Fußball-Verbandspokal TSC Zweibrücken dominiert „geiles Flutlichtspiel“

Zweibrücken · Fußball-Landesligist behauptet sich in vierter Verbandspokal-Runde überraschend klar gegen klassenhöheren SV Steinwenden.

 Alex Styben traf zum zwischenzeitlichen 2:0 des TSC Zweibrücken gegen Steinwenden.

Alex Styben traf zum zwischenzeitlichen 2:0 des TSC Zweibrücken gegen Steinwenden.

Foto: Martin Wittenmeier

In der Mannschaft des Fußball-Landesligisten TSC Zweibrücken steckt jede Menge Potenzial – davon konnten sich am Mittwochabend rund 250 Zuschauer im Heimspiel des Verbandspokals Südwest gegen den in weiten Teilen chancenlosen Verbandsligisten SV Steinwenden überzeugen. Dabei kam der gastgebende Außenseiter zu einem überraschend klaren 5:1 (2:0)-Erfolg. „Wir waren von der ersten Minute an gut im Spiel und haben die Zweikämpfe gewonnen. Wir haben immer wieder nach vorne spielerische Akzente gesetzt und haben das ruhig gespielt“, freut sich TSC-Spielertrainer Dennis Hirt. Bereits nach sechs Minuten gingen die Gastgeber im Anschluss an einen sehenswerten Angriff über die Außenbahn in Führung, in der Mitte vollendete Maximilian Decker. Auch in der Folge blieben die Zweibrücker am Drücker und drängten auf den Ausbau der Führung. In der 24. Minute war es soweit: Alex Styben traf per Kopf. Zuvor hatten sich Decker und Tim Wachall durch die Hintermannschaft der Gäste klug durchkombiniert und der Letztgenannte flankte zielgenau. In der Folge verpasste Wachall freistehend vorm gut reagierenden Gästeschlussmann Romperto Or Roberto Bana das mögliche 3:0.

Die große Frage lautete nun, ob der TSC im Gegensatz zu den bisherigen Spielen in der Meisterschaft auch einmal über die gesamte Distanz die nötige Konstanz an den Tag legen kann. Dies sah zunächst nicht so aus, denn bereits fünf Minuten nach dem Seitenwechsel brachte der eingewechselte David Höft den Verbandsligisten auf 1:2 heran. „Auch Elias Schulze war zur Pause eingewechselt worden. Er hat zusammen mit Höft in der Offensive eine brutale Qualität. Wir haben dann 15 Minuten benötigt, um uns darauf einzustellen. Unser starker Schlussmann Nico Eitel hat uns in dieser Phase im Spiel gehalten“, lobt Hirt. Im Gegensatz zu den vergangenen Spielen fand dann aber der TSC wieder in seinen Rhythmus. Zunächst verpassten die Hausherren noch die Vorentscheidung. Doch dann kam die 72. Minute, als Tobias Schön einen langen Einwurf verlängerte und Jonathan Kauf mit dem Kopf erfolgreich war. Dieser Treffer zum 3:1 bedeutete die Initialzündung für den TSC, der nun noch mehr wollte. Und dies gelang: Hirt machte mit einem Weitschuss endgültig den Deckel auf den Topf (80.). Der Spielertrainer hatte zuvor aus 25 Metern abgezogen.

Der TSC lief die nun immer fehlerhafter agierenden Gäste weiter an. Die logische Folge: das 5:1. Dieses Mal durfte sich Wachall in die Torschützenliste eintragen (83.). „Wir hätten noch nachlegen können. Wir hatten einfach den größeren Willen“, freut sich Hirt. Er wünscht sich nun für die nächste Runde ein weiteres Heimspiel – möglichst gegen einen Ober- oder sogar Regionalligisten. „Das wäre für den Verein geil, das wäre für uns auf jeden Fall nochmal ein geiles Flutlichtspiel.“

Auch Hirts gleichberechtigter Trainerkollege Özal Acar war mit diesem für den TSC besonderen Pokalabend zufrieden. „Die erste Halbzeit war überragend. Wir hatten das Spiel total unter Kontrolle. Das 2:0 zur Pause war völlig verdient“, meint Acar und ergänzt: „Nachher ist natürlich dank der Einwechslung von Höft und Schulze ein Ruck durch die Gästemannschaft gegangen. Aber wir haben gut darauf reagiert und letztlich auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“

Nun hofft das TSC-Trainerduo, dass dieser deutliche Aufwärtstrend auch in der Meisterschaft fortgeführt werden kann – dabei gastieren die Zweibrücker am Sonntag um 15.30 Uhr im Derby zur Rieschweiler Kerwe bei der SGR.