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Hornets wollen Nachwuchs besser fördern

Hornets wollen Nachwuchs besser fördern

Mit einer Laufschule sollen Kinder an den Eishockeysport herangeführt werden, der Regionalligist will seine ins Stocken geratene Jugendarbeit wieder intensivieren. Aktuell klafft im Nachwuchs noch eine Vier-Jahres-Lücke.

Die Hornissen stechen wieder. Nach dem 7:2 in Ravensburg und einem deutlichen 9:0 gegen die Eisbären aus Eppelheim ist der EHCZ mit einem Ausrufezeichen in die Saison gestartet. Man thront aktuell an der Tabellenspitze der Regionalliga-Südwest. Auch gestern konnte sich Dieter Feth, Jugendleiter bei dem Zweibrücker Verein, nicht an ein Heimspiel erinnern, das zu Null gewonnen wurde. "Und ich bin schon über 20 Jahre im Verein", berichtet er.

Und genau diese Erfolgswelle will der EHC Zweibrücken nun auf den Jugendbereich überschwappen lassen. Denn derzeit klafft ein Loch im Bereich der Schüler und Junioren. Da dauere es noch drei bis vier Jahre, bis jemand körperlich soweit ist, um in die erste Mannschaft nachzurücken. Darum wird jetzt ganz gezielt auf den Nachwuchs gesetzt und dieser Bereich gestärkt.

"Aber nicht nur propagiert, sondern auch wirklich umgesetzt", stößt Pressesprecher Karl Koyne eine Lanze für die Maschinerie, die derzeit beim EHCZ von oben bis ganz unten in Bewegung gesetzt wird. Aktuell habe man um die 60 Jugendspieler.

Diese Zahl war aber auch schon dreimal so hoch. Leider ist geografische Lage der Rosenstadt nicht ideal. Schon die Jugendmannschaften müssen beispielsweise nach Frankfurt, Freiburg oder Straßburg reisen, um am Spiel- oder Turnierbetrieb teilzunehmen. "Die Eltern leisten hier einen großen finanziellen Beitrag um die Fahrkosten abzudecken", wie Koyne offen erklärt. "Wir leben hier zwar für unseren Sport am A... der Welt, aber das müssen wir uns zunutze machen, um ein Ausbildungsverein zu sein", so Dieter Feth weiter. Trainer Richard Drewniak betreut nicht nur die erste Mannschaft, sondern kümmert sich ebenso ums Sponsoring. Diese finanziellen Mittel fließen nicht nur in neue Spieler, sondern es werden bestimmte Leistungen für die Jugendspieler eingerichtet. "Wir haben es geschafft, die Ausrüstung für Spieler und Torwart auf Mietbasis für die Familien bereitzustellen", erklärt der Jugendleiter. Dadurch muss sich nicht jedes Jahr neue Schutzkleidung zugelegt werden. Es genügt nach dem herauswachsen, die Artikel einfach durch die nächste Größe einzuwechseln. "Wir sind hier immer bemüht, die Kosten aufzufangen und eine Basis für die Kinder zu schaffen." Die 1b bildet dabei das eigentliche Sprungbrett für das Regionalliga-Team.

Bevor es an die körperlichen Voraussetzungen geht, müssen aber erst einmal die Grundlagen stimmen, nämlich das Schlittschuhlaufen . Darum beginnt am kommenden Freitag, 10. Oktober, um 18 Uhr die "Laufschule" 2014/15 für Kinder zwischen drei und zehn Jahren. Alexandra Jankowiak und Florian Wendland (Regionalligamannschaft) werden bei der wöchentlichen Trainingszeit abwechselnd von Spielern der ersten Mannschaft, der 1b oder der Schülermannschaft unterstützt. Spielerisch wird hier das Schlittschuhlaufen für ungeübte wie auch etwas geübte von den Profis beigebracht. Mitzubringen sind hierfür Ski- oder Fahrradhelm, Knie- und Ellenbogenschützer, Handschuhe und idealerweise einer Hose, die nass auch werden kann. Wer eigene Schlittschuhe hat, sollte diese ebenfalls nicht vergessen. Es können aber auch welche kostenlos ausgeliehen werden.