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Jungpferdeturnier am Landgestüt Zweibrücken

Pferdesport : Der Seriensieger schlägt wieder zu

Steffen Hauter mit Erfolg im S-Springen sowie in Quali zum Bundes-Championat erfolgreichster Reiter beim Jungpferdeturnier.

Er hat es schon wieder getan. Steffen Hauter hat nach dem Sieg in der Qualifikation am Samstag mit seinem in Holstein gezogenen Wallach Dragonfly auch die Qualifikation zum Bundes-Championat der Sechsjährigen Springpferde im Zweibrücker Landgestüt gewonnen. „Er hat schon viel gewonnen. Dies ist sein 16. Sieg bei ein paar 20 Starts“, zeigte sich der Profi vom Großsteinhauserhof zufrieden mit seinem Vierbeiner und damit, dass seine Hoffnung, auch hier zu siegen, erfüllt wurde.

Dabei hat der charakterstarke, braune Wallach am Sonntag als letzter der 17 Starter eine Bravourleistung sondergleichen vollbracht. Als er bereits im Parcours war, rutschte seine Vorreiterin Corinna Rupp (RFG Gerensrech Altforweiler) in den Wassergraben, als ihre Stute Stakkontendra davor stehen blieb. Das erschreckte Pferd drehte etliche Runden um den Platz, bis es mit vereinten Kräften wieder eingefangen werden konnte. Doch souverän und spürbar in sich ruhend, meisterte Hauters Wallach nach einer erneuten, kurzen Vorbereitungspause den anspruchsvollen Qualifikations-Parcours. Ein offener Wassergraben, eine zweifache und eine dreifache Kombination, dazu einige Rittigkeitsabfragen bereiteten auf die anspruchsvollen Aufgaben beim Bundes-Championat in Warendorf im September vor.

Doch trotz seiner Seriensiege und der sehr guten Wertnote von 8,6 verzichtet Steffen Hauter auf den Start dort. Der 41-Jährige zieht das „schöne Turnier“ der Familie Bruch in Sankt Wendel vor. Seinen Erfolgstag krönte er mit seinem insgesamt dritten Sieg bei dem ersten Jungpferdeturnier, das der Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar gemeinsam mit dem Club Saarpfälzischer Springreiter ausrichtete. „Für Cascados war es der erste Start in Klasse S“, kommentierte der Reiter mit einem Strahlen im Gesicht die zweimal schnellsten fehlerfreien Runden seines siebenjährigen Holsteiner Schimmelwallachs im abschließenden schweren Youngster-Springen mit Stechen. Im Stechparcours unterbot das Paar die Zeit von Silbergewinner Thies Beyer (RFV Illtal) und seinem achtjährigen Holsteiner Cornelis um rund sechs Sekunden. Steffen Hauter war mit dreimal Gold somit auch erfolgreichster Reiter des Turniers.

Zufrieden war auch Andreas Rubly. Der Profi vom RFV Zweibrücken gewann mit seinem selbst gezogenen Oldenburger Wallach Cadbury und der guten Wertnote 8,0 Silber. „Er hat sich seit dem letzten Jahr gut entwickelt“, freut sich Rubly über den Auftritt. Erstaunt über die Souveränität seiner selbst gezogenen Stute Quirina S war Karsten Schäfer. „Sie hat noch nicht viel gesehen, schauen wir mal“, hatte der Profi vom RSV Käshofen gesagt. Doch unbeirrt zog das Pferd jeden Sprung an und verzeichnete lediglich einen Abwurf in der dreifachen Kombination.

Weniger gut erging es Hans-Günter Klein. Der sechsjährige Zweibrücker Hengst Picasso MS verkalkulierte sich überrascht bei der beeindruckenden Tripplebarre gleich als erstem Hindernis und blieb vor dem nächsten stehen. Er hat sich erschreckt. Pferde sind keine Maschinen“, zeigte Züchter Manfred Schenk Verständnis, dass das junge Pferd erst wieder Vertrauen finden muss.

Während sich die Zuschauer in die kühle Allee und die Schattenplätze im Landgestüt zurück ziehen konnten, mussten Pferde und Reiter ihre Leistungen in der brütenden Hitze auf dem sonnenbeschienen Springplatz erbringen. „Es ist beeindruckend, wie gut die Pferde das weggesteckt haben“, erkannte Steffen Hauter an. Von Vorteil sei im Landgestüt, dass in der kleinen Reithalle abgeritten wurde. Er lacht: „Dort war es gefühlt zehn Grad kühler.“

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