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Jannik Sommer vom FC Homburg macht in der Corona-Pause einen Trainerlehrgang

Fußball-Regionalliga

So vertreibt sich Jannik Sommer die spielfreie Zeit

Auf Dauer nur Konditionstraining ist nichts für Jannik Sommer (Mitte). Der FCH- Kicker will lieber wieder auf dem Platz stehen. Wie hier gegen Mainz II. FOTO: Markus Hagen

Homburg Der Mittelfeldspieler des FC Homburg macht wie fünf seiner Mitspieler einen Online-Trainerlehrgang – Auch Coach Jürgen Luginger bildet sich weiter.

Die Spieler des FC Homburg warten auf den Reset in der Regionalliga-Südwest. Die meisten von Ihnen sind derzeit auf Heimaturlaub bei ihren Familien. So auch Jannik Sommer. Der 29-jährige, der letztes Jahr vom Regionalliga Meister Waldhof Mannheim kam, besucht seine Eltern in Südhessen.

Auch im Heimaturlaub läuft Jannik Sommer täglich seine Runden. Vom Trainerteam der Grün-Weißen gab es nämlich die Anweisungen, das Training nicht auf Null zu schrauben, sondern weiter an der Kondition zu arbeiten. „Klar, bereite ich mich auf den Tag X vor, wenn wir wieder ins Training einsteigen“, sagt Sommer. Trotzdem hat der linke Mittelfeldspieler des FCH gerade viel Zeit. Was fängt er damit an?

Wie seine Mitspieler Marcel Carl, Daniel Di Gregorio, Sven Sökler, Maurice Neubauer, und Christian Telch macht Sommer gerade den B-Schein für eine Trainerlizenz. „Das läuft alles online“, berichtet Sommer, der das Angebot des Saarländischen Fußballverbandes unter der Federführung von Verbands-Sportlehrerin Margret Kratz (Der PM berichtete) gerne annahm. „In sechs Wochen soll die Prüfung sein.“ Bis dahin lernt Sommer fleißig seine Lektionen. Auch wenn noch offen ist, ob die Prüfung in sechs Wochen stattfinden wird.

Bis dahin ist noch viel Zeit. Möglicherweise stehen Sommer und seine Spielerkollegen des FC Homburg dann sogar schon wieder auf dem Trainingsrasen hinter dem Waldstadion. Der 29-jährige glaubt  daran, dass die Saison irgendwie noch fortgesetzt wird. „Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass die Saison vorzeitig abgebrochen wird. Egal wie lange die Runde nach hinten verschoben wird – die einzig faire sportliche Lösung wäre, wenn alle ausstehenden Spiele noch ausgetragen würden.“

Auch Sommers Trainer Jürgen Luginger spricht sich dafür aus, die Saison zu Ende zu spielen. Zur Not auch ohne Zuschauer und erst im Juli. „Vertragstechnisch (Die meisten Verträge auch beim FC Homburg laufen nur bis 30. Juni) könnte man da eine einheitliche Lösung finden“, so Luginger.

Für den Spielleiter, der noch einen Vertrag bis 2021 hat, ist es auch nicht ganz so einfach, jetzt weiter an seinem Kader für die nächste Runde zu basteln. 13 Verträge laufen beim Tabellenvierten aus. „Zur Zeit sind auch Verhandlungen mit unseren Spielern oder mit potentiellen Neuzugängen auf Eis gelegt.“ Auch diese Situation müssen die Fußballclubs nun irgendwie händeln.  

Und was macht Jügen Luginger in seiner nun fußballfreien Zeit? Wie  seine Spieler nutzt auch er die Zeit für „Lernen und Weiterbildung“. Und dies mit entsprechender Fachliteratur über den Fußball. „Auch erfahrene Trainer können immer etwas dazu lernen“, schmunzelt der 52-jährige.