Hornets reisen zum Schlusslicht

Einen Play-off-Platz will Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken erreichen. Dafür müssen die Hornets mindestens Vierter werden. Ein Sieg beim Schlusslicht Ravensburg ist dafür am Samstag Pflicht.

Wenn ein Play-off-Kandidat zum Tabellenletzten reist, braucht man über die Favoritenrolle nicht lange nachzudenken. Und so ist ein Sieg des Eishockey-Regionalligisten EHC Zweibrücken am Samstag um 17 Uhr beim EV Ravensburg absolute Pflicht. Das sei schon richtig, sagt auch Hornets-Trainer Martin Deßloch, "wenn man vom Tabellenplatz ausgeht". Allerdings gebe es die drei Punkte auch nicht geschenkt. Disziplin, Konzentration und der entsprechende Siegeswille seien die Schlüssel zum Erfolg.

In der Tat sollten die Zweibrücker die Ravensburger nicht auf die leichte Schulter nehmen - auch wenn diese erst einen Sieg und fünf Punkte auf dem Konto haben. In diesem Jahr hat der EV bereits zwei deutlich ambitioniertere Mannschaften geärgert: Beim Tabellensechsten Stuttgarter EC verlor das Schlusslicht erst nach Penaltyschießen und sicherte sich damit einen Punkt, beim vor den Hornets platzierten ERC Schwenningen gab es eine knappe 2:3-Niederlage. Die Zweibrücker sollten also gewarnt sein.

Ausfallen wird am Samstag krankheitsbedingt Leon Bachstein, privat verhindert ist Torhüter Steven Teucke. Zudem hat Tomas Vodicka Stand Freitag seinen deutschen Pass noch immer nicht erhalten. Es ist deshalb gut möglich, dass entweder er oder einer seiner ausländischen Mannschaftskameraden Ryan McDonald und Adam Klein in Ravensburg pausieren müssen. Wer von den Dreien in dem Fall spielt, hatte Deßloch am Freitag noch nicht entschieden.

Dauerhaft fehlen wird dem EHC Zweibrücken ab sofort Verteidiger Radovan Pastorek. Dieser nimmt sich aus beruflichen und privaten Gründen für eine unbestimmte Dauer eine Auszeit und steht den Hornets für diese Saison nicht mehr zur Verfügung, wie der Verein mitteilte. "Einen herben Rückschlag" habe das Team um Coach Deßloch damit diese Woche hinnehmen müssen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Pastorek wolle sich vorerst ganz vom aktiven Eishockey-Spielbetrieb zurückziehen, weil er sich mehr seiner Familie widmen möchte und aktuell beruflich sehr eingespannt sei. "Ihm selbst ist diese Entscheidung sehr schwer gefallen, da er aktuell seinem hohen Anspruch an seine sportliche Leistung aufgrund der mangelnden Zeit nicht mehr gerecht wurde und sich zusätzlich mehr Zeit mit seiner Familie wünscht", teilte der Verein weiter mit. "Mit ‚Rado' verliert nicht nur Zweibrücken rund um die Hornets einen sehr ehrgeizigen und tollen Sportsmann, sondern auch die Regionalliga Südwest eine Größe des Eishockeysports", heißt es.