Kampflos zum DM-Titel

Muaythai-Boxer Jakob Styben ist damit für die WM in Weißrussland qualifiziert.

Ohne in den Ring zu steigen, hat Jakob Styben seinen deutschen Meistertitel im Muaythai-Boxen verteidigt. Neben dem ebenfalls für das A-Feld gemeldeten Patrick Kolbe war ein weiterer Kämpfer angereist. "Dem einen hat plötzlich ein ärztliches Attest gefehlt, der andere ist unverrichteter Dinge wieder abgereist - ich weiß gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll", sagte Styben gestern.

Das wichtigste für den alten und neuen deutschen Meister im Muaythai sei aber, dass er durch den DM-Titel die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Mai im weißrussischen Minsk in der Tasche hat. "Dennoch ist es schade, dass ich nicht kämpfen konnte", erklärte der 25-Jährige. In den vergangenen acht Wochen habe er gemeinsam mit seinem neuen zusätzlichen Trainer Schamar Akhundow viel Neues ausprobiert, an der Beinarbeit gefeilt und sich akribisch auf die nationalen Titelkämpfe vorbereitet. "Ich wollte einfach gerne sehen, was ich dazu gelernt hab und wie sich das im Ring bemerkbar macht. Aber leider hat es sich nicht ergeben", sagte Jakob Styben etwas enttäuscht.

Ohne sich unter Wettkampfbedingungen gemessen zu haben, will der Zweibrücker, der beim Bujin Gym Rommerskirchen aktiv ist, aber nicht zu den Weltmeisterschaften nach Minsk reisen. Daher steige er in drei Wochen in Tschechien gegen einen Europameister in den Ring. "Gegen einen starken Gegner in einem fremden Land wird das ein echter Härtetest", erklärte Styben bereits mit Vorfreude. Daneben werde er sich in seinem Team in Rommerskirchen auf die WM vorbereiten. Obwohl der DM-Kampf am Samstag ausgefallen war, stehen nun nach der kräftezehrenden Vorbereitung darauf erst einmal ein paar Tage Pause an. "Das braucht der Körper - und auch die Seele", sagte Styben, der sich dann voll und ganz auf die internationalen Kämpfe konzentrieren wird.