In Topform zu den Deutschen

Drei Bestzeiten, drei Goldmedaillen und sechs weitere Podestplätze hat Marlene Hüther bei den Swim and Fun Days in Essen erzielt. Die 16-Jährige hat damit kurz vor der DM ein erstes Zeichen gesetzt.

Hochbetrieb in Deutschlands Wettkampfbecken. Noch bis Sonntag hatten die Schwimmer Zeit, sich in die Top 100 vorzukämpfen und damit die Starberechtigung für die deutsche Meisterschaft im April in Berlin zu erzielen. So traten auch fünf Kaderschwimmer der Wassersportfreunde (WSF) Zweibrücken bei den international besetzten 15. Swim and Fun Days in Essen an.

Eine erste Standortbestimmung für WSF-Topathletin Marlene Hüther, die in Essen auf einige ihrer Hauptkonkurrentinnen traf. Nahtlos knüpfte sie an die Erfolge der deutschen Kurzbahn-Meisterschaften an. So startete die 16-Jährige mit Bestzeit von 4:51,81 Minuten über die 400 Meter Lagen in den Wettkampf, musste sich dabei nur knapp der deutschen Meisterin Kathrin Demler geschlagen geben. Revanchieren konnte sie sich über die 200 Meter, die Hüther in Wettkampf-Rekordzeit (2:17,09 min) gewann. Einen weiteren Sieg verbuchte die Dietrichingerin über die 100 Meter Freistil (57,26 sec).

Neun Mal auf dem Podest

Mit Bestzeit von 2:00,71 Minuten schlug Marlene Hüter auch über 200 Meter Freistil als Erste vor der deutschen Vizemeisterin Johanna Friedrich (Magdeburg) an. Auf dieser Strecke, über die die WSF-Athletin schon Silber bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften gewann und sich für die Kurzbahn-WM in Katar qualifizierte, dürfte ein Hauptaugenmerk bei der DM liegen. Hier besteht für Hüther die Möglichkeit, sich für die WM in Kasan zu qualifizieren, falls der DSV eine Staffel meldet. Aber auch auf den Sprintstrecken hat Hüther überzeugt. Über 50 Meter Freistil musste sie sich nur Deutschlands Topsprinterin Dorothea Brandt geschlagen geben. Über die Bruststrecke wurde die 16-Jährige hinter Brandt und Carolin Ruhnau Dritte. Ebenfalls Bronze gewann Hüther über 50 Meter Schmetterling. Silber erbeutete sie je über 100 und 200 Meter Brust (1:11,00 min, 2:30,87 min). Wie die neun Medaillen beweisen, stimmt die Form für die deutschen Titelkämpfe in gut drei Wochen. Das harte Wintertraining unter den Vorgaben von Bundestrainer Henning Lambertz fruchtet. So will der Schützling von Landestrainer Ralf Steffen in Berlin, wie bereits im November bei der Kurzbahn-DM, bei der Hüther überraschend fünf Einzelmedaillen gewann, angreifen.

Einen großen Schritt nach vorne machte in Essen Jen-Marc Emser. Der 16-Jährige konnte gleich mehrere JEM-Wertungen für sich entscheiden. Über 200 Meter Lagen gewann er die Jugendwertung in 2:14,39 Minuten. Mit Bestzeiten konnte er zudem alle drei Brustdistanzen gewinnen. In 1:59,70 Minuten überzeugte Emser auch als Zweiter über die 200 Meter Freistil (1:59,70 min). Wieder erstarkt ist Felix Bartels, der im Duell der Freiwassermeister über 1500 Meter Freistil Zweiter hinter Rob Muffels wurde. Auf Rang drei landete Bartels über 800 Meter. Über die 400 Meter Lagen bot er in 4:58,81 Minuten Bestzeit. Einen guten Eindruck hinterließ auch Vanessa Dehaut, die am stärksten über die 200 Meter Schmetterling war, wo sie Bronze gewann. Jeweils auf Rang neun schwamm sie über die 100 Meter Schmetterling und 200 Rücken. Ein Mammutprogramm, mit dreizehn Strecken von 50 bis 1500 Meter absolvierte Nachwuchsschwimmer Nick Werner. Belohnt wurde er mit sechs Medaillen. Silber gewann er in 1:00,48 Minuten über die 100 Meter Freistil. Mit Bestzeit von 2:11,03 Minuten gelang Werner das auch über die 200-Meter-Distanz sowie über 200 Meter Schmetterling. Stark war auch die neue Bestzeit des WSF-Schwimmers über 100 Meter Schmetterling als Vierter in 1:10,50 Minuten.