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Hornets kassieren erste Heimpleite

Hornets kassieren erste Heimpleite

Bislang war der EHC Zweibrücken in den Heimspielen der Regionalliga-Saison ungeschlagen. Seit Sonntag ist dieser Nimbus gebrochen. Der Tabellendritte EC Eppelheim setzte sich mit 3:2 (0:0/3:1/0:1) bei den Hornets durch, die dennoch Spitzenreiter bleiben.

Zufrieden ist am Sonntagabend eigentlich nur ein Zweibrücker gewesen. Der ehemalige Trainer des EHC, Richard Drewniak. Der nämlich ist seit vergangenem Sommer Teammanager beim Regionalliga-Konkurrenten EC Eppelheim, der dem Spitzenreiter die erste Heimpleite der Saison beigefügt hat. Mit 2:3 (0:0/1:3/1:0) unterlag die Mannschaft von Trainer Tomas Vodicka dem Tabellendritten, bleibt dank des Vier-Punkte-Polsters aber auf Platz eins.

"Eishockey wird eben über 60 Minuten gespielt und nicht nur im ersten und letzten Drittel. Wenn man das nicht macht, kann man auch nicht gewinnen", kritisierte Vodicka den Auftritt seiner Mannschaft. Ganz anders demnach die Stimmung bei den Eisbären aus Eppelheim, die mit dem Sieg einen riesigen Schritt Richtung Playoffs gemacht haben. "Bei uns haben einige Stammspieler gefehlt. Von daher kann man gar nicht hoch genug bewerten, was die Mannschaft heute abgeliefert hat", freute sich Drewniak.

Schon im ersten Abschnitt wurde den 800 Zuschauern klar, dass sie an diesem Abend nicht das schönste Eishockey zu sehen bekommen würden. Die Gäste waren sehr defensiv eingestellt, wogegen die Zweibrücker auch aufgrund mangelnder Ideen kaum durchkamen. Zwar hatten Maximilian Dörr und Ryan McDonald in den ersten Minuten je zwei Chancen, konnten daraus aber genauso wenig Kapital schlagen, wie aus einer Überzahlphase. So ging es torlos in die erste Drittelpause. "Jede Mannschaft hat ihr eigenes System. Eppelheim hat es uns mit seiner defensiven Spielweise sehr schwer gemacht. Trotzdem müssen wir nach dem ersten Drittel klar führen, die Chancen waren ja da", ärgerte sich der Hornets-Coach.

Der Ärger wurde nicht weniger, als die Gäste im zweiten Durchgang mit 2:0 in Führung gingen. Die Hornets-Defensive wirkte bei beiden Gegentreffern durch Marcus Semlow und Sören Gerber alles andere als souverän. Zuvor musste Felix Stokowski aber auch "einen harten Bodycheck einstecken und Marc Lingenfelser hat etwas an der Schulter abbekommen" (Vodicka), was von den Schiris nicht bestraft wurde. "Ich hoffe, dass beide bis Freitag wieder fit sind." Durch einen Alleingang von Michael Neumann kamen die Hornets zwar auf 1:2 heran (35.), doch noch vor Ende des Drittels erhöhte Eppelheim durch Christian Pister wieder. Sein Schuss prallte gegen den Schlittschuh des Zweibrücker Goalies Marcel Kappes und von dort ins Tor.

Vor dem Schlussabschnitt musste Tomas Vodicka sein Team umbauen: Lingenfelser und Stokowski mussten beide verletzt raus. Und auch Goalie Marcel Kappes nahm er für Steven Teucke raus. "Wir haben uns zwei, drei Fehler erlaubt, die Eppelheim eiskalt zu Toren genutzt hat. Deshalb haben wir auch nach dem zweiten Drittel den Torwart gewechselt", erklärt der Trainer. Mit nur noch zwei Reihen setzten die Hornets die Gäste unter Druck. Sie hatten mehr Spielanteile, schlossen aber häufig zu überhastet ab. So schafften es die Eppelheimer immer wieder, einen Schläger dazwischen zu bekommen. So konnte lediglich Tom Tracy den Puck noch einmal im Gästetor unterbringen (45.), als er den Torwart verlud. Mehr war nicht mehr drin.

Schon am Freitag muss der EHC Zweibrücken wieder ran. Zur Eröffnung des Doppelspieltags ist der Tabellenführer beim Stuttgarter EC zu Gast. Am Sonntag folgt um 19 Uhr das Heimspiel gegen den ESC Hügelsheim. Für Vodicka ist die Zielsetzung klar: Sechs Punkte sollen dafür sorgen, dass diese Niederlage ohne tabellarische Folgen für die Hornets bleiben.