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Jägersburg gewinnt locker gegen Schlusslicht Speyer

Fußball-Oberliga : Nicht schön – aber sehr effektiv

Fußball-Oberliga: FSV Jägersburg schlägt Speyer mit 4:2 und erzielt dabei drei Tore in sieben Minuten.

Fußball-Oberligist FSV Jägersburg findet im Hauptrunden-Endspurt wieder in die Spur zurück. Zwei Wochen nach dem verdienten Heimsieg gegen die TSG Pfeddersheim (2:0) gewannen die Lila-Weißen, die zwischenzeitlich acht Spiele in Serie sieglos geblieben waren, am Samstag auch gegen den FC Speyer. 4:2 (1:0) hieß es vor rund 70 Zuschauern im Alois-Omlor-Sportpark nach Abpfiff gegen das Schlusslicht.

„Ein enorm wichtiger Heimdreier“, erklärte FSV-Trainer Tim Harenberg, zumal der Gegner wie voraussichtlich auch die Jägersburger in die Abstiegsrunde müssen – und die drei Punkte deshalb in die zweite Saisonphase übertragen werden.

Die erste Halbzeit war allerdings alles andere als ein spielerischer Leckerbissen. Beide Mannschaften wirkten gehemmt, sogar verkrampft. „Spielerisch war es nicht berauschend. Gegen Pfeddersheim sah es besser aus“, meinte Harenberg. Dennoch brachte Tom Koblenz den FSV in der 40. Minute mit 1:0 in Führung. „Der Treffer ist zur richtigen Zeit gefallen, richtig zwingende Chancen hatten wir bis dahin nicht“, so der FSV-Trainer.

Äußerst effektiv zeigte sich seine Mannschaft dann auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Jannick Geißler erhöhte auf 2:0 (52.) Kristof Scherpf ließ kurz darauf den dritten Treffer folgen (56.). Damit war die Partie im Grunde entschieden bevor André Fomitschow wiederum nur drei Zeigerumdrehungen später auf 4:0 stellte. Drei Treffer in nur sieben Minuten!

Danach ließ der FSV die Zügel aber insbesondere in der Defensive schleifen. Speyers Shpetim Xhaka verkürzte mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern in den Winkel auf 1:4 (70.) aus Sicht des FC. Julien Lubin (79.) markierte sogar noch den zweiten Treffer für das Schlusslicht. Auch Jägersburg hatte noch Möglichkeiten. Die größte vergab Florian Steinhauer, der binnen Sekunden zwei Mal Tor Nummer fünf auf dem Fuß hatte. „Spielerisch können wir mehr. Aber heute zählen die Punkte“, lautete das nüchterne Fazit Harenbergs. Bei fünf Punkten Rückstand auf Rang sechs und fünf ausstehenden Spielen hat seine Mannschaft sogar noch theoretische Chancen, die Abstiegsrunde zu vermeiden. Viel Pause zum Erholen gibt es für den FSV nicht. Am Mittwoch wartet gegen den FV Diefflen ab 19 Uhr im Alois-Omlor-Sportpark das nächste Heimspiel.