Fußball-Landesliga West TSC verpasst Sieg gegen zehn Hauensteiner

Die Zweibrücker teilen sich beim 1:1 im Landesliga-Heimspiel die Punkte mit dem SCH – und bleiben hinter den eigenen Erwartungen zurück. Rieschweiler feiert nächsten Sieg.

Tim Wachall vergibt hier per Kopf die große Siegchance des TSC Zweibrücken im Heimspiel gegen den SC Hauenstein.

Tim Wachall vergibt hier per Kopf die große Siegchance des TSC Zweibrücken im Heimspiel gegen den SC Hauenstein.

Foto: Norbert Schwarz

TSC Zweibrücken – SC Hauenstein 1:1 (1:1). Der vor der Saison selbst ernannte Aufstiegsanwärter TSC Zweibrücken tritt in der Fußball-Landesliga West weiterhin auf der Stelle. Der TSC ist nach den ersten fünf Spieltagen mit sieben Punkten Tabellenzehnter und hinkt den eigenen Ansprüchen hinterher. Vor der schönen Kulisse von 255 Zuschauern wurde im Heimspiel gegen den Tabellendritten SC Hauenstein der im Vorfeld der Partie sehnlichst erhoffte dritte Saisonsieg verpasst. Und dabei hatte der TSC einen guten Start erwischt und war in den ersten 30 Minuten die bessere Mannschaft. Folgerichtig fiel durch Alex Styben das 1:0, nachdem er ein Zuspiel von Tim Wachall in der Mitte eiskalt verwertete (27. Minute). Doch irgendwie bekommen es die Zweibrücker derzeit nicht hin, ihr Spiel konstant durchzuziehen und ließen auch am Sonntag etwas nach. Dies nutzten die Hauensteiner konsequent aus: Christof Seibel war im Anschluss an eine von den Gastgebern zu kurz abgewehrte Ecke mit einem 16-Meter-Schuss zum 1:1 erfolgreich (36.).

Auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten war der SC Hauenstein die bessere Mannschaft. Doch dann gerieten die Gäste aufgrund einer Notbremse in Unterzahl: Im Anschluss an einen langen Ball von TSC-Spielertrainer Dennis Hirt wurde Wachall von Moritz Schmitt regelwidrig gebremst, und dieser musste nach 65 Minuten den Platz verlassen. „Wir hatten dann in Überzahl mehr Ballbesitz, leisteten uns aber zu viele individuelle Fehler. Wir waren einfach nicht konzentriert genug, was den Gegner im Spiel ließ. Falls die Gäste ihre Konter besser ausspielen, können wir sogar noch verlieren“, meint Hirt und ergänzt: „Mit einem Mann mehr auf dem Platz hätten wir eigentlich drei Punkte holen müssen. So müssen wir mit dem einen Zähler leben, der allerdings für uns insgesamt zu wenig ist.“ So sieht es auch sein gleichberechtigter Trainerkollege Özal Acar: „Wir haben uns das Leben gegen in Unterzahl agierende Hauensteiner unnötig schwer gemacht. Aus meiner Sicht sogar schwerer als noch zuvor gegen elf. Letztlich war es ein gerechtes Unentschieden, aber natürlich hätten wir liebend gerne zwei Punkte mehr hierbehalten.“

Weiter geht es für den TSC Zweibrücken bereits an diesem Mittwoch, 13. September, um 19 Uhr im Verbandspokal Südwest mit einem Heimspiel am Wattweiler Berg gegen den Verbandsligisten SV Steinwenden. Der Gegner ist in der Meisterschaft noch sieglos und nach drei Zählern aus den ersten fünf Spielen Tabellenschlusslicht. Und in der Meisterschaft geht es für den TSC am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr mit dem Kreis-Derby bei der SG Rieschweiler weiter.

VfR Kaiserslautern – SG Rieschweiler 3:4 (0:3). Spätestens nach diesem Sieg der SG Rieschweiler in Kaiserslautern sollten die Zweibrücker vor dem neuen Tabellenfünften gewarnt sein. Vor 105 zahlenden Zuschauern lag die SGR auf dem Rasenplatz am Erbsenberg schon zur Pause deutlich mit 3:0 in Führung. Das 1:0 für die Gäste hatte Nils Lippick nach 19 Minuten mit einem Schuss aus halbrechter Position erzielt. Dann war Elias Braun nach 33 Minuten mit dem zweiten Treffer zur Stelle, ihn hatte Eric Mayer mit einem Ball durch die Schnittstelle der Abwehr hindurch mustergültig bedient. Und es sollte noch besser für die Gäste kommen, als kurz darauf Mirko Tüllner auch noch das dritte Tor markierte – die Vorlage kam von Nicklas Eiser (35.).

Die Partie war allerdings noch nicht entschieden, denn Kaiserslauterns Timo Mangold bestrafte einen Ballverlust der Gäste nach Wiederbeginn mit dem schnellen 1:3-Anschlusstreffer (46.). Extrem wichtig für die SG Rieschweiler war dann das 4:1 von Kevin Gundt nach 81 Minuten. Dieses Tor resultierte aus einem direkten Freistoß, wobei Lauterns Schlussmann Dennis Reutter in dieser Situation alles andere als gut aussah. In der Schlussphase der Partie erzielten die Gastgeber noch durch Mangold (82.) sowie Gabriel Moreira Ribeiro (85.) zwei Tore. „Anschließend hatte der VfR allerdings keine Chance mehr. In unserer souveränen ersten Halbzeit waren noch mehr Tore für uns möglich. Letztlich wurde es vom Ergebnis her noch einmal eng, aber wir haben es gut über die Zeit gebracht“, freut sich SGR-Trainer Börn Hüther: „Wir haben mit unseren nun neun Punkten bereits die identische Ausbeute wie vergangenes Jahr im Winter. Von daher ist das schon einmal relativ gut, wie wir dastehen.“

Gegen den TSC muss er seine Mannschaft nicht mehr besonders motivieren. Es ist das Kerwespiel der SG Rieschweiler. „Obwohl wir in der Tabelle vorm TSC stehen, ist der Gegner der Favorit. Sie wollen den Meister machen und liegen bislang hinter den Erwartungen zurück. Von daher erwarten wir einen Gegner, der das geraderücken will. Aber wir werden uns mit aller Macht wehren. Der Kader des TSC ist so aufgestellt, um aufsteigen zu können – wir sind der Außenseiter. Wir sind gewappnet und schauen, was passiert“, betont Hüther.