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Kampfsport: Kickboxer Jakob Styben aus Zweibrücken vor nächstem Glory-Kampf

Kampfsport : Eine „riesige Aufgabe“ für Jakob Styben

Der Zweibrücker Kickboxer ist auf dem Weg in die Weltspitze noch nicht am Ende angelangt. Beim „Glory 75“ Ende Februar in Utrecht soll der nächste große Coup gelingen.

Jakob Styben scheut keine Herausforderung. Auf dem Weg zu einem der besten Kickboxer der Welt hat der Zweibrücker mit seinen zwei Glory-Auftritten im vergangenen Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Vor allem durch den Sieg gegen den Niederländer Kevin van Heeckeren beim „Glory 69“ im Düsseldorfer ISS-Dome im Oktober. Durch diesen kletterte Styben in der Mittelgewichtsrangliste (bis 84 Kilo) der Glory-Liga, in der sich die besten Kickboxer der Welt messen, vom achten auf den sechsten Rang. Doch das soll für den 28-Jährigen noch nicht die Endstation sein.

Deshalb blickt Jakob Styben auch voller Vorfreude seinem nächsten Kampf entgegen. Am Samstag, 29. Februar, steigt er beim „Glory 75“ im niederländischen Utrecht in den Ring: Gegen den an Nummer zwei gesetzten Yousri Belgaroui. „Es ist der stärkste Gegner, den in meiner bisherigen Profikarriere hatte“, erklärt Styben, dass er sich auf diese riesige Aufgabe freut. „Es ist eine Herausforderung, die mich stärker machen wird.“

Der niederländisch-tunesische Belgaroui ist ein erfahrener Kämpfer und „um einige Zentimeter größer als ich“, erklärt der Zweibrücker. „Er trainiert in einem der berühmtesten Gyms der Welt.“ Mikes Gym in den Niederlanden. Der Respekt vor diesem starken Gegner ist Jakob Styben anzumerken. Sein Selbstbewusstsein schmälert das aber kein bisschen: „Ich komme nach Utrecht, um zu gewinnen“, schreibt Styben auf seiner Facebook-Seite. Ziele, von denen er zu Beginn seiner Karriere wohl kaum zu träumen gewagt hatte.

Mit Kampfsport ernsthaft in Berührung kam der Zweibrücker, der zunächst bei Fußballvereinen reingeschnuppert hatte, im Alter von 14 Jahren. Mit 19 wurde er erstmals deutscher Meister der Amateure im Muaythai. Mit 20 packte er seine Sachen. Es zog ihn von Zweibrücken über Rommerskirchen zum Kampfsportzentrum Grevenbroich. Mit dem Ziel, sein Hobby zum Beruf zu machen.

Das hat Jakob Styben geschafft. Nach DM-Titeln im Muaythai- und Kickboxen, Teilnahmen an Muaythai-Welt- und Europameisterschaften, dem K1-EM-Titel 2018 folgte im vergangenen Jahr der große Sprung in die Glory-Liga. Seinen Premierenkampf für Glory im März vergangenen Jahres in Straßburg verlor Styben jedoch nach Punkten. Vom wilden Anstürmen des Türken Ertugrul Bayrak ließ er sich damals überrumpeln. In Düsseldorf folgte im Herbst der Sieg gegen van Heeckeren. Die bislang größte Aufgabe folgt nun im Februar.

Yousri Belgaroui ist laut Combat Press die Nummer fünf der Welt und die Nummer zwei in der Glory-Rangliste im Mittelgewicht. „Ich persönlich brauche mich nicht zu beweisen“, will sich Styben keinen Druck machen. „Yousri bestreitet den Kampf vor seinem heimischen Publikum. Er trägt die größere Last“, betont der Zweibrücker, der den ersten Teil seiner Vorbereitung auf den Kampf bei einem gut zweiwöchigen Aufenthalt Anfang Januar im afrikanischen Gambia absolviert hat. Mit reiner Entspannung hatte der Urlaub mit schweißtreibenden Einheiten am Strand nichts zu tun. „Ich werde positiv und gut vorbereitet in den Kampf gehen“, verspricht Jakob Styben vor seiner nächsten Herausforderung.