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Springturnier: Katharina Burgard verpasst Sieg knapp

Springturnier : Katharina Burgard verpasst Sieg knapp

Reiten: Bechhoferin mit guter Vorstellung beim Springturnier des RSC Gestüts Etzenbacher Mühle.

Die Zeit hätte gereicht. Doch am allerletzten Hindernis der Siegerrunde im M-Springen nahm Con Mex mit Katharina Burgard im Sattel eine Stange mit. Die Bechhoferin, die für den RFV Bundenbacherhöhe startet und gleich mit zwei selbst gezogenen Pferden in die Siegerrunde einzog, nahm es sportlich. Jedenfalls ziemlich. „Ich konnte nur gewinnen, Zweite war ich ohnehin schon“, sagte sie mit Blick auf die schnelle Nullrunde mit Waretina, die sie nur zwei Hundertstelsekunden langsamer beendete, als der letztlich siegreiche Leo Lersch-Kessel (RV Jäger aus Kurpfalz) mit dem neunjährigen Hannoveraner Uquesto. Der 14-jährige Kaderreiter landete als erster der 19 Reiter damit einen Start-Ziel-Sieg und wurde mit seinem zweiten Pferd Classic
Dream zudem Dritter. Auch Lokalmatadorin Jennifer Bender vom gastgebenden RSC Gestüt Etzenbacher Mühle freute sich beim Abschlussspringen des zweitägigen Turniers im Landgestüt über eine Schleife. Mit der achtjährigen Baloussina du Ciel blieb sie nach einer Stange im Umlauf in der Siegerrunde fehlerfrei und wurde Vierte. Ein L-Springen hatte sie mit Alouette gewonnen und sich den Klassen L und M* mehrfach platziert. Für die Gastgeber punkteten auch Katja Kunz mit der Qui-Lago-Tochter Qui Belle und Carla Roth. Die elfjährige Merzalberin gewann im E-Springen mit ihrer Oldenburger Stute Claire Silber hinter Marika Oberle vom RFV Zweibrücken mit Grafchristo und wurde nach einer souveränen Runde in der Stilspringprüfung Klasse A Neunte mit der Wertnote 7,0.

Das Herbstturnier der Etzenbacher Mühle richtete sich vornehmlich an ambitionierte Amateure und Nachwuchsreiter. „Sie müssen es lernen, hier ist eine prima Gelegenheit“, kommentierte Parcoursdesigner Stefan Muthweiler die Ritte in der mittelschweren Klasse, bei denen der Parcoursdienst zum Teil erhebliche Arbeit bekam. Die Prüfungen in der A-Klasse wurden auch genutzt, um Nachwuchspferde in die Routine zu führen. Sehr zur Freude der Etzenbacher Mühle wurde Hanna Pippart vom RFV Zweibrücken nach einer souveränen Runde mit dem fünfjährigen Cassius-Clay-Sohn Cash‘s Firework im Besitz von Turnierleiter Christian Jochum Vierte im Stil-A*. Den Sieg trugen hier die Ponyreiter davon. Die elfjährige Homburgerin Charlotte Stuppy, die für den RSV Käshofen sattelt, wurde mit ihrem Deutschen Reitpony Mirrio in ihrem erst dritten A-Springen mit der Wertnote 7,6 Zweite hinter Nina Schumacher vom RV Beckingen und ihrem Deutschen Reitpony Jannigje (7,9).

Für die Reiter aus der Südwestpfalz punktete vor allem Oliver Huber. Der Seriensieger im Senioren-Cup vom RV Grenzland-Kröppen ritt seine zehnjährige Zweibrücker Stute Soraya sowohl in der Zwei-Phasen-Springprüfung Klasse A als auch im L-Springen auf Rang fünf. Emma Röckl, die letzte Woche beim RFV Pirmasens-Winzeln die beste Reitabzeichen-Prüfung abgelegt hatte, sprang mit ihrer Stute Ascara sowohl im Stil-A als auch in der Zwei-Sterne-A**-Prüfung auf Fehler und Zeit jeweils auf Rang sieben. Zweimal Silber eroberten Bettina Hallerbach vom RSV Käshofen und ihre achtjährige, in Frankreich gezogene Stute, Vague des Monceaux, sowohl in der mittelschweren Punktespringprüfung als auch im L-Springen.

„Für ein Herbstturnier kurz vor der Winterpause sind wir sehr zufrieden mit der Resonanz“, zeigte sich Turnierleiter Christian Jochum einverstanden. Für das kommende Jahr hat sich der RSC Gestüt Etzenbacher Mühle viel vorgenommen: Der Saarpfalz-Cup mit Springprüfungen bis zur schweren Zwei-Sterne-Klasse wird, analog zu seiner gelungenen Premiere, wieder Ende August ausgetragen. Zwei Wochen vorher ist der Verein Gastgeber für die Pfalzmeisterschaften 2018 in Dressur, Springen und Vierkampf, die nach drei Jahren Pause somit erneut im Zweibrücker Landgestüt ausgetragen werden.

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