Kurioses Remis der Ballweiler

Dreimal Rot, einmal Gelb-Rot und vier Tore. Die Partie zwischen der FSG Schiffweiler und der DJK Ballweiler-Wecklingen/Wolfersheim hatte es am Freitagnachmittag in sich. Am Ende nahmen beide Teams einen Punkt mit.

Das war kein Spiel für schwache Nerven. Nach dem 2:2 zwischen der FSG Schiffweiler und der DJK Ballweiler-Wecklingen/Wolfersheim gab es am Freitag viel Diskusssionsstoff. Der Verlauf der Verbandsliga-Partie war durchaus kurios. Dabei hatte der Schiedsrichter mit vier Platzverweisen und zwei Elfmetern viel Arbeit. Schon nach drei Minuten musste er ein klares Handspiel im Strafraum eines FSG Spielers mit Rot bestrafen. Christian Zäch verwandelte den Elfer zur Führung für die DJK. Trotz Überzahl waren sich die Gäste etwas zu sicher und die FSG konterte gleich zwei Mal erfolgreich. In der 15. und 25. Minute schloss Jens Hartz diese zur 2:1-Führung ab. Sascha Meyer glich für die optisch überlegene Elf aus Ballweiler zum 2:2 aus. Nach einem Foul an Meyer (51.) sah auch Schiffweilers Torhüter Mantas Babicius Rot. Doch den Strafstoß schoss Zäch an den Pfosten. Die DJK war zwar mit zwei Spielern in Überzahl zunächst optisch überlegen, fand aber kein Mittel sich eine echte Torchance zu erspielen. Schließlich sah DJK-Spieler Marco Florsch (80.) Gelb-Rot nach wiederholtem Foulspiel und Alexander Hennrich Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung.

Sowohl der Tabellenführer SV Bliesmengen/Bolchen gegen St. Ingbert, als auch Aufsteiger FC Homburg II beim Schlusslicht FC Marpingen können ihre Spiele am Sonntag für sich entscheiden. Bliesmengens Trainer Udo Krummel muss auf Matthias Munz, der nach umstrittener Roter Karte in Steinbach gesperrt ist. "Selbst der Gegenspieler Lukas Heiner hat ausgesagt, dass Munz ihn nicht berührt hat." Schriftlich habe man beim Verband gebeten, die Sperre auszusetzen. Eine Entscheidung darüber stand aber noch aus. Krummel muss vor dem Spiel gegen die St. Ingberter zudem auf seinen Sohn Marco wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel und auf Peter Luck (Muskelfaserriss) verzichten. "St. Ingbert ist stärker als der zwölfte Platz vermuten lässt. Bisher hatte der SVI viel Verletzungspech." Den Gegner wird der Spitzenreiter sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Krummel: "Ich verweise hier auf die letzte Saison, als wir mit 0:5 in St. Ingbert verloren." Daher hat der SV Bliesmengen/Bolchen noch etwas gut zu machen.

Auf die leichte Schulter nehmen wird auch die U23 des FC Homburg am Sonntag Schlusslicht FC Marpingen nicht. Obwohl Marpingen erst einen einzigen Zähler auf dem Konto, wird der Homburger Trainer Andreas Sorg alles versuchen, dass seine Spieler den Gegner nicht unterschätzen. "Schon oft hat der vermeintliche Favorit beim Tabellenletzten verloren", sagt Sorg und verweist zudem darauf, dass der FCH auf einem Kunstrasenplatz der älteren Generation antreten muss. "Darauf gilt es sich ebenfalls einzustellen, wie auf die Spielweise des Gegners, den ich ganz tief hinten in der Abwehr stehend erwarte." Seine Mannschaft muss auf jeden Fall von der ersten Minute an, konzentriert spielen, und auch die möglichen Torchancen nutzen. Sorg: "Wenn wir so auftreten, wie beim 6:1-Heimsieg über die DJK Bildstock, sollten wir auch in Marpingen gewinnen." Allerdings halfen beim Heimspiel gleich fünf Regionalligaspieler bei der Zweiten aus. "Wer von oben dabei ist, erfahre ich noch" Auf jeden Fall muss Sorg weiter auf Andreas Klassen (Leiste) und auch auf Tim Klotsch (Beruf) verzichten. Offen ist ob Eduardo Ibarra nach Leistenbeschwerden wieder im Kader steht.