken · Zwar hätte sich LAZ-Speerwerferin Christin Hussong zum Start in die Olympiasaison eine Weite jenseits der 60 Meter gewünscht, immerhin hat die Herschbergerin beim Meeting in Offenburg als erstes Zwischenziel aber die DLV Bestätigungsnorm für die EM in Rom gemeistert.

LAZ-Speerwerferin Christin Hussong war mit dem Auftakt nicht ganz zufrieden, blickt aber dennoch zuversichtlich nach vorne.

LAZ-Speerwerferin Christin Hussong war mit dem Auftakt nicht ganz zufrieden, blickt aber dennoch zuversichtlich nach vorne.

Foto: IMAGO/Beautiful Sports/IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohring

Obwohl Christin Hussong mit ihrem Saisonauftakt nicht vollkommen zufrieden ist, hat die Speerwerferin des LAZ Zweibrücken ihr erstes Zwischenziel für den Sommer doch abhaken können: Die DLV-Bestätigungsnorm (58,50 m) für die EM in Rom (7. Bis 12. Juni). Das gelang der 30-Jährigen gleich in ihrem allersten Wurf der Saison beim Meeting in Offenburg am Sonntag mit 59,63 Metern. Weiter sollte Hussongs Wurfgerät am Sonntag dann aber auch nicht mehr fliegen. Damit landete die Herschbergerin auf Rang sieben, der Sieg ging mit 63,58 Metern an die Serbin Adriana Vilagos.

„Für den ersten Wettkampf bin ich recht zufrieden“, erklärte die LAZ-Athletin am SWR-Mikrofon, „total zufrieden natürlich nicht. Wenn ich jetzt eine 63 oder 64 geworfen hätte, wäre es schon schöner gewesen.“ Allerdings lasse sich auf dieser Leistung aufbauen. Zumal es „im Training richtig gut lief“ zuletzt. „Aber ich habe einfach noch nicht die Sicherheit aus dem Wettkampf“, sagt die Europameisterin von 2018 und ergänzt: „Nach meiner Verletzung bin ich im vergangenen Jahr nur sehr, sehr, sehr schwer reingekommen.“ Zwar sei sie nach der monatelangen, akribischen Vorbereitung zusammen mit Vater und Trainer Udo Hussong nun wieder bei ihrem alten Anlauf und ihrer „normalen“ Geschwindigkeit angekommen, „aber technisch kommt noch nicht alles zusammen“.

Dennoch bleibt Hussong, die eine Bestweite von 69,19 stehen hat, zuversichtlich, nach dem Verpassen sämtlicher Großereignisse in den vergangenen beiden Jahren, die Olympia-Norm von 64,00 Metern in den kommenden Wettkämpfen knacken zu können. Das Finale von Paris ist das große Ziel der LAZ-Werferin. „Ich habe die Olympia-Norm auf jeden Fall drauf“, zeigt sie sich selbstbewusst: „Ich bin athletisch eigentlich so stark, wie in meinem besten Jahr. Ich weiß, was ich kann, wenn vieles zusammenkommt.“ In dem schweren vergangenen Jahr sei sie technisch zwar in „komische Muster“ verfallen, aber die habe sie in der Vorbereitung aufgearbeitet und habe zu ihrer alten Technik zurückgefunden. „Aber es dauert halt ein bisschen, bis das im Wettkampf dann auch perfekt zusammenpasst. Jetzt muss ich ein geduldig bleiben, trainieren und viel werfen“, erklärt Hussong. Die Chance darauf, ihre Saisonbestweite nach oben zu schrauben, hat die LAZ-Athletin nun beim Pfingstsportfest in Rehlingen, bei den Austrian Open in Eisenstadt sowie in Budapest, bevor es dann in die EM-Vorbereitung geht.

Den Sieg bei den Männern beim Meeting in Offenburg sicherte sich am Sonntag der Ukrainer Artur Felfner mit 83,95 Metern. Lokalmatador Johannes Vetter musste verletzungsbedingt passen. Der deutsche Rekordhalter (97,76 m) zog sich im Abschlusstraining eine Adduktorenzerrung zu. Die Absage des Meetings sei „eine reine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen.

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