Kolumne : Let’s go Hornets!

Das Feuer der Fans. Der elfte Mann. Der Rückenwind der Kurve: Wenn Sportler über die Signifikanz des eigenen Anhangs sprechen, klingt das nicht selten wie ein auswendig gelernter Textbaustein schnöseliger Jungprofis, die den Vorgaben einer aalglatten Marketingabteilung folgen.

Beim Eishockey-Regionalligisten EHC Zweibrücken scheint das anders. Die Spieler Christian Werth, Max Dörr und die sportliche Leiterin Christina Fischer schwärmten in der Vergangenheit mit solcher Inbrunst vom Anhang der Hornets – das kann keine Plattitüden-Parade sein, um sich bei den Fans anzubiedern. Dörr meinte gar – vor der Halbfinalserie – gegen die Eisbären Heilbronn, dass das doppelte Heimrecht im Falle eines dritten Spiels der „entscheidende Vorteil sei“. Die Hornets gewannen die Halbfinalserie knapp mit 2:1 – durch zwei Siege in der heimischen Ice-Arena. Vor jeweils weit mehr als 1000 Zuschauern.

Im Finale um den Titel gegen den amtierenden Meister Bietigheim werden die Hornets leider nur ein Mal Heimrecht genießen. Dann werden die EHC-Fans ihre Mannschaft im Heimspiel am 24. März umso lauter nach vorne brüllen müssen. Und auswärts. Schließlich hat Bietigheim daheim im Schnitt nur rund 120 Zuschauer. Werden die Hornets-Fans ihrem Ruf gerecht – es könnte auch auf drei Heimspiele in der Finalserie hinauslaufen.