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Homburg will nach 26 Jahren endlich wieder in Pirmasens gewinnen

Fußball-Regionalliga : Homburger Horror-Serie beim FKP soll enden

Seit 16 Jahren hat Fußball-Regionalligist FC Homburg beim FK Pirmasens nicht mehr gewinnen können. Das soll sich am Freitagabend ändern. Beim FKP wird der gebürtige Einöder Daniel Bohl auf dem Feld stehen. Beim FCH der ehemalige Pirmasenser Philipp Schuck.

Über 16 Jahre ist es her. Es war der 29. April 2005, als sich der FK Pirmasens und der FC Homburg – damals in der Oberliga Südwest – auf dem Horeb gegenüberstanden. Und die Grün-Weißen die Schuhstädter mit 7:0 vom Platz fegten. Doch damit war das Glück der Homburger in Pirmasens offenbar aufgebraucht. Denn seitdem hat der heutige Fußball-Regionalligist in Pirmasens nicht mehr gewinnen können. „Es wird Zeit, dass wir diese lange Durststrecke beenden“, fordert Homburgs Trainer Timo Wenzel vor dem Spiel seiner Mannschaft am Freitagabend um 19 Uhr beim FKP. „Wir haben jetzt drei Mal in Folge gewonnen. Natürlich wollen wir die Serie fortsetzen – auch in Pirmasens“, sagt der Trainer.

Fast hätte Wenzel die Sieglos-Serie der Homburger beim FKP in diesem Jahr beendet. Am 11. Mai, wenige Tage nach seinem Amtsantritt als Nachfolger von Matthias Mink, stand der 43-Jährige erstmals bei den Grün-Weißen an der Seitenlinie. Homburg führte bis in die vierte Minute der Nachspielzeit – doch dann gelang den Hausherren noch der Ausgleich (Wenzel: „Das war klares Abseits, das haben die Fernsehbilder gezeigt“) – die Homburger Horror-Serie setzte sich fort.

Vier Monate später nimmt Wenzel nun den zweiten Anlauf. „Das Spiel ist für beide Vereine etwas Besonderes. Gerade gegen den FC Homburg legt sich der FKP Jahr für Jahr besonders ins Zeug“, sagte der Trainer am Mittwoch. Er erwartet einen „kampfstarken Gegner“. Dieser wartet allerdings seit nunmehr vier Spielen auf einen Sieg. Pirmasens startete furios in die Saison, sammelte in den ersten vier Spielen zehn Punkte. Doch in den folgenden vier Partien kam nur noch ein weiterer Zähler hinzu. Umgekehrt sieht die Tendenz bei den Homburgern aus, die nach einem Katastrophenstart nun drei Mal in Folge als Sieger vom Platz gingen. Inzwischen sind die beiden Mannschaften, die je elf Punkte auf dem Konto haben, Tabellennachbarn. Pirmasens liegt aufgrund des besseren Torverhältnisses einen Rang vor Homburg auf Platz zehn.

Der FCH muss am Freitag auf Patrick Lienhard (Wadenbeinbruch), Thomas Gösweiner (Kreuzbandriss) und Ivan Sachanenko (Knie) verzichten. Außerdem bangt Wenzel um die Einsätze von Neuzugang Seonghoon Cheon und Philipp Hoffmann. „Seonghoon hat am Mittwoch nur 70 Prozent vom Training mitmachen können. Beim Spiel gegen Schott Mainz hatte er muskuläre Probleme und musste vom Feld. Mal sehen, ob er für am Freitag wieder soweit ist.“ Hoffmann klagt über eine Entzündung des Schambeins. „Da warten wir erstmal, was die Ärzte zu einem Einsatz sagen“, berichtet Wenzel. Wieder mit von der Partie ist dagegen Daniel Di Gregorio, der gegen Mainz wegen Knieproblemen ausgewechselt wurde. Wenzel: „Daniel hat am Dienstag beide Trainingseinheiten problemlos absolviert. Er kann spielen.“

Auch Homburgs linker Außenverteidiger Philipp Schuck, der zwischen 2018 und 2020 für den FKP auflief, freut sich auf die Partie. „So ein Spiel gegen den Ex-Verein ist immer wieder eine Herausforderung, etwas Besonderes. Der Kader in Pirmasens hat sich zwar geändert. Aber mehrere Spieler kenne ich noch.“ Schuck verspricht: „Am Freitagabend ist Kampf angesagt.“ Auf der Gegenseite spielt mit Daniel Bohl ein gebürtiger Homburger beim FK Pirmasens. „Es ist definitiv ein besonderes Spiel, wir haben alle richtig Bock darauf“, sagt der 27-Jährige, der in Einöd aufgewachsen ist und dort nach seinen Spielerstationen in Mainz, Halle, Cottbus und Zwickau wieder lebt. „Ich war in Sachen Fußball oft woanders unterwegs, aber es hat mich immer zurückgezogen – hier habe ich meine Familie, meine Freundin und viele Bekannte“.

Maximal 1950 Zuschauer sind bei der Partie zwischen Pirmasens und Homburg im Stadion Husterhöhe zugelassen. Für die Gästefans aus Homburg steht der Sitzplatzbereich auf der Gegengerade zur Verfügung. Karten im Vorverkauf sind online über die Homepage des FK Pirmasens (tickets.fk- pirmasens.de) erhältlich. Die klassische Tageskasse wird es am Freitagabend nicht geben. Dennoch kann man Karten am Stadion vor dem Spiel kaufen. Von 17 bis 18.30 Uhr sind Eintrittskarten an den Vorbuchungskassen erhältlich. Die Stadiontore öffnen um 17.30 Uhr. Der Anpfiff erfolgt um 19 Uhr.