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Jägersburg peilt Sieg gegen Schlusslicht Speyer an

Fußball-Oberliga : FSV will dem Corona-Trubel trotzen

Fußball-Oberligist FSV Jägersburg empfängt nach Zwangspause Schlusslicht FC Speyer.

Die Aufregung nach einen positiven Coronafall beim Fußball-Oberligisten FSV Jägersburg hat sich gelegt. Nachdem das letzte Spiel des FSV beim FV Dudenhofen am vergangenen Samstag abgesagt werden musste, nahm die Mannschaft von Trainer Tim Harenberg am Dienstagabend wieder das Training auf. Der betroffene Spieler befindet sich in Quarantäne, alle anderen Spieler, Trainer und Betreuer wurden negativ getestet.

Ob sich der Trubel und die holprige Vorbereitung negativ auf das anstehende Heimspiel der Lila-Weißen am Samstag um 15.30 Uhr gegen den FC Speyer auswirken werden, „wird man sehen“, sagt Harenberg und ergänzt: „Ich hoffe natürlich nicht.“ Zumindest habe seine Mannschaft dadurch nach vielen kräftezehrenden Englischen Wochen eine Verschnaufpause erhalten. „Das kann aber auch ein Nachteil sein, weil wir aus dem Spielrhythmus geworfen wurden“, warnt der Trainer.

Der Gang in die Abstiegsrunde lässt sich für den FSV angesichts von acht Punkten Rückstand auf Rang sechs bei noch sechs Partien zwar kaum noch vermeiden. Dennoch ist die Partie gegen Speyer eine ganz wichtige. Denn das Schlusslicht muss ebenfalls in die Abstiegsrunde – und nur Punkte, die in der Hauptrunde gegen eben jene Mannschaften gesammelt wurden, werden dorthin „mitgenommen“.

An das Hinspiel haben die Lila-Weißen gute Erinnerungen. In Speyer gewann der FSV mit 5:0. Doch anschließend wartete Jägersburg acht Spiele auf einen Sieg und geriet im Kampf um Platz sechs entscheidend ins Hintertreffen.

Ihr letztes Ligaspiel gegen Pfeddersheim gewannen die Lila-Weißen Anfang November dann wieder mit 2:0. „An diese Leistungen wollen wir gegen Speyer anknüpfen“, sagt Harenberg. Doch er warnt auch vor dem Schlusslicht: „Einige Spiele haben sie nur knapp verloren. Und aus Pfeddersheim haben sie einen Punkt entführt.“

Verzichten muss der FSV gegen Speyer auf Gianluca Ruoff (gesperrt). Dafür kehrt Tom Koblenz nach seinem Bänderriss wieder zurück. Und eventuell kann sogar Paul Manderscheid sein Comeback feiern. Manderscheid, der gleich zum Saisonauftakt eine Schultereckgelenksprengung erlitten hatte, steht seit drei Wochen wieder im Training und verzeichnete für die zweite Mannschaft in der Landesliga schon einen Kurzeinsatz.