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Klaus Fuhrmann erster Radverkehrsbeauftragter von Zweibrücken

Klaus Fuhrmann und Stellvertreter Lars Danzenbächer sind die ersten in dem Zweibrücker Ehrenamt : Neue Radverkehrsbeauftragte der Stadt verraten erste Ideen

Bei dem Termin am Hofenfels-Gymnasium wurden außerdem ein neuer Fahrradständer vorgestellt und erfolgreiche junge „Stadtradler“ geehrt.

In Sachen Fahrrad hat die Stadt Zweibrücken in diesem Jahr große Sprünge gemacht. Bei der Aktion „Stadtradeln 2021“ konnten die Zweibrücker ihr Ergebnis als beste Newcomer 2020 noch einmal deutlich steigern und vor allem auch die beiden Gymnasien fürs Mitradeln begeistern. Außerdem hat die Stadt seit neuestem zwei Radverkehrsbeauftragte, die sich am Montag im Rahmen der Schulehrung gleich mit vorstellten: Klaus Fuhrmann und sein Stellvertreter Lars Danzenbächer.

Beide sind als Vielfahrer Gründungsmitglieder der Initiative Pro Fahrrad in Zweibrücken und maßgeblich an der Organisation der Aktion Stadtradeln beteiligt. Stolz verkündete Stadtradeln-Sprecherin Anke Fuhrmann das Ergebnis von 224 446 Kilometern, mit dem die Zweibrücker ihre Einstiegsleistung mehr als verdoppelt hatten: „Landesweit sind wir damit Zwölfte und bei den Städten zwischen 10 000 und 50 000 Einwohnern belegen wir ungefährdet Rang zwei hinter Frankenthal“, obwohl diese Stadt deutlich größer sei.

Maßgeblich beteiligt an dem starken Zweibrücker Ergebnis waren das Hofenfels-Gymnasium mit 16 547 geradelten Kilometern auf dem Silberrang hinter Seriensieger Rimschweiler (25 842 km) und knapp vor dem Helmholtz-Gymnasium (15 977 km). Die beiden Schulen hatten nicht nur in der Konkurrenz miteinander zum Schluss noch einige Schippchen Radkilometer drauf gelegt, sondern auch schulintern. Hofenfels-Direktor Jörg Neurohr bedankte sich für die Organisation, die Aufwand und Zeit koste. Neben dem Klimaaspekt sind dem Sportlehrer auch die Auswirkungen des Radfahrens für Gesundheit, Fitness und Sportlichkeit ein Anliegen. Stolz ehrte er deshalb die besten Teilnehmer (in Gruppen wie einzeln) mit „Pro Rad“-Schulurkunden.

Der große Preis für alle Hofenfelsler, ein Fahrradständer, wurde neben dem bereits angeschafften Schul-Radständer auf dem kleinen Lehrerparkplatz unterhalb der Treppe aufgestellt. „Als ich vor 30 Jahren das letzte Mal hier war, parkten hier nur Fahrräder und der Platz war überdacht“, erinnert sich Klaus Fuhrmann. Als Radverkehrsbeauftragtem ist dem 52-jährigen Rimschweiler an Anliegen, das Radeln in Zweibrücken vor allem alltagstauglich zu machen und über den reinen Freizeitwert auszudehnen. Anfragen für eine Anbindung des Hofenfels-Gymnasiums an das Radwegenetz habe es bereits gegeben. „Wir werden uns darum kümmern“, versprach Klaus Fuhrmann. Ebenso wie sein Arbeitskollege, Lars Danzenbächer (48), fährt der Pallmann-Mitarbeiter seine fünf Kilometer täglich mit dem Rad und lässt sein Auto so oft wie möglich stehen.

Ohnehin engagiert für das Radfahrthema, fühlte sich Klaus Fuhrmann (der auch als SPD-Stadtratsmitglied bekannt ist) von dem neuen Ehrenamt sofort angezogen.

Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) kündigte an: „Wir werden feste Sprechzeiten einrichten, sobald dafür ein Raum gefunden ist“, erklärt . Bis zur eigenen E-Mail können sofort Anliegen an die Fahrradbeauftragten über die offizielle Stadtmailadresse stadtverwaltung@zweibruecken.de gerichtet werden.

In den Fokus nehmen wollen Klaus Fuhrmann und Lars Danzenbächer vor allem Themen wie Sicherheit und Ausbau eines Radwegenetzes quer durch die Stadt und im Umkreis. Nach dem Regensommer mache Bewuchs an den Radwegen von Brennesseln bis Brombeerranken Radelnden das Leben schwer. Auch die Wegeführung soll geklärt werden, etwa durch Fragen an Radler, weshalb sie trotz Verbotes den Guldenweg nutzen, um Abhilfe zu schaffen. „Wir sind nicht dazu da, Radfahrer-Fehlverhalten zu ahnden. Dafür gibt es andere Stellen“, betont Klaus Fuhrmann. Vielmehr sei das Anliegen, im Dialog gute Lösungen zu finden. Möglicherweise auch für die Mountainbiker, deren illegal angelegten Bikepark im Fasaneriewald die Stadt aus Sicherheitsgründen entfernte.

Über eine Aufteilung der Aufgaben hat das Fahrrad-Duo noch nicht nachgedacht. Da Lars Lanzenbächer viel mit dem Touren- und Rennrad wie auch dem Mountainbike unterwegs ist, wird er sich aber dieses Themas annehmen. Generell sei das Ziel, viel mehr Zweibrücker über gute und sichere Radwegführung dazu zu animieren, viel öfter vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen. „Das gibt mehr Ruhe in der Stadt, bessere Luft und mehr Platz für alle, letztlich auch für die verbleibenden Autofahrer.“

Das Hofenfels ehrte als beste Radfahrgruppen die Klasse 5b (2417 km), den 12er-Leistungskurs Erdkunde (2018 km), die Klasse 5c (1353 km), als beste Einzelfahrer Zoe Semar (518 km), Kevin Podstawka (496 km), Malo Gregoire 5b (334 km) Insgesamt legten 89 Radelnde eine durchschnittliche Strecke von 186 Kilometer pro Kopf zurück.